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Freitag, 24. Januar 2014

Andenken.

Coucou,

wisst ihr, man tut Sachen und weiß danach nicht, warum. Man möchte Dinge und kann sie trotzdem nicht erreichen, weil das Schicksal es nicht gut mit einem meint. Dieser Blog war mein Baby. Mein persönliches Tagebuch, in das ich alles hineinschreiben konnte, was ich wollte. Völlig anonym und unverfroren konnte ich die Eileen sein, die ich bin. Das kann ich auch immer noch, mein Baby ist noch da. Aber irgendwas ist anders. Ich habe auch drüber nachgedacht, ob ich mein Marmeladenglas löschen sollte, mich dann aber dagegen entschieden.

Es ist ein Dreivierteljahr her, als man zum letzten Mal was von mir gehört hat. Ich lebe noch, das mal zum Anfang. Und es geht mir gut. In meinem Leben hat sich nicht viel verändert und gleichzeitig hat sich alles verändert. Ich würde sagen, ich bin erwachsener geworden. Ich bin immer noch mit meinem Freund Tobi zusammen und immer noch die Verrückte, die am liebsten den ganzen Tag in der Tanzschule verbringt. Das hat sich also nicht geändert.

Vor einem Dreivierteljahr befand ich mich gerade in Rumänien. Harter Job. Wenn ich so drüber nachdenke, waren alle unsere Freiwilligendienste (Work&Travel) harte Jobs, aber wir sind froh, dass wir sie erleben durften. Was ist dann passiert?



Nach den drei Wochen in Rumänien hatten wir erst mal eine Auszeit von zwei Wochen, die wir zu Hause in Deutschland verbracht haben. Es war wunderschön, so nach fast einem Jahr in der weiten Welt endlich mal wieder nach Hause zu kommen. In diesen zwei Wochen habe ich mir selbst auch strengstens verboten, irgendwas anderes zu machen als zu verarbeiten. Ich habe nichts geschrieben, ich habe nur nachgedacht. Ich bin viel tanzen gegangen, um mich zu beruhigen. Außerdem haben Tobi und ich uns die Mammutaufgabe gestellt, allen lieben Menschen, bei denen wir in gesamt Europa Zeit verbringen durften, ein Dankeschön zu schicken, das hat dann auch die vollsten zwei Wochen in Anspruch genommen. Tobi ist den lieben, langen Tag durch die Gegend gefahren und hat Geschenke gekauft und ich saß zu Hause und habe in mehreren Sprachen Briefe verfasst, Videos von uns beiden geschnitten, die Geschenke eingepackt und Fotos entwickeln lassen. Abends haben Tobi und ich uns dann immer hingesetzt, die Videos gedreht und uns Gedanken gemacht, wem wir was schicken könnten. Es war eine riesengroße Arbeit und hat uns viel Geld, Zeit und Nerven gekostet, aber das war es wirklich wert!

Von einigen bekamen wir dann auch ziemlich bald darauf eine Antwort, wir müssten sie besuchen kommen und wären jederzeit herzlich willkommen, aber das habe ich schon alles nicht mehr mitbekommen, denn für mich ging es nach den zwei Wochen vier Monate nach Valencia, Spanien. Neben meiner eigentlichen Arbeit in einem Kinderheim habe ich dort auch meine ehemalige Gastfamilie und unsere Schule, in der wir gearbeitet haben, besucht. Und natürlich auch die Tanzschule von damals, in der ich in jeder freien Minuten zu finden war. Sie haben mir dort Flamenco beigebracht, wofür ich sehr dankbar bin. Das sieht leichter aus als es ist und kostet einen sehr viel Übung und Körperbeherrschung.

Auch in Spanien habe ich keinen einzigen Tag gebloggt und ich muss gestehen, ich habe es nicht vermisst. Ich habe dort ein klein wenig die Mentalität der Spanier angenommen. Feuer im Blut, aber Ruhe in der Seele. Ich war dort so ausgeglichen wie noch nirgendwo anders, mir hat es an nichts gefehlt, abgesehen von Tobi, der in Deutschland geblieben ist und die vier Monate noch gearbeitet hat. Es ging mir dort gut, obwohl bei mir zu Hause die Welt zusammen gebrochen ist. Das Schicksal ist eben gnadenlos und schlägt manchmal liebend gerne zu.

