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Donnerstag, 6. Februar 2014

Neustart.

Coucou!

Es ist so seltsam, dass das erste Semester schon vorbei ist, mir kommt es vor, als wäre ich gestern aus Spanien zurückgekommen. Wie auch immer, unsere Prüfungszeit ist bald vorbei, dann haben wir ein bisschen mehr Zeit für Dinge, die uns etwas bedeuten. Ich werde in den Semesterferien definitiv nach Litauen fahren, denn wenn ich nicht irgendwann anfange, schaff ich es nicht, alle, die ich wiedersehen möchte, zu besuchen. Romy fährt Ende März zwei Wochen nach Italien, voll schön. Wir müssen einfach mal sehen, wie wir es schaffen, das hier zusammen durchzuziehen.
Man sollte sich keine Gedanken machen, man sollte einfach anfangen. Scheißegal, dass wir keine Ahnung von Technik und wenig Zeit haben, völlig unwichtig, dass wir uns eigentlich überhaupt keinen Stress machen. Romy hat ihr Manuskript an einen Verlag geschickt und arbeitet jetzt ganz viel dafür, dass hoffentlich ihr Buch bald erscheinen kann, neben dem ganzen Lernstress. Dennoch wollen wir bloggen. Über Mode, Bücher, Reisen, Tanzen, unser Leben. Cheers!

Eileen

Freitag, 24. Januar 2014

Andenken.

Coucou,

wisst ihr, man tut Sachen und weiß danach nicht, warum. Man möchte Dinge und kann sie trotzdem nicht erreichen, weil das Schicksal es nicht gut mit einem meint. Dieser Blog war mein Baby. Mein persönliches Tagebuch, in das ich alles hineinschreiben konnte, was ich wollte. Völlig anonym und unverfroren konnte ich die Eileen sein, die ich bin. Das kann ich auch immer noch, mein Baby ist noch da. Aber irgendwas ist anders. Ich habe auch drüber nachgedacht, ob ich mein Marmeladenglas löschen sollte, mich dann aber dagegen entschieden.

Es ist ein Dreivierteljahr her, als man zum letzten Mal was von mir gehört hat. Ich lebe noch, das mal zum Anfang. Und es geht mir gut. In meinem Leben hat sich nicht viel verändert und gleichzeitig hat sich alles verändert. Ich würde sagen, ich bin erwachsener geworden. Ich bin immer noch mit meinem Freund Tobi zusammen und immer noch die Verrückte, die am liebsten den ganzen Tag in der Tanzschule verbringt. Das hat sich also nicht geändert.

Vor einem Dreivierteljahr befand ich mich gerade in Rumänien. Harter Job. Wenn ich so drüber nachdenke, waren alle unsere Freiwilligendienste (Work&Travel) harte Jobs, aber wir sind froh, dass wir sie erleben durften. Was ist dann passiert?



Nach den drei Wochen in Rumänien hatten wir erst mal eine Auszeit von zwei Wochen, die wir zu Hause in Deutschland verbracht haben. Es war wunderschön, so nach fast einem Jahr in der weiten Welt endlich mal wieder nach Hause zu kommen. In diesen zwei Wochen habe ich mir selbst auch strengstens verboten, irgendwas anderes zu machen als zu verarbeiten. Ich habe nichts geschrieben, ich habe nur nachgedacht. Ich bin viel tanzen gegangen, um mich zu beruhigen. Außerdem haben Tobi und ich uns die Mammutaufgabe gestellt, allen lieben Menschen, bei denen wir in gesamt Europa Zeit verbringen durften, ein Dankeschön zu schicken, das hat dann auch die vollsten zwei Wochen in Anspruch genommen. Tobi ist den lieben, langen Tag durch die Gegend gefahren und hat Geschenke gekauft und ich saß zu Hause und habe in mehreren Sprachen Briefe verfasst, Videos von uns beiden geschnitten, die Geschenke eingepackt und Fotos entwickeln lassen. Abends haben Tobi und ich uns dann immer hingesetzt, die Videos gedreht und uns Gedanken gemacht, wem wir was schicken könnten. Es war eine riesengroße Arbeit und hat uns viel Geld, Zeit und Nerven gekostet, aber das war es wirklich wert!

