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Sonntag, 24. Juni 2012

10 Dinge, von denen ich total begeistert bin.

Coucou!


Ich bin zurzeit auf dem Hamster-Tripp, das heißt, ich probiere so viel möglich aus, um mein Leben bunter zu machen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Einige Dinge stehen aber schon seit Ewigkeiten fest, so wie diese zehn:


1) 
essence pureskin anti-spot toner & powder      Wellness & Beauty Duschgel (Apfelblüte und Vanille)

Das Gesichtswasser von essence ist super, ich hatte zwar noch nie besonders viele Pickel, aber vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Wundermittel benutze ;-)

Vor allem gefällt mir auch sehr gut, dass es sehr hautfreundlich ist. Ich hatte schon viele Hautprobleme und war auch schon oft beim Hautarzt, der mir es dann sogar schwarz auf weiß gegeben hat, dass die ganzen Entzündungen daher kamen, dass meine Haut nicht alle Mittel vertragen konnte. Jetzt hab ich endlich etwas gefunden, wogegen sie sich nicht wehrt.
- Gibt's bei Rossmann


Das Duschgel von Wellness & Beauty liebe ich vor allem wegen dem Duft, Apfel und Vanille ist eine total tolle Mischung. Es ist wie eine Spraydose und das Zeug kommt schon so schaumig raus, das ist so klasse, vor allem prickelt das total auf der Haut ;-)
- auch Rossmann


2)




Meine Nagellacksammlung!
Ich habe nicht besonders viele Nagellacks, im Verhältnis zu anderen Mädchen. Aber die paar Fläschchen reichen mir. Am liebsten mag ich den roten von Maybelline Jade ganz links, den blauen von MaxFactor ganz rechts und den schwarzen von essence gleich daneben (alle von Rossmann).



Der schwarze ist nicht sehr dickflüssig, aber er schimmert total schön auf den Nägeln. Dummerweise sieht man das nicht so gut auf dem Foto.




Oh Gott, meine Nägel sind eigentlich ziemlich schön, aber auf diesem Bild sehen sie ja regelrecht scheiße aus! Liegt wahrscheinlich daran, dass meine neue Kamera immer noch nicht angekommen ist und ich wohl oder übel auf meine alte, die weniger gute Bilder macht, weil sie schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat, zurückgreifen musste.



Der Blaue. Wieder sehen meine Nägel doof aus.


Und der Rote. Ich mag Nagellack gerne.


3)




"Spirit, der wilde Mustang" - Ich liebe es so!
In einem älteren Post habe ich diesen Film schon einmal vorgestellt, mein absoluter Lieblingskinderfilm und das Einzige, was aus meiner mädchentypischen Pferdephase für immer hängen bleiben wird.


4)




Tokio Hotel. Na los, hasst mich dafür. Ich bin es gewohnt, dafür beleidigt zu werden und dass alle sich ihre Mäuler zerreißen. Was ich mit dieser Band verbinde, versteht niemand, nicht einmal ich selbst. Sie geben mir die Kraft, das hier alles durchzustehen. Manchmal, wenn mich keiner hört und wenn ich nicht im Chor bin, dann singe ich alleine. Immer Songs von Tokio Hotel, was anderes kommt gar nicht infrage. Ich warte sehnsüchtig auf ein neues Album, beeilt euch mal ein bisschen, Jungs, hier gibt es Menschen, die euch brauchen ;-)


5) H&M.
Ich kann hingehen, wann ich will, ich finde immer irgendetwas. Und teuer ist es oftmals auch nicht. Neulich war ich ja mit S. mal wieder losgezogen. Unser Ziel ist immer zuerst der H&M, wenn wir den abgegrast haben, dann geht's weiter. Wenn ich viel Geld hätte, dann würde ich mit dem Haufen, der übrig bleibt (Geld wird nicht aus dem Fenster geschmissen, zuerst wird gespendet oder irgendwo geholfen und unterstützt!) fast den gesamten H&M leer kaufen, so sehr gefallen mir die Sachen da. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, dann kann ich euch die Sachen ja auch noch zeigen. Ich überlege sowieso, ob ich nicht vielleicht Outfit-Bilder machen sollte. Ich liebe es, in anderen Blogs Outfits anzugucken, das ist sehr inspirierend. 


6)




Mein Föhn! Fünf Minuten maximal und meine langen (!!!) Haare sind komplett trocken. Dieses Teil ist der Wahnsinn, wenn es mal schnell gehen muss. Eigentlich lasse ich meine Haare grundsätzlich an der Luft trocken, frisst ja nicht so viel Strom auf, aber manchmal hat es man es nun mal eilig. Und dann liebe ich dieses Ding von Föhn ;-)
Wo er her ist, weiß ich leider nicht genau, ich hab ihn mal geschenkt bekommen. Es ist ein "Desperate Housewives"-Föhn, das steht zumindest drauf ;-)


7)




Meine Röcke. Das hier ist nur eine minimale und vor allem schlecht zu sehende (alte Kamera, schmore in der Hölle! :D) Auswahl, alle passen gar nicht auf ein Foto, da ich insgesamt 47 Röcke besitze. Ich weiß, mein Kleiderschrank ächzt schon ;-)
Ich habe sie in allen Farben, am meisten jedoch diese normalen schwarzen Jersey Röcke, die zurzeit jeder trägt. Sehr gerne mag ich auch meine ganzen Flowerpower-Skirts und ... ach, egal, Hauptsache keine Hose, denn Hosen mag ich nicht mehr anziehen, schon seit zwei Jahren nicht mehr. Und die Röcke dürfen auch nicht zu lang sein, das mag ich auch nicht ;-)


8)