Es war gerade die Hälfte von meinem Spanienaufenthalt um, als mich ein Anruf aus Deutschland erreichte: „Ihre Mutter wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Es geht ihr sehr schlecht. Ist es Ihnen möglich, herzukommen?“ – „Was ist passiert?“ Aber eigentlich wollte ich es gar nicht wissen, denn mein Verdacht bestätigte sich auch noch. Unsere Vergangenheit hat uns eingeholt. Meine Mama konnte nicht mehr. Natürlich musste ich zu ihr, ich muss immer bei ihr sein, wenn etwas ist, wir brauchen uns gegenseitig. Es gab nichts zu diskutieren, ich bin zurück nach Deutschland und war für sie da. Und sie für mich. Und Tobi für uns. .
Auch in dieser schweren Zeit gab es keine verfügbaren Nerven für mein Baby, ich wusste einfach nicht, was ich machen sollte, so weitermachen wie bisher kam mir zu banal vor. Dennoch bin ich wieder zurück nach Spanien gereist. Ich fühlte mich feige und egoistisch deswegen, aber ich habe meinen Freiwilligendienst mechanisch zuende geführt, mein Zertifikat bekommen und ab nach Hause. Es ging allen besser, aber die seelischen Narben bleiben. Auch meine.

Es war ursprünglich geplant, dass Tobi und ich zusammen in Rostock studieren. Aber als ich dann gerade frisch gebacken aus Spanien wiederkam, konnte ich Rostock nicht mehr sehen. Ich wollte weg von zu Hause und gleichzeitig auch meine Mama nicht alleine lassen, die mit mir jedoch ellenlange Diskussionen geführt hatte, dass ich mein Leben nicht aufgeben sollte, um ihres zu beschützen. Also sind Tobi und ich zusammen weggezogen, weit weg. Wir leben jetzt in Leipzig und studieren hier auch beide. Mein Studiengang hat keinen NC, also konnte ich nachträglich noch hineinrutschen, aber Tobi musste für seinen extrem kämpfen, hat es aber geschafft. Wir haben hier eine Wohnung gefunden, tolle neue Leute kennen gelernt und ich habe eine Tanzschule für mich entdeckt. Mein Studium macht mir Spaß, mit mir zusammen studiert Romy, und zwar genau das Gleiche, wir haben uns so kaputt gelacht, als wir uns im Vorlesungssaal zum ersten Mal gesehen haben. Ich habe Französisch, Spanisch und Italienisch – genau wie Romy auch. Ich wusste zwar, dass sie auch hier in Leipzig gelandet ist, aber bin trotzdem völlig gedankenversunken zur Vorlesung gegangen, um die Überraschung meines Lebens zu bekommen. Außerdem habe ich noch Rumänisch, voll gut, dann verlern ich wenigstens nicht sofort alles, was ich mir dort eingeprägt habe.

Da Romy und ich jetzt so ziemlich auf einen Haufen sind und uns jeden Tag sehen, haben wir beschlossen, unsere Babys zu verbinden, sie ist genauso eine Schreiberin wie ich. Sie hatte zwar bisher nie einen Blog, aber sie wird hier ab und zu ein paar Posts als Gastautorin verfassen. Wir haben uns natürlich einen ungünstigen Zeitpunkt für den Start ausgesucht, nächste Woche fangen unsere Prüfungen an und ich muss noch so viel lernen, aber in Angriff nehmen wollen wir das Ganze schon. Wir wollen diesen Blog, dieses Marmeladenglas zu zweit wieder aufleben lassen, ich will mein Baby nicht wegschmeißen. Und zu zweit ist vieles einfacher, dann muss ich nicht mehr ganz so viel Angst haben oder mich verstecken.
Romy ist ein bisschen offener als ich, wahrscheinlich wird sie der repräsentative Teil und ich der organisatorische. Wir wissen es noch nicht, wie wir das aufziehen wollen, aber wir möchte zu zweit etwas erreichen, was uns Spaß macht.