Von einigen bekamen wir dann auch ziemlich bald darauf eine Antwort, wir müssten sie besuchen kommen und wären jederzeit herzlich willkommen, aber das habe ich schon alles nicht mehr mitbekommen, denn für mich ging es nach den zwei Wochen vier Monate nach Valencia, Spanien. Neben meiner eigentlichen Arbeit in einem Kinderheim habe ich dort auch meine ehemalige Gastfamilie und unsere Schule, in der wir gearbeitet haben, besucht. Und natürlich auch die Tanzschule von damals, in der ich in jeder freien Minuten zu finden war. Sie haben mir dort Flamenco beigebracht, wofür ich sehr dankbar bin. Das sieht leichter aus als es ist und kostet einen sehr viel Übung und Körperbeherrschung.

Auch in Spanien habe ich keinen einzigen Tag gebloggt und ich muss gestehen, ich habe es nicht vermisst. Ich habe dort ein klein wenig die Mentalität der Spanier angenommen. Feuer im Blut, aber Ruhe in der Seele. Ich war dort so ausgeglichen wie noch nirgendwo anders, mir hat es an nichts gefehlt, abgesehen von Tobi, der in Deutschland geblieben ist und die vier Monate noch gearbeitet hat. Es ging mir dort gut, obwohl bei mir zu Hause die Welt zusammen gebrochen ist. Das Schicksal ist eben gnadenlos und schlägt manchmal liebend gerne zu.

Es war gerade die Hälfte von meinem Spanienaufenthalt um, als mich ein Anruf aus Deutschland erreichte: „Ihre Mutter wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Es geht ihr sehr schlecht. Ist es Ihnen möglich, herzukommen?“ – „Was ist passiert?“ Aber eigentlich wollte ich es gar nicht wissen, denn mein Verdacht bestätigte sich auch noch. Unsere Vergangenheit hat uns eingeholt. Meine Mama konnte nicht mehr. Natürlich musste ich zu ihr, ich muss immer bei ihr sein, wenn etwas ist, wir brauchen uns gegenseitig. Es gab nichts zu diskutieren, ich bin zurück nach Deutschland und war für sie da. Und sie für mich. Und Tobi für uns. .
Auch in dieser schweren Zeit gab es keine verfügbaren Nerven für mein Baby, ich wusste einfach nicht, was ich machen sollte, so weitermachen wie bisher kam mir zu banal vor. Dennoch bin ich wieder zurück nach Spanien gereist. Ich fühlte mich feige und egoistisch deswegen, aber ich habe meinen Freiwilligendienst mechanisch zuende geführt, mein Zertifikat bekommen und ab nach Hause. Es ging allen besser, aber die seelischen Narben bleiben. Auch meine.

Es war ursprünglich geplant, dass Tobi und ich zusammen in Rostock studieren. Aber als ich dann gerade frisch gebacken aus Spanien wiederkam, konnte ich Rostock nicht mehr sehen. Ich wollte weg von zu Hause und gleichzeitig auch meine Mama nicht alleine lassen, die mit mir jedoch ellenlange Diskussionen geführt hatte, dass ich mein Leben nicht aufgeben sollte, um ihres zu beschützen. Also sind Tobi und ich zusammen weggezogen, weit weg. Wir leben jetzt in Leipzig und studieren hier auch beide. Mein Studiengang hat keinen NC, also konnte ich nachträglich noch hineinrutschen, aber Tobi musste für seinen extrem kämpfen, hat es aber geschafft. Wir haben hier eine Wohnung gefunden, tolle neue Leute kennen gelernt und ich habe eine Tanzschule für mich entdeckt. Mein Studium macht mir Spaß, mit mir zusammen studiert Romy, und zwar genau das Gleiche, wir haben uns so kaputt gelacht, als wir uns im Vorlesungssaal zum ersten Mal gesehen haben. Ich habe Französisch, Spanisch und Italienisch – genau wie Romy auch. Ich wusste zwar, dass sie auch hier in Leipzig gelandet ist, aber bin trotzdem völlig gedankenversunken zur Vorlesung gegangen, um die Überraschung meines Lebens zu bekommen. Außerdem habe ich noch Rumänisch, voll gut, dann verlern ich wenigstens nicht sofort alles, was ich mir dort eingeprägt habe.