Paris, Chérie. Uns bleibt immer noch Paris. Eine fabelhafte Stadt. Bisher war ich drei mal dort, es ist einfach wunderschön. Die Bilder sind leider nicht von mir, die beiden ganz rechts sind nicht mal aus Paris, würde ich mal meinen, aber das ist egal, der Zauber geht trotzdem nicht verloren.
Eigentlich bin ich kein Großstadtmensch, ich lebe friedlich und fröhlich auf meiner kleinen Insel, fahre ab und zu in die nächstgelegene Stadt (46 000 Einwohner) und war ansonsten noch nicht so viel in der Weltgeschichte unterwegs. Aber Paris ist toll. Das ist die einzige Stadt, bei der ich mir vorstellen könnte, dort zu arbeiten, sollte mein Tanztraum nicht klappen. New York und Chicago waren zwar auch extrem genial, aber Paris kann keiner ersetzen. New York ist absolut atemberaubend und Chicago furchtbar aufregend, aber es ist halt USA, und Tobi und ich haben die Erfahrung gemacht, dass man in den USA absolut nicht leben kann, ohne völlig verrückt zu werden.


9)
Bücher! Sie erfüllen mein Leben mit noch mehr Freude, als es sowieso schon hat, ich bin einfach ein riesengroßer Bücherwurm.Neulich war ich ja mit Tobi mal wieder im Bücherhotel, meine Ausbeute zeig ich euch später mal. 


Ich bin dabei, Werke der Weltliteratur zu sammeln. Alles, was Rang und Namen hat, gehört auf meine Wunschliste. Vor allem auf meine immer weiter wachsende Jules-Verne-Sammlung bin ich ziemlich stolz.





 




Insgesamt besitze ich:
- Die geheimnisvolle Insel
- Die schwimmende Stadt
- Die Reise um die Welt in 80 Tagen
- Die Abenteuer des Kapitän Hatteras
- Die Schule der Robinsons
- Die Jangada
- 20 000 Meilen unter dem Meer
- Ein Kapitän von 15 Jahren
- Von der Ferne zum Mond ; Reise um den Mond
- Kein Durcheinander ; Die Jagd auf dem Meteor 


So ist das, wenn man Bücher hamstert. Mittlerweile sind meine Bücherregale auch zu klein. Da muss ich mir bald etwas Neues ausdenken, sonst werden die Bücher gequält. Das will ich nicht.


10)
Flohmärkte. Man glaubt gar nicht, wieviel man da extrem günstig findet. Ein Viertel meiner Klamotten stammt vom Flohmarkt sowie die Hälfte von meinem ganzen Schmuck. Es lohnt sich wirklich, allerdings nur in Großstädten, wie ich finde. Der Berliner Flohmarkt ist genial. Da war ich einmal mit R. und S., wir waren nach einer Stunde erst mit dem ersten Stand fertig. Das müssen wir bald mal wieder machen, fällt mir gerade ein.



Vieles hiervon ist wahrscheinlich völlig uninteressant, unwichtig, irrelevant, bescheuert und armselig für Andere, Aber für mich ist es ein Teil meines kleinen Lebens. Wer sich letztendlich dafür interessiert, ist mir völlig lachs, ich mach das hier nur für mich selbst. Ihr müsst es nicht lesen, es ist mein Diary.


Lots of Love,
Eure Eileen

Sonntag, 1. April 2012

Du bemalst die Leinwand meines Herzens mit den schönsten Farben

Coucou!

Shopping war super! Nur veröffentlichen werde ich meine Ausbeute nicht, ich hoffe, Ihr versteht das. Dann habe ich eine Weile auf Tobi gewartet und als er vom Fußball wiederkam, sind wir beide nach W. ins Krankenhaus gefahren, denn sein Vater wurde gestern Abend dort eingeliefert, Verdacht auf Schlaganfall -.-
Hoffentlich ist es keiner, die Laborergebnisse sind noch nicht da, Tobi macht sich jetzt schon totale Sorgen. Ich hatte ihn überredet, zum Fußball zu gehen, sonst hätte der sich noch total verrückt gemacht. Ablenkung tut gut. Und tun können wir sowieso nichts. Wir haben Tobis Familie im Krankenhaus getroffen, seine Mama, Max und seine Schwester waren dabei.


Jetzt bin ich wieder zu Hause und warte, dass Mama von der Arbeit kommt, denn nachher wollen wir was zusammen machen. Wahrscheinlich Pudding, Obstsalat und dann ab vor'n Fernseher, Filme gucken ;)
Ich werde jetzt endlich zu dem kommen, was ich schon vor Tagen angekündigt hatte, ich hatte nur entweder nicht so viel Zeit oder keine Lust, wie auch immer.

Ein neuer Film! Ich habe mich für Drei Haselnüsse für Aschenbrödel entschieden, mein Lieblingsmärchenfilm seit Ewigkeiten. Bei Youtube kann man den ganzen Film angucken, deshalb spar ich es mir, einen Trailer zu verlinken.

Eine wundervolle Fanpage, die ich dazu mal gefunden habe und wo ich regelmäßig vorbeischaue :)

Es ist natürlich eine typische Aschenputtel-Geschichte, aber die schönste Version von dem Märchen, die ich kenne. Der Film entstand 1973 und ist eine Gemeinschaftsproduktion der damaligen DDR und der CSSR. Regie führte Václav Vorlícek. Drehorte sind unter anderem das Schloss Moritzburg bei Dresden (wo ich schon mal war!), der Böhmer Wald und noch einige Schauplätze in Tschechien.
Der Film kommt regelmäßig zu Weinachten im Fernsehen, auch bei meiner Mama und mir gehört er ins Weihnachten-Pflichtprogramm, obwohl ich ihn mir im Jahr auch mehrmals anschaue. Er gilt als Kultfilm, was ich auch sofort unterschreiben würde!