So viel von meiner Seite. Ich bin also nicht tot, sondern noch motivierter als vorher, etwas aus meinem Leben zu machen und nichts dem Zufall zu überlassen. Mein Name ist Eileen, ich lebe und ich bin glücklich.

Mittwoch, 24. April 2013

Elfte Etappe: Cluj/Rumänien

Ich habe eigentlich Stoff für 30 Posts, mir geht einfach so viel durch den Kopf. Die vor uns liegenden nur noch zweieinhalb Wochen sind das Ende unserer Freiwilligentour quer durch Europa. Und angesichts dem, was alles hinter uns liegt, habe ich beschlossen, ein paar Sachen anders zu machen. Ich werde jetzt erst mal nur über unseren neuen Aufenthaltsort berichten, es wird noch ein Florenz-Post kommen und einige Erfahrungsberichte zu der letzten Woche. Fotos habe ich keine gemacht, ich konnte es einfach nicht, und selbst wenn, dann hätte ich die euch sicherlich erspart.


http://www.weheartit.com/

Wir sind jetzt also in Cluj-Napoca, Rumänien. Eigentlich ist es eine schöne Stadt, nach außen hin. Aber ich finde sie hässlich, denn wenn man die schönsten Gebäude wegnimmt, kommt das Elend ans Licht. Generell ist hier alles ziemlich zeitgemäß entwickelt, die Stadt hat Kirchen, ein modernes, schick aussehendes Rathaus, Bibliotheken, Schulen, mehrere Universitäten, an denen auch deutsche Fächer und Studienrichtungen angeboten werden, viele Partnerstädte, Kinos, Theater, Opern, Museen, Sprachzentren, Forschungsstationen und solide Arbeitsplätze. Alles schön, wenn man ankommt. Aber ich habe nur drei Tage gebraucht, um das Mustersystem zu durchschauen.
Gestern waren wir zum ersten Mal im regierungsunabhängigen Informationszentrum für Roma und haben uns dort einen Vortrag über die Lebensbedingungen der in der ganzen Stadt verstreut lebenden Minderheiten angehört. Du gehst optmistisch rein und kommst schockiert wieder raus, leider wahr. Dieses Zentrum (Centrul de Resurse pentru Comunitatile de Romí) versucht, die Lebensstandards der Roma zu verbessern und ist für die nächsten knapp drei Wochen unser Arbeitsplatz.
Heute waren wir zum ersten Mal in Someseni, wo die Roma in ihrer Siedlung leben. Nur kurz, aber trotzdem schlimm. Den Rauch von der Müllkippe daneben riecht man noch vier Kilometer davon entfernt. Ich habe danach wirklich geweint und war so verdammt froh, dass Tobi bei mir ist.

Wir wohnen hier in einer kleinen Jugendherberge, was ich ziemlich gut finde. Sicherlich hätte ich es nicht schlimm gefunden, auch hier eine Gastfamilie zu haben, aber erstens steckt mir noch die gesamte letzte Woche in den Knochen und wahrscheinlich wäre ich dann für jede Familie nicht so wirklich ansprechbar gewesen, was die dann bestimmt komisch gefunden hätten (eine Gastfamilie ist meistens offen zu einem selbst, verlangt aber auch unbewusst, dass man sich selbst auch öffnet und an deren Leben teilnimmt), und zweitens hätte ich hier in dieser Stadt eher Angst, bei einer Familie zu landen, die nur sich selbst im Kopf hat und sich nicht dafür interessiert, was wir machen, warum wir es machen, was das Ziel ist und wen es betrifft. Unsere Chefin hat uns nämlich erzählt, dass die meisten normalen Durchschnittsbürger von Cluj eher wegsehen und vorbeigehen. Laut einer Umfrage wissen viele nicht einmal dass es ein Zentrum für Roma oder auch andere Minderheiten gibt. Sie wollen das nicht wissen, sie wollen nur ihren Frieden und genug Geld zum Leben. Über jede Spende freut sich das Zentrum. Wenn das mal keine nette Menschheit ist!