Da Romy und ich jetzt so ziemlich auf einen Haufen sind und uns jeden Tag sehen, haben wir beschlossen, unsere Babys zu verbinden, sie ist genauso eine Schreiberin wie ich. Sie hatte zwar bisher nie einen Blog, aber sie wird hier ab und zu ein paar Posts als Gastautorin verfassen. Wir haben uns natürlich einen ungünstigen Zeitpunkt für den Start ausgesucht, nächste Woche fangen unsere Prüfungen an und ich muss noch so viel lernen, aber in Angriff nehmen wollen wir das Ganze schon. Wir wollen diesen Blog, dieses Marmeladenglas zu zweit wieder aufleben lassen, ich will mein Baby nicht wegschmeißen. Und zu zweit ist vieles einfacher, dann muss ich nicht mehr ganz so viel Angst haben oder mich verstecken.
Romy ist ein bisschen offener als ich, wahrscheinlich wird sie der repräsentative Teil und ich der organisatorische. Wir wissen es noch nicht, wie wir das aufziehen wollen, aber wir möchte zu zweit etwas erreichen, was uns Spaß macht.

So viel von meiner Seite. Ich bin also nicht tot, sondern noch motivierter als vorher, etwas aus meinem Leben zu machen und nichts dem Zufall zu überlassen. Mein Name ist Eileen, ich lebe und ich bin glücklich.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Trauerweide.



Anne, du fehlst uns schrecklich!
Skype mit Sassi, Romy und Laura - neben deinem Namen wird das Symbol niemals wieder grün.

Freitag, 25. Januar 2013

Abschiedsgeflüster.

Coucou!

Nein! Nur noch knappe drei Tage im schönen Spanien, dann müssen wir weiter, nächste Etappe unserer kleinen Rundreise ist Zadar/Kroatien. Wahrscheinlich werde ich nach dieser einen Woche in Zadar wieder genau auf die gleiche Art herummaulen, dass ich doch eigentlich nicht weg möchte.
Vorgestern habe ich übrigens Romy getroffen, eine liebe Freundin, mit der ich zusammen zur Schule gegangen bin. Sie ist Halbspanierin und kommt ursprünglich aus Valencia. Ein paar Tage Urlaub in Deutschland hat sie genutzt, um ihre Familie zu besuchen, und da haben wir uns eben kurzfristig verabredet, damit man sich nicht aus den Augen verliert.
Mein Bericht (auf Spanisch) ist so gut wie fertig, meine Koffer hab ich allerdings noch kein bisschen angerührt. Ich meine, ich komm zwar wieder, wenn im März mein Freiwilligendienst beginnt, aber das dauert noch so lange. Ich muss dringend noch ein bisschen Gelassenheit lernen ;)



Ich habe übrigens meine Kamera in Deutschland vergessen.. Das ist so typisch Eileen, ich könnte mich selbst ohrfeigen. Ich vergesse zu viel, ich lebe mein Leben total zerstreut. Vielleicht mal eine Sache, die ich ändern sollte.

Nun gut, heute ist Abschiedsessen mit unseren ganzen Kindern aus der Grundschule. Ich könnte heulen, wenn ich denen allen Tschüss sagen müsste. Man gewöhnt sich mit der Zeit an so eine Arbeit und irgendwann möchte man nichts anderes mehr machen.
Und morgen Abend gibt es eine riesige Abschiedsparty mit allen Leuten, die wir hier kennen gelernt haben, außerdem darf ich morgen Nachmittag kostenlos ein paar Runden in einer Tanzschule drehen, nachdem ich neulich da war und die Chefin mich tanzen gesehen hat. Irgendwie bin ich schon ein bisschen stolz. Vor allem hat sie mir die Adresse ihrer Tanzschule und auch ihre private E-Mail-Adresse gegeben, ich soll ihr schreiben und ihr alles über meine tänzerische Laufbahn erzählen. Sie hat mir wieder einmal bewiesen: Ich bin die geborene Tänzerin, einfach, weil ich es liebe!

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 13. August 2012

Gedanken überschlagen sich, erschlagen mich.

Coucou!

Er ist weg. Ich fühle mich - ja, ich weiß nicht, wie ich mich fühle. Irgendwie ungewohnt. Eine Stunde muss ich noch warten, dann können wir skypen. Gestern Abend kam eine SMS, dass er gut angekommen ist und heute Morgen hat er mir viel Spaß für meinen Lehrgang gewünscht. Er ist bei mir, obwohl ich ihn nicht sehe, aber es ist seltsam.