Zum Inhalt:

Aschenbrödel (Libuse Safránková) hat ihre Eltern verloren und lebt auf dem Gutshof ihrer Stiefmutter (Carola Braunbock). Der Schimmel Nikolaus, der Hund Kasperle und eine Schmuckschatulle, die von der Eule Rosalie bewacht wird, sind alles, was ihr nach dem Tod ihrer Eltern geblieben ist. Die Stiefmutter ist Gutsherrin und hat eine leibliche Tochter namens Dora (Dana Hlavácová). Beide lieben es, Aschenbrödel zu erniedrigen und zu demütigen. Sie wird von den Beiden wie eine Dienstmagd behandelt.
Einmal im Winter kommen der König (Rolf Hoppe) und die Königin (Karin Lesch) am Gut der untertänigen Stiefmutter vorbei und laden sie und Dora zum Hofball ein. Die Stiefmutter plant, dass Dora das Herz des Prinzen (Pavel Trávnícek) gewinnen soll.
Aschenbrödel begegnet dem Prinzen zur gleichen Zeit im Wald, wo er mit zwei Freunden verschmutzt und verdreckt seinen eigenen Spaß hat. Als er gerade ein Reh abschießen will, bewirft Aschenbrödel ihn mit einem Schneeball, so dass er sein Ziel verfehlt. Die drei Herren verfolgen Aschenbrödel daraufhin, doch sie entwischt ihnen und spielt mit den drei Jägern ein wenig Katz und Maus.
Auf dem Hof herrscht pure Aufregung, denn die Kleider für den Ball müssen bestellt und abgeholt werden, wofür der Knecht Vinzek (Vladimir Mensik) verantwortlich gemacht wird. Er fragt Aschenbrödel, ob er ihr auch etwas mitbringen soll, doch sie möchte nur haben, was ihm unterwegs vor die Nase kommt. Sie ist traurig, dass sie nicht eingeladen wurde, obwohl es ihr zusteht. So gelangt Vinzek an drei Haselnüsse, die ihm unterwegs in den Schoß fallen. Schicksalhafterweise werden die ihm direkt vom Prinzen in die Hände geschossen. Die Haselnüsse bekommt Aschenbrödel, die schnell feststellt, dass die Nüsse verzaubert sind. Die erste Nuss enthält ein Jagdgewand, was Aschenbrödel ermöglicht, den Prinzen wiederzusehen, in den sie sich natürlich schon längst verliebt hat. Sie wird für einen jungen Jägersmann gehalten und überzeugt mit ihren Schießkünsten, der Prinz ist beeindruckt. Jedoch reitet sie danach unbemerkt davon.
Der Tag des Hofballs rückt heran. Die Stiefmutter will nicht, dass Aschenbrödel mitkommt und verteilt Linsen und Mais auf dem Boden, das Aschenbrödel sortieren soll. Sie bekommt Hilfe von den Tauben und kann somit zum Ball gehen. Das Kleid ist in der zweiten Nuss gewesen.
Der Prinz soll auf Wunsch seines Vaters heiraten, ist davon aber nicht gerade begeistert. Erst als Aschenbrödel verspätet eintrifft, weiß er, wer seine Braut ist, obwohl er sie nicht erkennt, denn Aschenbrödel trägt einen Geschichtsschleier. Sie möchte aber gerne erkannt werden und dem Prinzen zeigen, dass in ihr mehr steckt als eine hübsche Prinzessin. Sie stellt ihm ein Rätsel:

"Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr."

Damit spielt sie auf die bisherigen zwei und auf die gegenwärtige Begegnung an. Dem Prinzen gelingt es aber nicht, das Rätsel zu lösen, und so entzieht sie sich ihm abermals durch Flucht, verliert auf der Schlosstreppe aber ihren Schuh. Der Prinz verfolgt Aschenbrödel, findet den Schuh und reitet ihr hinterher. Er erreicht den Hof der Stiefmutter, doch der Schuh passt keinem der anwesenden Mädchen. Schließlich fällt Vinzek Aschenbrödel ein, doch sie ist nicht aufzufinden. Nachdem auch der letzte Versuch der Stiefmutter, ihre Tochter Dora mit dem Prinzen zu vermählen, scheitert, findet der Prinz Aschenbrödel, die ihm in einem Brautkleid entgegen reitet. Ihr passt der Schuh. Das Brautkleid entstammt der dritten Haselnuss. Zusammen reiten sie zum Schloss zurück.

Ich liebe diesen Film. Die Libuse Safránková ist auch verdammt hübsch! Wie gesagt, zu Weihnachten Pflicht, aber auch ansonsten sehr zu empfehlen :)

Manchmal ist es eben wie im Märchen, meine Beziehung mit Tobi zum Beispiel. Mit ihm will ich den Rest meines Lebens verbringen, wirklich wie im Märchen. Und dafür musste ich nicht einmal meinen Schuh verlieren.

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 26. März 2012

Gestern bin ich vom Boden gefallen. Es war seltsam.

Coucou, meine Lieben!