In dieser ersten Woche haben wir erst mal jeden Tag Rumänisch-Crash-Kurs. Wirklich von morgens bis abends, noch bis Freitag. So langsam ist Rumänisch jetzt schon schlimm, aber auch interessant. Und außerdem ist es eine romanische Sprache, und ob man es glaubt oder nicht, gibt es viele Parallelen mit dem Spanischen und noch viele mehr mit dem Französischen. Also hat Tobi mal wieder mehr zu kämpfen als ich, worüber er sich nicht gerade freut. ;)
Jeden Abend nach dem Rumänisch-Kurs besuchen wir immer unsere Chefin, die uns jeden Zipfel des Roma-Zentrums zeigt. Ganz schön viel auf einmal, aber irgendwie muss das so schnell wie möglich in meinen Kopf, denn Jenaya, unsere Chefin (sie kann glücklicherweise Englisch) meinte bei unserem ersten Treffen, dass wir wie gerufen kommen würden und sofort anfangen könnten, wenn unsere Entsendeorganisation nicht noch tausend Sprach- und Kennlern-Kurs vorschreiben würde.


Quelle: Google

Freizeit haben wir wahrscheinlich nur am Wochenende und das auch nicht sonderlich viel. Dieses Wochenende zum Beispiel hat Jenaya mit noch zwei Kollegen ein Gespräch mit dem Bürgermeister und will uns mitnehmen. Sie möchte versuchen, ihn zu überzeugen, dem Zentrum für sein neustes Projekt Geld zu geben, was er laut ihr aber wahrscheinlich ablehnen wird. Jenaya regt sich jeden zweiten Tag über diesen "machthungrigen", "idiotischen", "niemals hinsehenden" und "geldgeilen" Bürgermeister auf, ich bin ja gespannt auf Samstag, was das für eine Person ist. 

Samstag, 23. Februar 2013

Planänderung.

Gestern kam ein schwedischer Vertreter unserer Auslandsorganisation vorbei und wollte mit uns sprechen. Ich war schon völlig schockiert: Haben wir irgendwas falsch gemacht? Der Typ, Björk, ein sehr netter Schwede, hat uns dann sofort beruhigt, dass alles gut wäre, aber der Hammer kam dann trotzdem noch. Unser Arbeitsplan wird geändert.

Ursprünglich wäre es jetzt folgendermaßen weitergegangen:

  • nächste Woche Kiew/Ukraine
  • übernächste Basel/Schweiz
  • danach Lyon/Frankreich
  • Cardiff/Wales
  • Florenz/Italien
  • zurück nach Deutschland 

Dann wäre es Anfang April, wir hätten ungefähr eine Woche Zeit gehabt, um uns wieder in unserem deutschen Leben zurückzufinden, und dann wäre es für mich zurück nach Spanien gegangen, für meinen Freiwilligendienst. Der würde bis August dauern. Jetzt ist alles anders.
Unsere Workshops und auch mein Freiwilligendienst hängen zusammen, das wird alles von ein und der selben Organisation gefördert, geplant und präsentiert. Deshalb haben die extrem viel Spielraum, was sie mit uns machen können. Und nun wurden wir noch für ein weiteres Projekt genommen. Es ist auch wieder ein Freiwilligendienst, das bedeutet, wir bekommen dafür kein Geld, wie das jetzt bei den Workshops der Fall ist. Unser neuer Plan sieht folgendermaßen aus:
  • zwei Wochen Kiew/Ukraine (weil die Leute dort absoluten Personalnotstand ausgerufen haben, do wie ich das jetzt verstanden habe)
  • eine Woche Basel/Schweiz
  • zwei Wochen Lyon/Frankreich (auf Frankreich freu ich mich seit dem Anfang!)
  • eine Woche Cardiff/Wales
  • eine Woche Florenz/Italien (aha, Italien schaffen wir also doch noch, die brauchen da auch Leute!)
Dann sind wir für eine einwöchige Busfahrt eingetragen, die aber nicht direkt etwas mit Arbeit zu tun hat, eher mit Geschichte, Gedenken und Stille. Wo fährt dieser Bus hin? Ganz ehrlich, so etwas wollte ich schon immer mal machen, aber allein trau ich mich einfach nicht: Konzentrationslager , oder das, was von ihnen übrig geblieben ist, anschauen.
Angefangen in Mailand geht es nach Mauthausen, Dachau, Flossenbürg, Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau (davor fürchte ich mich ehrlich gesagt), Belzec, Treblinka, Sachsenhausen, Ravensbrück, Neuengamme, Bergen-Belsen (auch davor habe ich Angst, vor allem weil ich spontan ein Exemplar "Das Tagebuch der Anne Frank" mitgenommen habe, wahrscheinlich werde ich es dort lassen) und es endet in Buchenwald. Meistens stehen natürlich nur noch Gedenkstätten oder Friedhöfe, aber es wird wahrscheinlich trotzdem eine ganz neue Erfahrung werden.