Mein Tanzlehrgang ist hart, sehr hart sogar. Heute war erst der erste Tag und ich bin schon total kaputt, obwohl es auch viel Spaß macht. Die verlangen ganz schön viel von uns, aber wer in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München auftreten will, sollte schon etwas dafür tun. Wir müssen ganz viel trainieren. Und jeden Tag kommt mindestens ein neuer Tanz dazu, ich sitze hier gerade in einem Meer von Zetteln und versuche, mir alles zu merken und die Schritte nicht durcheinander zu bringen. Ziel ist klar - Auftritt. Wenn ich das geschafft habe, gibt es eine Akkreditierungsurkunde, eine Auszeichnung, ein bisschen Geld und ein Treffen mit Paula Abdul. Das wäre der Wahnsinn, deshalb trainiere ich wirklich wie eine Besessene ;-)



Hmm, was gibt es sonst noch Neues? Ich bekomme demnächst ein paar Produkte zum Testen zugeschickt, mal schauen, was das wird.
S. hat einen neuen Freund, den sie mir am Wochenende vorstellen möchte.
Ich werde in der nächsten Zeit wahrscheinlich besonders viel bloggen, da ich irgendetwas brauche, um mit Tobis Abwesenheit klarzukommen. Er hat mich auch gebeten, das zu tun, um trotzdem alles mitzubekommen, was um mich herum passiert, er ist der Einzige, der von meinem Blog weiß, er liest ihn. Also wird Euch Eileen noch mehr mit sinnfreiem Zeug zumüllen ;-)


Noch was Anderes, was ich Euch zeigen wollte:

Während meines Tanztrainingslagers waren wir ja in Leipzig in der Deutschen Nationalbibliothek (Ich + Bücher = <3). Dort gibt es eine sehr interessante Ausstellung "Von der Keilschrift bis zum Binärcode". Ich habe davon viele Fotos gemacht, aber am besten haben mir die Sprüche auf den umstehenden Säulen gefallen. Verzeiht dir Qualität, es sind nur Handybilder ;-)











Außerdem wollte ich Euch ja noch meine Geburtstagsgeschenke zeigen. Mittlerweile sind das so viele, dass ich die wahrscheinlich in mehreren Posts aufteilen muss, meine Hayopays sind echt verrückt. Ich sage ihnen jedes Jahr, dass sie um Gottes Willen nicht so einen riesigen Aufwand wegen meinem Geburtstag machen sollen, aber jedes Jahr wird das geflissentlich ignoriert, was soll man machen? ;-)
Dafür haben sie auch alle mal Geburtstag, da kann ich mich dann revanchieren :-)


Fangen wir mal an, das auseinander zu nehmen:

  • zwei Karten für das Tarzan-Musical in Hamburg (im Dezember): von Tobis Eltern. Ich liebe Musicals, vor allem wegen der Tänzer, da kann man viel lernen. Und den Disneyfilm Tarzan mag ich sowieso gerne.
  • einen Gutschein von Tobis Schwester V., dass sie mir in Zukunft immer die Haare bei wichtigen Veranstaltungen macht. Damit wäre meine Hochzeit schon mal gesichert ;-) Im Prinzip brauche ich nie wieder einen Frisör, denn fürs Spitzen schneiden hat sie sich auch schon bereit erklärt, super :-) Außerdem hat sie mir noch ein Parfüm geschenkt.
Es ist traumhaft!
  • meine allerbeste S. hat mir eine Collage gebastelt, die ich aber nicht zeigen werde, und zwar aus dem Grund, weil S. und ich beide nicht unser Gesicht im Internet zeigen wollen
  • Von meiner Mama bekam ich ein Fotoalbum für meine Romy-Momente und außerdem einen lange schon überfälligen Mutter-Tochter-Tag, wahrscheinlich sogar mehrmals. Mama ist Romy-Schneider-Fan und deshalb sammel ich "Romy-Momente". Das kann der Blumenladen von neulich sein oder das hier:
Insgesamt habe ich schon 38 Romy-Momente, Tendenz steigend :-)
  • J., mein bester Freund, will mit mir in den Heide-Park, übernächstes Wochenende. Nur wir beide, das kann was werden.
Die restlichen Geschenke kommen in den folgenden Posts irgendwann, ich muss mal gucken, wie ich das mach. Und das beste - nämlich das von Tobi - kommt sowieso zum Schluss ;-)
Jetzt war es das erst mal, Skype ruft!