Meine letzte Schulwoche hat begonnen, und wir machen nichts mehr. Eigentlich komme ich nur, weil wir Mottowoche haben. Heute erstes Thema: Pyjama-Party. Wui, war das geil. Das Bild ist jetzt schon bei Facebook gelandet, mich haben vorher mindestens vier Leute gefragt, ob das okay für mich ist. Bei so einem idiotischen Klassenbild, wo alle bescheuert aussehen, mach ich keinen Aufstand, das muss ja so sein, alles andere, da bin ich dagegen. Aber süß war es schon, dass Anne und noch ein paar andere gefragt haben.
Irgendwie mag ich Mottowoche, habe ich festgestellt. Ich mag es sowieso, mich zum Obst zu machen. Gelingt mir auch immer ganz gut, keine Frage.
Wir hatten heute nur vier Stunden, es ist erschreckend: wir stehen kurz vor den Prüfungen und machen nichts! Die Lehrer faseln immer etwas von Prüfungsvorbereitungen, wenn sie dann mal da wären. Komischerweise sind vor den Prüfungen und nach den Prüfungen, wenn es um so was wie Abiball oder Lehrerfrühstück geht, immer ganz viele Lehrer krank, aber in den Prüfungen, da blühen sie voll auf. Das ist auch bei Klausuren nicht anders, ist mir mal aufgefallen. Ein Grund, warum ich Info abgewählt habe. Der Lehrer war ständig krank, für den Schüler natürlich eine Super-Sache, weil er dann so viel Ausfall hat, aber wenn es dann um die Klausur geht und man keine Ahnung vom Thema hat, ist die Sache nicht mehr so super. Und dem Lehrer war es scheißegal, der konnte sich freuen, uns allen schlechte Noten geben zu müssen. Tobi und ich waren uns einig: Info flattert als erstes weg, dicht gefolgt von Chemie und Bio. Das ist lange her, ich staune immer wieder, wie die Zeit vergeht. Jetzt mach ich schon Abi, mein Gott. Mein kleines Mädchen ist groß geworden, sagt Mama immer. Macht das nicht jede Tochter irgendwo stolz?



Ich hatte auch heute wieder Tanzschule, jeden Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mittlerweile, denn es wurde ein neuer Anfängerkurs aufgemacht und die Leiterin der Tanzschule höchstpersönlich hat mich gefragt, ob ich ihn gerne übernehmen möchte. Wow. Dann habe ich jetzt also zwei Tanzkurse. Soll heißen, noch ein weiterer Tag in die Tanzschule. Tobi ist davon weniger begeistert, aber er weiß, dass es echt wichtig für mich ist, deshalb ist es letztendlich okay für ihn. Ich habe ihm dafür versprochen, dass wir in der nächsten freien Zeit noch mehr zusammen machen, nur wir beide. Da war er zufrieden.

Tobi und ich haben Tobi kleinen Bruder Max aus dem Kindergarten und seine Schwester V. von der Fahrschule abgeholt. Zusammen sind wir zu Tobi nach Hause gefahren und haben ohne V., die noch zu einer kranken Freundin Hausaufgaben vorbei bringen gegangen ist, mit Max gespielt und ihn dann auch ins Bett gebracht, denn Tobi Eltern kommen heute erst sehr spät nach Hause.
Max ist ein sehr goldiges Kind. Er prägt sich ziemlich viel Mist ein, den er von Tobi hört, aber Tobi findet das einfach nur zum Lachen. Wahrscheinlich wird Max mal genauso versaut wie sein großer Bruder. Könnte ich mir zumindest gut vorstellen. Das geht zum Beispiel schon damit los, dass er Tobi immer mit "Duu plöööder Idiot!" begrüßt, zu mir aber kommt und mir ein Küsschen auf die Wange drückt. Das ist immer total süß und das freut auch alle sehr, mich am meisten.
Ich bin für Max "Tante Alihin", denn er kennt mich schon fast, seitdem er auf der Welt ist. Wahrscheinlich würde es ihn sehr durcheinander bringen, wenn die Situation in den nächsten Jahren vielleicht einmal nicht mehr sein sollte (...so etwas nehmen wir nicht an!). Ich bin mit Tobi jetzt so lange zusammen, wie Max alt ist: 3 Jahre und zwei Monate.

18. Januar 2009
Max ist nur drei Wochen älter.

Nachdem der Kleine endlich eingeschlafen ist, wofür der immer ne Weile braucht, mussten natürlich noch Hausaufgaben gemacht werden.
Tobi hatte seine schon fertig, währenddessen ich tanzen gewesen bin, er ist immer sehr schnell damit durch. Er ist seit der fünften Klasse ständig Klassenbester (er ist in meiner Parallelklasse), aber trotzdem kein Streber. Er macht genug Unsinn, der diese Behauptung widerlegt.
Und eigentlich ist er stinkend faul. Er kommt morgens zu spät zum Unterricht, haucht als Entschuldigung "Tut mir leid, ich war noch eine rauchen und hab die Zeit vergessen", steht mitten in der Stunde auf, geht in die Schülerküche und macht sich einen Kaffee, ansonsten schläft er den Rest der Stunde und wenn ein Lehrer mal irgendetwas sagen sollte, dann erzählt er was lustiges, wovon der Lehrer auf dem Tisch liegt vor Lachen, und gut is'.
Dann wird er in Ruhe gelassen und kann weiterschlafen. Das kann er sich natürlich nicht bei jedem Lehrer erlauben, aber es gibt an unserer Schuler tatsächlich einige, die das durchgehen lassen. Es ist mir ein Rätsel, wie er zu guten Noten - und das in Massen! - kommt. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass er einfach so viel weiß, weil ihn so vieles interessiert.
Er guckt viele Dokumentationen und Reportagen, liest viele Bücher und kann sich einfach alles merken. Er bekommt in Geschichte ein Thema vorgesetzt und kann dazu Hintergrundgeschichten erzählen, die nicht mal der Lehrer weiß, die aber trotzdem stimmen. Und dann sind wieder alle überrascht und gerade deshalb, weil die Lehrer so überrascht sind, können sie gar nicht anders, als ihm 15 Punkte einzutragen. Und so meistert er sein Abi, ohne wirklich viel Stress.
Ich habe mehr Stress, weil mir eben nicht alles so zufällt wie ihm. Tobi hilft mir immer mit meinen Hausaufgaben, Mathe und Physik zumindest. Wirtschaft machen wir grundsätzlich zusammen, Sozi auch, bei Reli und Französisch kann er mir nicht helfen, aber das braucht er auch nicht. Wir lernen auch immer zusammen, die Fächer, die wir zusammen haben, logischerweise. Praktischerweise sind das die ganzen Lernfächer.