Und wenn man denkt, härter kann es nicht kommen (ich werde weinen, ich kenne meine schwachen Nerven, deshalb würde ich so eine "KZ-Rundfahrt" niemals alleine machen, ein Glück kommt Tobi mit), dann haut Björk noch einen größeren Hammer heraus!

Denn danach sind wir für drei Wochen in Cluj/Rumänien. Ich weiß, man hört viele Horrorgeschichten über die Lebensbedingungen der "Zigeuner" am Rande der Mülldeponie und ich muss Euch sagen: genau das wird unsere Arbeit sein. Björk meinte, dass es heftiger wird als Irland und Kroatien zusammen, weil wir mit sehr viel Elend konfrontiert werden. Nicht zu vergessen die Konzentrationslager. Dabei dachte ich eigentlich, dass mich nach Irland erst mal so schnell nichts mehr erschüttern kann. Oh doch! Wir wurden gefragt, ob wir damit einverstanden sind. Tobi und ich haben uns angesehen und uns war sofort klar, dass wir das machen wollen. Wenn man Menschen helfen kann, wieso sollte man es nicht tun? Es wird hart, elendig und furchtbar, das hat er uns auch klar gemacht, aber wir wollen nicht die Augen davor schließen, sondern verändern und darauf aufmerksam machen.

Ganz genau kenn ich unsere Arbeit in Cluj/Rumänien noch nicht, aber so viel vorneweg: Rumänien ist das zweitärmste Land der EU und dort lebt eine "Minderheit" von Sinti und Roma, abwertend "Zigeuner" genannt, obwohl ich das Wort Zigeuner eigentlich immer süß und schön fand, nachdem ich als Kind "Der Glöckner von Notre Dame" gesehen hatte, da ist das Wort Minderheit viel schlimmer. Klar wurden Zigeuner auch im "Glöckner von Notre Dame" gejagt, verbannt, verraten, gehasst, schikaniert, verhöhnt und eingesperrt, aber ich fand dieses Volk viel sympathischer als die ganze Pariser Stadtbevölkerung, obwohl sie sicherlich gestohlen, gelogen und sich gewaltsam das genommen haben, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht.
In Rumänien wurden "Zigeuner" noch nie vollkommen integriert, sie gelten eher als Plage. Wahrscheinlich ist das noch vom Zweiten Weltkrieg hängen geblieben, meine Fresse. Sicherlich haben die Rumänen auch gar kein Geld dazu, das Elend am Rande der Müllkippe von Cluj zu bekämpfen. Aber wenn wir dort sind, schreib ich alles genau auf, allein schon mal für mich selbst, um zu verarbeiten.

Nach diesen drei Wochen ist es Ende April, wo ich eigentlich schon längst in Spanien sein müsste, aber das wurde alles nach hinten verlegt. Wir haben dann zwei Wochen Auszeit bekommen und werden definitiv zurück nach Deutschland, nach Hause, fahren, damit ich mich richtig auf meinen Freiwilligendienst, der dann nur noch fünf Monate dauern wird, vorbereiten kann. Zurück geht es nach Valencia/Spanien. Ich freu mich. Vorher müssen wir allerdings Stärke beweisen.