Lots of Love,
Eure Eileen 

Sonntag, 5. August 2012

Eine tote Eileen kehrt nach Hause zurück ;)

Coucou!


Ganz ehrlich, ich bin wirklich tot, ich muss dringend ins Bett, was ich auch gleich mache.
Tanztrainingslager vorbei, schade. Zwei tolle Wochen. Jeden Tag tanzen. Es war schon anstrengend, weil man das einfach nicht gewöhnt ist, aber ich würde es trotzdem jederzeit wiederholen. Ich bin dann aber auch froh, wieder zu Hause zu sein und Tobi wiederzuhaben. Außerdem stellt man nach zwei Wochen fest: Im eigenen Bett ist es immer noch am schönsten ;-)


Wo ich eigentlich war, verrate ich nicht, es ist auf jeden Fall eine schöne Gegend ;-)
Wir haben dort in einem Schloss gewohnt, dass nicht mehr als solches genutzt wird, sondern eben als Trainingslager. Ich glaube, Fußballmannschaften waren auch schon da gewesen. Es war also ein riesengroßes Gelände, was in der ersten Zeit für mich nicht unbedingt vorteilhaft gewesen war, denn ich besitze 0 Orientierung :D
Internet gab es da auch nicht, sonst hätte ich mich zwischendurch schon mal gemeldet, ich hatte ja manchmal nicht mal Empfang und musste weite Wanderungen unternehmen, um mit Tobi telefonieren zu können.
Wir waren ungefähr 70 Leute, von der Hälfte hab ich die Namen schon wieder vergessen, und 30 Betreuer, wobei einige von diesen 70 Leuten, so wie ich, selbst eine Kindertanzgruppe hatten. Dadurch, dass ich nicht mehr nur Übungsleiterin, sondern schon richtige Trainerin bin, hatte ich doppelt zu tun. Ich hatte quasi meine eigenen Tanzstunden und danach gleich für meine Gruppe, die mir zugeteilt wurde. Das waren neun Mädels von 10 bis 13, total süß, nur mit den beiden 13-Jährigen gab es manchmal etwas Stress, weil die es nicht lassen konnten, so zu tun, als wären sie schon viel besser als die anderen. Und das ist nun mal eins der Dinge, die ich absolut nicht leiden kann.





Trainingslager heißt nun mal Trainingslager, mein Tagesablauf:
06.00 Uhr: aufstehen, fertig machen! Jeden Tag.
06.30 Uhr: eine halbe Stunde laufen. Dadurch, dass ich das bei mir regelmäßig mache, einmal um die Insel joggen, war das jetzt nicht so problematisch für mich, aber einige hatten echt zu kämpfen, so auf nüchternen Magen.
08.00 Uhr: Frühstück. 




Es waren immer fünf Leute eingeteilt, das Essen zu machen, bei drei Mahlzeiten am Tag war jeder mal dran. Außerdem hatte jeder mal die Aufgabe, Wäsche zu waschen oder sauber zu machen. Finde ich gerecht.
09.30 Uhr - 11.30 Uhr: erste Trainingseinheit für mich selbst. Tanzen, tanzen, tanzen! Am ersten Tag wurde erst mal geguckt, was wir überhaupt können, ich war mit den anderen sieben Mädels, die auch als Trainerin jeweils eine Tanzgruppe hatten, in einer Gruppe. Eine davon ging gar nicht, die anderen waren alle ziemlich nett, mit vielen hab ich jetzt immer noch Kontakt, es gibt ja Facebook ;-)
Jungs waren da auch ein paar, aber nur 17 - außerdem waren das alle bis auf drei Idioten :D
12.30 Uhr: Mittagessen. War meistens lecker, nur immer extrem viel.
14.00 Uhr - 17.00 Uhr: erste Trainingseinheit für meine eigene Tanzgruppe. Immer, wenn ich selbst Training hatte, hatten meine neun Mädels Theoriestunden. Die hatte ich auch, aber nicht mehr so viele, weil ich ja schon etwas länger tanze.
18.00 Uhr: Abendessen.
19.00 Uhr - 21.00 Uhr: zweite Trainingseinheit für mich selbst. Manchmal hatte ich eben auch Theoriestunden, dann haben wir neue Tänze und Choreos gelernt, manchmal waren es einfach auch nur sportliche Sachen, sowas wie Sprintübungen, Krafttraining oder so was. Das musste jeder auch machen. Sprinten kann ich gut, wie gesagt, Bronze beim letzten Wettkampf ;-), aber Kraft hab ich nicht viel, das war anstrengend.
Manchmal hatte ich auch nur ein Training am Tag, die restliche Zeit sollte ich dann nutzen, um mir neue Ideen, Tänze und Choreos für meine Tanzgruppe auszudenken. Die Zeit hatte ich dafür auch gebraucht. Also musste Tobi ganz schön leiden, weil ich wirklich so wenig Zeit hatte. Wir haben eher SMS geschrieben, den ganzen Tag. Immer mal zwischendurch. Manchmal habe ich sogar beim Essen fix getippt.
Schlafen gehen konnte jeder im Prinzip, wann er wollte. Wenn man aber am nächsten Tag um 6 nicht aus dem Bett kam, hatte das Konsequenzen sowie Ausschluss vom ersten Wettkampf oder so. Ich war spätesten 23.00 Uhr verschwunden, nach dem Telefonieren mit Tobi oder meiner Mama ;-)