Er ist so wundervoll, weil er so viel für mich tut. Ich bleibe heute Nacht bei ihm, denn meine Mama hat sowieso Nachtschicht.
Ich versuche immer, Mama nicht alleine zu lassen, deshalb wird bei mir geschlafen, wenn sie da ist. Oder auch nicht da ist, dann ist es im Prinzip egal. Wobei wir es natürlich so machen, dass Tobis Familie auch noch etwas von ihm hat. Ich bin nicht besitzergreifend ;)
Ich bleibe niemals weg, wenn Mama nachmittags oder abends nicht mehr arbeiten muss. Sie ist selten zu Hause, weil ihr Schichtsystem sehr streng ist. Wir sehen uns eigentlich nicht besonders oft. Das war schon immer so. Ich bin extrem zur Selbstständigkeit erzogen worden. Und das hat sich ausgezahlt. Ich brauche meine Mama als Mensch, aber theoretisch nicht mehr zum täglichen Leben. Das würde ich auch alleine auf die Reihe bekommen.
Mindestens einmal pro Monat machen wir einen Mama-Tochter-Tag. Da hat dann sogar Tobi Sendepause. Das versteht er aber auch. An solchen Tagen arbeitet Mama meistens nur vormittags und ich habe für den nächsten Tag nichts für die Schule zu tun und auch mal kein Tanztraining. Am besten eignen sich dafür natürlich die Ferien, aber die sind nun mal nicht jeden Monat. Deswegen machen wir das auch nur einmal im Monat, denn beides zusammen kommt nicht sehr oft vor, gerade jetzt, wo ich einen neuen Tanzkurs übernommen habe.
Mama und ich kochen dann was zusammen, quatschen, gucken Filme an oder fahren irgendwo hin.
Meine Mama ist oft unglücklich. Sie hatte noch eine viel schwerere Vergangenheit gehabt als ich (ich habe meine Lebensgeschichte hier schon mal aufgeschrieben). Deshalb mag ich sie nicht gerne alleine lassen. Ich denke bereits darüber nach, wie das werden soll, wenn ich irgendwann einmal ausziehe. So weit weg ist das nicht mehr. Denn früher oder später ziehen Tobi und ich zusammen, das steht schon seit Ewigkeiten fest. Hoffentlich findet Mama bis dahin auch jemanden, der sie liebt und den sie lieben kann.

Mir fällt auf, ich schulde Euch noch den nächsten Film. Sogar noch mehrere. Es stehen zur Auswahl:
  • "Die fabelhafte Welt der Amélie"
  • "Bandits"
  • "Die unendliche Geschichte"
  • "Wo dein Herz schlägt" ...oder...
  • "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"
Mal gucken, wonach mir beim nächsten Mal ist.
Das mit den Bildern mach ich immer mal zwischendurch, Klamotten, Bücher und Musik auch. Bald sind ja Ferien, da dürfte sich die Zeit dafür finden.


Bis zum nächsten Mal, morgen ist erst mal als Motto "Stars und Sternchen" dran. Mein Kostüm: Lady GaGa - ich habe nämlich so eine Schleifenperücke zu Hause, ihre berühmte Teetasse und irgendetwas beklopptes zum Anziehen lässt sich auch finden :)
Ich mag Lady GaGa nicht, nur ihre Stimme kann ich einigermaßen ertragen, aber darum geht es ja nicht.
Und was macht Tobi? Er wollte zuerst nicht, aber ich habe ihn überredet, denn mitmachen ist für den gesamten Jahrgang Pflicht! Jetzt ist er morgen Michael Jackson: Tennissocken, ein weißer Handschuh, schwarzer Anzug, Hut und Moonwalk (...den Tobi sogar kann!).
Morgen Schlagzeile in der BILD:

Michael Jackson ist in einer Beziehung mit Lady GaGa!

Selbst wenn Jacko noch leben würde, wäre ich mir nicht so sicher, ob ihm das passen würde. Aber das kommt in unsere Abizeitung! Und da braucht Tobi ... äh ... Michael auch gar nicht diskutieren ;)

Eine Pflanze braucht Sonne, um Pflanze zu werden. Ein Mensch braucht Liebe, um Mensch zu werden.

Bis bald, gros bisous!
Eure Eileen

Freitag, 16. März 2012

Diese Stimme, die schreit: "Versagerin!"

Coucou, meine Lieben!

Das Beten hat nichts genützt. Meine Mathelehrerin war gestern da und natürlich haben wir den Test geschrieben, unsinnigerweise, denn eigentlich hat die gesamte Klasse schon genug Noten. Aber vielleicht legen es einige ja darauf an, anderen zu schaden. Ich stelle mir oft vor, wie viele Lehrer zu Hause sitzen und sich schadenfroh die Hände reiben über das grauenvolle Schicksal, das der 0-8-15-Schüler mal wieder erleiden muss.
Ich habe für den Mathetest wie wild mit Tobi gelernt, er kann das echt gut, er hat 12 Punkte in seiner Klausur geschrieben. Und er kann mir das auch gut erklären, besser als meine Mathelehrerin jedenfalls. Aber ich war trotzdem total unsicher. Die Aufgaben waren ziemlich dämlich, wir durften außerdem keinen CAS benutzen, sondern mussten das Ganze auch noch zu Fuß ausrechnen, das überfordert mich immer total. Es hat also wieder nichts genützt. Selbst der kleine Glücksbringer, den Tobi mir gegeben hatte, half nicht viel. Oje.