Freitag, 25. Januar 2013

Some changes.

Ich hatte Bock auf Veränderungen. Jetzt ist alles weiß, wow. Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis noch nicht, das heißt, ich werde wohl noch einiges basteln. Aber dieses Blau-Grau-Gemisch konnte ich irgendwann nicht mehr sehen. Jetzt müssen sich nur noch die Posts selbst ein bisschen ändern, denn der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Das nehm ich wahrscheinlich aber erst in Angriff, wenn ich wieder in Deutschland bin. Keine Ahnung, was die Zukunft bringt.


Und ich muss noch der Sache auf den Grund gehen, warum meine Labels und die Kommentarfunktion unter einem Post nicht mehr angezeigt werden. Wahrscheinlich eine falsche Farbe, aber ich wüsste gerne, wo ich das einstelle, ich dumme Nuss. Wer mir helfen kann, bitte melden! Dann hätten wir das also auch erledigt. Weitere Veränderungen folgen!

Eileen

Donnerstag, 10. Januar 2013

Welcome to the world.

Coucou!

Oh Gott, am Montag geht es los! Ich bin total kribbelig und schreibe ganz aufgeregt Listen, was ich alles mitnehmen will. Es ist nicht besonders einfach, zwischen meinen mittlerweile 59 Röcken zu entscheiden, Schuhe gibt es schließlich auch noch. Und Oberteile, Schminke und Schmuck nicht zu vergessen. Tobis Gesicht dazu und seine gestenähnlichen Armbewegungen (Hände über dem Kopf zusammen schlagen) sind eigentlich dazu da, um fotografiert zu werden, und das habe ich auch bereits mehrfach getan, aber er würde es nicht so genial finden, wenn die hier auftauchen ;)


Ich will die Welt sehen!

Wir kommen natürlich wieder, und ich würde wahrscheinlich auch nie auswandern wollen, aber erst einmal sind wir dann mal weg :)

Lots of Love,
Eure Eileen

Donnerstag, 3. Januar 2013

2013!

Coucou!

Schon wieder einen ganzen Tag durchgeschlafen! Aber wenn man sich Silvester etwas überfeiert, ist das auch kein Wunder! Es war eine supergeniale Silvesterparty mit genau den richtigen Leuten und ich hätte mit niemandem auf der Welt tauschen wollen.



  1. Wenn es um Silvesterkracher, Raketen und sonstigen Firlefanz geht, sind Jungs wie kleine Kinder zu Weihnachten! ("Wow, guck mal, Eileen, eine Zehnerreihe davon. Boah, sogar eine große, ich werd verrückt!", Tobi, im Endstadium des "Angetrunken-sein", gegen 0.30 Uhr, 1.1.13)
  2. Sekt mit Cola schmeckt nicht!
  3. Manchmal tut es gut, wie kleine Kinder "Tabu" oder noch bescheuerter "Schokolade mit Messer und Gabel essen" zu spielen, nur das bei uns die Schokolade in Wackelpudding umgewandelt wurde.
  4. Nach dem Silvesteressen (Raclette!) bin ich auf dem besten Weg des Zunehmens!
  5. Neues Jahr, neues Glück!
  6. Tobi und ich sind schon dabei, uns auf Spanien vorzubreiten. In zwei Wochen geht es los, dann starten unsere Workshops und Reisen nach Spanien, Kroatien, Irland, Finnland, Schweden, Ukraine, Schweiz, Frankreich und Wales. Ich freu mich so extrem! Ursprünglich waren noch ein paar anderen Länder geplant und vielleicht schaffen wir auch noch Italien, aber das müssen wir mal sehen. Schließlich sind nicht wir diejenigen, die das planen.
  7. Ich freue mich auf dieses Jahr! :)
Ich wünsche Euch von Herzen ein frohes und gesundes neues Jahr 2013! :) :)

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 31. Dezember 2012

Mein Jahr 2012!