Manchmal hatten wir auch gar kein Training, sondern haben alle zusammen Ausflüge gemacht wie zum Beispiel nach Leipzig in die Deutsche Nationalbibliothek oder in den Heide-Park. Ganz besonders gefreut hab ich mich, dass wir nach Moritzburg zum Schloss gefahren sind, wo sie 'drei Haselnüsse für Aschenbrödel' gedreht haben, wie ich diesen Film liebe!




Wetter war leider nicht so toll, aber ein schönes Schloss ist es schon. Im Winter muss ich da dringend noch mal hin, denn  dann ist die 'Aschenbrödel'-Ausstellung.



Die Treppe, auf der sie
ihren Schuh verloren hat!


















Süßer Blumenladen für meine Mama - R.I.P Romy Schneider!

Von der Deutschen Nationalbibliothek hab ich noch mehr Bilder gemacht, die kommen eventuell, wenn ich wieder hergestellt bin ;-)
Ob ich die anderen alle von den zwei Wochen veröffentliche, weiß ich noch nicht.


Gute Nacht und Lots of Love,
Eure Eileen

Mittwoch, 13. Juni 2012

R.I.P Romy Schneider!

Coucou!


Ich habe heute mal ein uraltes Foto für Euch, es ist schon fast vier Jahre alt. Dementsprechend schlecht ist es auch, denn vor vier Jahren hatte ich noch keine Ahnung, wie wunderschön Fotografie ist.
Meine Mutter ist riesiger Romy-Schneider-Fan.



In Hamburg war eine Ausstellung. Ich weiß nicht, ob es sie immer noch gibt. Aber sie ist wirklich schön. Irgendwie ist es traurig, dass diese fantastische Schauspielerin schon so früh sterben musste. R.I.P.

Morgen bekommen wir unsere gesamten Abi-Ergebnisse, da seh ich die 1,9 dann noch mal auf dem Papier, ich könnte feiern, so happy bin ich! Morgen treff ich mich außerdem mit S., mal wieder einen Best-Friends-Tag, wichtig, wichtig! Wir machen uns dann mal wieder 'n Bunten ;)


Lots of Love,
Eure Eileen 

Freitag, 10. Februar 2012

Romy.

Eine weitere, sehr tolle Freundin von mir. Romy ist Halbspanierin, lebt aber schon sehr lange in Deutschland. Ich liebe es, mit ihr auf dem Boden zu liegen und zu lachen, so dass alle denken, wir wären betrunken. Sie ist eine herzensgute Seele. Ihren Namen verdankt sie der Leidenschaft ihrer Mutter für die Schauspielerin Romy Schneider, die auch meine Mama ganz toll findet. Ich irgendwie auch, schon immer. "Meine" Romy ist allerdings tausendmal besser. Man kann mit ihr über alles reden und ihr vertrauen. Und für Vertrauen gibt es nun mal kein Fundbüro.
Ich liebe Romy, weil sie immer einen Ausweg weiß, nie den Kopf hängen lässt und weil sie immer alles versucht und alles gibt, weil sie kämpft. Ihr Leben ist nicht leichter als meins, aber sie gibt niemals auf. Und dafür bewundere ich sie. Sie macht mein Leben bunter, denn ihr Optimismus, ihre fröhliche und feurige Art und ihr munteres Lachen sind mehr als ansteckend.