Ich bin aber auch eine Versagerin.

Meine Vergangenheit hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Wie wahr, wie wahr.
Ich bin eine Versagerin. Das Wort scheint auf ewig eingebrannt in meinem Kopf zu sein. Und ich kriege es da nicht mehr raus. Mein Leben lang habe ich es gehört und es selbst gelebt, denn wie soll ein kleines dummes Mädchen begreifen, was richtig und was falsch ist, wenn es seiner Umgebung nicht trauen kann?
Ich verachte die Zeit in L. Ich denke, das kann man schon aus früheren Posts herauslesen. Sie ist prägend für mein weiteres Leben, aber ich verachte sie abgrundtief. Denn sie hatte niemals etwas Gutes für mich übrig. Deshalb glaube ich auch nicht an Gott, denn er ist für mich noch nie dagewesen. Und das, obwohl ich eigentlich evangelisch bin und konfirmiert wurde.
Man sagt ja, man sollte niemals etwas bereuen, wenn man in diesem Moment glücklich gewesen ist. Ich war in L. aber nicht glücklich. Deshalb verachte ich es. Bereuen kann ich es nicht, denn das würde für mich bedeuten, als ob ich meiner Mama die Schuld dafür gebe, und das wäre sehr unfair dem gegenüber, was sie alles für mich tut.

Gestern hatte ich außerdem Sport. Es war extrem anstrengend und eigentlich auch total brutal, unser Sportlehrer ist ziemlich ruppig.
Ich habe mit Tobi Sport und zurzeit machen wir im Semester Hockey. Gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingssportarten. Ich habe es nur genommen, weil ich nicht Athletik machen wollte. Tobi und ich machen in Sport alles, was paarweise gemacht werden muss, zusammen, das macht das Ganze ein bisschen erträglicher. Er hilft mir, denn wenn ich etwas nicht besonders mag, bin ich automatisch nicht besonders gut drin. Das war schon immer so.
Wir hatten heute schon wieder Leistungskontrolle, die bombardieren uns mit Noten. Es ging heute um etwas, das man nicht üben kann. Entweder man kann es oder man kann es nicht. Ich habe 8 Punkte und bin im Prinzip sehr zufrieden damit. Damit kann ich nach Hause gehen.
8 Punkte sind die goldene Mitte, nicht wirklich gut, aber okay. Mehr brauche ich in Hockey nicht, denn man muss da wirklich aufpassen, dass man den ganzen Spaß überlebt. Ist natürlich leicht übertrieben, aber nur leicht. Die Jungs finden Hockey natürlich große Klasse, endlich einmal nur draufhauen.


Aber den nächsten Film habe ich noch für Euch, den ich sehr liebe und immer wieder gerne gucke.

Grüne Tomaten

Ein wundervoller Film fürs Herz. Bei Youtube gibt es keinen brauchbaren Trailer, deshalb kann ich Euch nicht verlinken, aber man kann sich den gesamten Film auf deutsch ansehen. Ohne Sperrung, Wahnsinn. Ich weiß, ich war selbst sehr überrascht. Schaut Euch "Grüne Tomaten" doch einfach mal an ;)

Es geht um Selbstvertrauen, Freundschaft, Mut und Gerechtigkeit im Sinne von Rassismusbekämpfung.

Die Hausfrau Evelyn ist nur spärlich mit Selbstbewusstsein ausgestattet und außerdem am Anfang der Wechseljahre. Ihr Ehemann Ed nimmt sie kaum noch wahr, sie ist mit ihrer Ehe unglücklich und besucht sehr viele Beratungskurse, die ihr aber auch nicht weiter helfen.
Einmal pro Woche fahren Ed und Evelyn ins städtische Altersheim, um Eds Tante zu besuchen, die Evelyn aber niemals sehen will. Diese wartet immer ganz ruhig und artig im Aufenthaltsraum, wo sie sich eines Tages mit der Seniorin Ninny Threadgoode anfreundet, die ihr die Geschichte einer jungen Frau in den 1920er und 1930er Jahren (in Alabama und Georgia) erzählt.

Idgie Threadgoode ist ein eigenwilliges, stures und widerspenstiges Mädchen, das niemanden an sich heran lässt außer seinen großen Bruder Buddy. Dieser ist in die schöne Ruth Jamison verliebt. Auch Ruth hat Gefühle für ihn, doch noch bevor etwas daraus werden konnte, verunglückt Buddy bei einem Zugzusammenprall tödlich. Idgie ist am Boden zerstört und total verbittert. Sie schottet sich ab und erst nach Jahren gelingt es Ruth, eine innige Freundschaft zu ihr aufzubauen. Ruth ist immer die Bravere der Beiden, Idgie die Draufgängerin. Sie pokert stundenlang mit den Jungs aus dem örtlichen Club, trinkt Alkohol und angelt.
Bald darauf heiratet Ruth und zieht nach Georgia, wo Idgie sie Jahre später einmal besucht. Dort erfährt sie, dass Ruth von ihrem Ehemann Frank Bennett geschlagen wird. Nach dem Tod von Ruths Mutter ist Ruth bereit für ein neues Leben und schreibt Idgie. Diese, inzwischen überaus selbstbewusst, forsch und burschikos, rückt mit zwei Männern an und nimmt die schwangere Ruth kurzerhand mit. Gemeinsam betreiben sie in Alabama das "Wistle Stop Café", in dem es gebratene grüne Tomaten gibt. Sie müssen sich unter anderem gegen Rassismus wehren, da es einigen Stadtbewohnern nicht passt, dass Idgie und Ruth erstens Afroamerikaner bedienen und dass zweitens solche auch noch im Café arbeiten. Der Barbecue-Meister Big George und seine Familie gehören zu Idgies engsten Freunden und arbeiten auch im Café. Sie sind dunkelhäutig.
Außerdem kreuzt auch Frank Bennett auf, der Ruth das Kind wieder wegnehmen will, welches sie Buddy genannt hat. Nach seinem Auftauchen ist er spurlos verschwunden. Ein Sheriff sieht sich vor Ort um, um Spuren zu finden. Als man Frank Bennetts Auto aus dem Fluss zieht, wird Idgie Threadgoode wegen Mordes an Frank Bennett angeklagt.
Bei der Gerichtsverhandlung wird Idgie freigesprochen. Sie bekam unerwartet Hilfe vom Pfarrer, der bei einem Meineid nicht auf eine Bibel, sondern verborgen auf eine Ausgabe von Moby Dick schwört.
Ruth stirbt 1939 an Krebs, was ein bitterer Verlust für Idgie und Buddy jr. ist. Das Café schließt, "und im selben Moment hört das Herz der Stadt zu schlagen auf."

Im Laufe der Geschichte, die sich über eine längere Zeitspanne hinzieht, entwickelt Evelyn immer mehr Selbstbewusstsein. Sie sagt ihrem Mann ordentlich die Meinung, fängt wieder an zu arbeiten und wehrt sich. Ihr Vorbild ist Idgie, die unerschrocken ihren Weg geht.

Als Evelyn das nächste Mal ins Altersheim geht, erfährt sie, dass Ninny zurück nach Hause gegangen ist. Ninny wohnt in Wistle Stop, wo Evelyn hinfährt und Ninny mit zu sich und Ed nimmt. In Wistle Stop erzählt Ninny ihr den Rest der Geschichte, das, was wirklich passiert ist.

Der aggressive Ehemann Frank Bennett ist an jenem Abend, als er versuchte, Ruths Kind zu stehlen, von der afroamerikanischen Köchin Sipsey mit einer gusseisernen Bratpfanne erschlagen worden. Big George verarbeitet die Leiche schließlich zu Barbecue, welches auch der Sheriff lobt. Idgie lenkte den Mordverdacht auf sich, um die Köchin zu schützen, welche vor Gericht mit der Konstellation "Täter schwarz, Opfer weiß" keine Chance gehabt hätte.

Ninny und Evelyn stehen zusammen vor Ruths Grab, wo Idgie, die heute noch lebt, einen kleinen Zettel hinterlassen hat. Oft könnte man denken, dass Ninny eventuell Idgie sei, aber sie ist nur eine Schwägerin von ihr. Das Ende ist offen.

"Weißt du, wir hatten hier mal einen wunderschönen See. Darin konnte man baden und wir haben hier geangelt. Dann, eines Abends im November passierte etwas ganz Eigenartiges. Es landete ein Schwarm Enten direkt auf dem See. Und plötzlich fiel die Temperatur so stark, dass der gesamte See mir nichts, dir nichts zufror. Da flogen die Enten wieder weg und haben den See mitgenommen. Und jetzt liegt er irgendwo in Georgia."
Buddy Threadgoode


Das war's. Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Morgen ist Tanzaufführung, deshalb werde ich heute mal früher als sonst ins Bett gehen. Außerdem kommt Tobi nachher noch von der Arbeit und schläft bei mir :)

Also gute Nacht, Ihr Lieben!
Eileen

Mittwoch, 14. März 2012

Das wirklich Wichtige siehst du mit dem Herzen, nicht mit den Augen

Coucou!

Heute war ein guter Tag. Die drei zweitschönsten Worte der Welt: Mathe fällt aus. Unsere Mathelehrerin ist krank. Ich hoffe, nein, ich bete, dass sie es morgen immer noch ist, dann müssen wir den Test nicht schreiben.
Und Religion hatte ich heute auch nicht. Dafür waren D. und ich bei Anne, also seiner Freundin und P., einem durchgeknallten, aber dennoch sehr liebenswerten Mitschüler aus meiner Klasse im Unterricht. Unser Religionslehrer hatte den beiden nämlich aufgetragen, Unterricht für ihn zu machen, einfach mal so. Ich persönlich finde das etwas grenzwertig, denn wer ist hier der Lehrer? Egal, D., Anne, P. und ich hatten trotzdem sehr viel Spaß.
Es war eine siebte Klasse und sie haben das Thema Mobbing behandelt. Wie ein Seminar. Es war total toll, was die Beiden da auf die Beine gestellt haben und die Kleinen haben auch sehr gut mitgemacht.
Um die Siebtklässler bei Laune zu halten, gab es Kekse, immerhin waren sie bestechlich. Aber macht ja nichts, sie haben definitiv etwas aus dieser Unterrichtseinheit mitgenommen, was ja auch bestimmt das Ziel von Anne und P. gewesen ist.


Später hatte ich noch Tanzschule. Zuerst selbst Training und dann noch mit den Kleinen üben. Wie jeden Mittwoch holt Tobi mich abends, wenn ich dann fertig bin, ab. Die Mädels kennen ihn auch schon. Die sind alle 10 und 11 Jahre alt, Anfang der Pubertät. Das ist manchmal ziemlich anstrengend, macht aber auch sehr viel Spaß. Sie haben sehr viel Elan und wollen unbedingt tanzen lernen. So funktioniert das natürlich sehr gut.
Als ich heute selber Tanztraining hatte, war Ulli mal wieder dabei. Das wusste ich vorher nicht, deshalb war es eine ziemlich große Überraschung. Wir hatten sehr viel Spaß miteinander. Ulli war lange nicht da gewesen und musste erst mal wieder ein bisschen aufholen, denn inzwischen haben wir eine neue Choreo angefangen. Sie tanzt gerne, aber nicht so entschlossen, akribisch und leidenschaftlich wie ich. Ich tanze, weil ich dadurch lerne, mit mir selbst klarzukommen und weil es einfach wunderschön ist, wenn man das Gefühl hat, fliegen zu können. Ulli tanzt, weil sie einfach mal Lust drauf hat.
Wir tanzen alles außer Ballett. Das mag ich nicht, ich bin kein Püppchen. Hauptsächlich kann man das, was wir machen als Streetdance bezeichnen, aber in abstrakter Form. Ab und zu habe ich aber auch Trainingseinheiten mit klassischen Tänzen wie Walzer, Salsa oder auch Tango. Macht mir nichts aus, Hauptsache tanzen :)

Neue Bilder!




Es ist zwar schon sehr spät, aber ich nehme mir jetzt die Zeit für die erste Filmvorstellung. Mein absoluter Lieblingsfilm seit 10 Jahren, das muss einfach sein.

Ich kenne diesen Film in- und auswendig, muss aber jedes Mal immer wieder heulen. Meine Mama und ich, wir gucken uns den oft zusammen an. Sie meint immer, dass man, wenn man bei diesem Film nicht weinen muss, entweder kein Herz hat oder den Film gar nicht erst versteht. Und da scheint etwas dran zu sein, denn ich habe mal heimlich Mäuschen gespielt und beobachtet: auch Tobi hatte Tränen in den Augen, R. und S. haben eine ganze Taschentücherpackung verbraucht.

Es ist ein Zeichentrickfilm, ein ziemlich schöner, gerade deshalb muss man ja weinen, denn eigentlich ist er nicht besonders traurig. Er hat ein Happy End.

Spirit, der wilde Mustang

Wie sehr ich diesen Film liebe. Es ist ein Pferdefilm, ja. Ich bin früher, als ich kleiner war, mal geritten, ich mag Pferde auch, aber ich bin nicht völlig verrückt danach. Das war wohl eher diese typische Kleine-Mädchen-Phase, in der sich alle Mädels ein eigenes Pferd gewünscht haben. Ich hatte diese Phase auch. Das Einzige, was davon noch übrig geblieben ist, ist dieser Film. Und er wird auch nie ganz verschwinden.


Es geht um den jungen Mustang Spirit, der unbeschwert und wild in der amerikanischen Prärie aufwächst. Als er erwachsen ist, tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und wird der Anführer der Herde von Cimarron. Eines Tages trifft er auf Menschen, amerikanische Soldaten, die ihn gefangen nehmen und in ihr Lager bringen, wo Spirit gezähmt werden soll. Alle Versuche, das stolze Tier zu bändigen, schlagen fehl.
Ein junger Lakota-Krieger mit dem Namen Little Creek wird von den Soldaten ebenfalls gefangen gehalten. Mit ihm gelingt Spirit die Flucht und freundet sich nach einer Weile mit ihm an. Zuerst bringt der Indianer Spirit aber in sein Dorf und versucht, ihn ebenfalls zu zähmen, womit Spirit nicht einverstanden ist. Er verliebt sich in die Little Creek's Mustangstute Rain, weshalb er hin- und hergerissen zwischen Heimat und dem Indianerdorf ist.
Little Creek merkt, dass er Spirit nicht zähmen kann und will ihn frei lassen. Doch dann tauchen die Soldaten wieder auf, die das ganze Dort verwüsten. Rain wird lebensgefährlich verletzt, Spirit rettet Little Creek das Leben und wird erneut gefangen genommen. Little Creek beschließt, nun auch das Gleiche für seinen Freund zu tun und geht den Soldaten hinterher. Er schafft es, Spirit zu befreien und lässt ihn schweren Herzens zusammen mit Rain nach Hause in seine Heimat ziehen.

Ich musste jetzt sogar schon weinen, als ich das aufgeschrieben habe. Es ist wirklich ein sehr schöner Film, er war 2002 sogar schon für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert, konnte sich aber nicht gegen Chihiros Reise ins Zauberland durchsetzen. Der Regisseur ist Jeffrey Katzenberg, der auch schon mit den Shrek-Filmen großen Erfolg hatte.
Im Film sprechen nur die Menschen, die Gefühle der Pferde und auch anderen Tiere werden durch Mimik, Gestik und Geräusche vermittelt. Nur Spirits Gedanken werden ab und zu noch dazu gesprochen, sehr kraftvoll und authentisch. Die Musik spielt auch eine entscheidende Rolle, sie ist ebenfalls Träger von Spirits Gefühlen. Im englischen Original werden die Lieder von Brian Adams gesungen, die deutsche Variante von Harmut Engler (Sänger von PUR). Die englischen Lieder sind wundervoll, Brian Adams hat so eine geile Stimme, aber H. Engler macht schon einen ganz guten Job ;)

Es ist einer dieser Filme, die ich mir jeden Tag angucken könnte. Ohne Schokolade und Taschentücher läuft da nichts, mindestens einmal pro Monat ist er Pflichtprogramm. Er berührt mich, weil er so viel aussagt.

Man kann alles schaffen, wenn man nur will. Man ist stark genug dafür. Man muss nur Selbstvertrauen haben und an sich glauben. Man darf nicht auf andere hören. Das Einzige, worauf man hören sollte, ist das eigene Herz, es weist einem den Weg. Es zeigt einem die verborgene Stärke, die man sein ganzes Leben lang sucht.

Und deshalb liebe ich diesen Film :)


Demnächst geht's dann weiter, vielen Dank. Jetzt muss ich nur noch aufhören zu weinen ;)

Bis bald, Eure Eileen :)