Coucou!

Es ist nahezu erschreckend, wie schnell 2012 vergangen ist. In diesem Jahr ist viel passiert, viele Dinge, mit denen ich mich verändert habe, auch einige, für die ich mich verändern musste, insgesamt alles sehr durchwachsen. Im Februar 2012 habe ich mit dem Bloggen angefangen, mein elektronisches Tagebuch, wie ich es nenne, denn für die klassische Variante fehlt mir die Zeit. Aller Anfang ist schwer, denn ich kapier erst mit der Zeit, was man alles mit Blogs anstellen kann.
Ich bin selbst neugierig, was in diesem Jahr alles in meinem Leben passiert ist, deshalb hier mein Jahresrückblick 2012:

F E B R U A R

Im Februar hab ich noch ganz artig die Schulbank gedrückt und hatte weiß Gott unwichtigere Probleme als heute. Damals ging es hauptsächlich um die Angst vor Mathe ("Bitte, liebes Mathebuch, werde erwachsen und löse all deine Probleme selbst!"), den Prüfungsstress, die vielen Hausaufgaben ("Irgendwann klatsch ich das Zeug in die Ecke, ich schwör's!") und um meine Tanzerei, die mich schon jahrelang begleitet und es auch weiterhin tun wird. Außerdem war meine Schwester aus Frankreich für zwei Wochen bei mir.


M Ä R Z

Wir wurden mit Stoff zubombardiert, haben aber trotzdem nur Däumchen gedreht in der Schule, so kam es mir zumindest vor. Am Anfang meiner Bloggerei habe ich mich noch relativ häufig an meiner Vergangenheit festgehalten, die ich doch eigentlich loslassen möchte (Vorsatz für 2013!). Aus diesem Grund gibt es sehr viele Jammer-Posts, bei denen ich schon häufig überlegt habe, ob ich sie löschen soll, oder nicht. Letztendlich hab ich es doch nicht getan, da jeder im Leben mal jammert, und das gehörte in der Zeit nun mal zu meinem Leben dazu.


A P R I L

Unsere Mottowoche war ein voller Erfolg und mit Ach und Krach hab ich mich durch meine Prüfungen in Deutsch, Mathe, Englisch und Sozi gemeistert. Abitur ist kein Zuckerschlecken und meine Tanzschule wollte ich schließlich auch nicht vernachlässigen. Was war ich erleichtert, als ich das alles nun endlich geschafft hatte. Außerdem hatten wir unser wichtiges Volleyballturnier und ich habe mit Tobi ein paar Tage Oster-Urlaub gemacht.

Endlich hatte der Stress ein Ende! Ich glaube, ich war nie die Musterschülerin, obwohl ich meistens gute Noten hatte. Aber dafür habe ich viel zu oft meine Meinung gesagt, mir es mit vielen Lehrern verscherzt und in zu vielen Fächern Probleme. Da hat man es automatisch schwerer.
M A I

Die letzte Prüfung in Französisch wurde geschafft, die hab ich sogar am besten hingekriegt. Somit hatte ich nun mein Abi in der Tasche, denn die Ergebnisse erfuhren wir schon Ende Mai. Ich habe mein Abitur mit einem unglaublichen Durchschnitt von 1,9 geschafft. Und das, obwohl ich in Mathe so eine unterentwickelte Funzel bin.

Ich trinke nicht viel Alkohol, aber mal kann man schon ordentlich die Sau rauslassen. Und als wir alle mit allen Prüfungen durch waren, haben wir das auch als erstes gemacht ;-)
J U N I

Feiern! Schulzeit vorbei!


Der Abiball war wundervoll, mein rotes Kleid ein Traum. Jedes Mal, wenn ich meinen Schrank öffne, strahlt es mich an und dann denke ich glücklich an diesen einen Abend zurück, an dem ich meine Schulzeit endgültig hinter mir lassen konnte. Aber was haben wir alle geheult. Und einige vermiss ich extrem, denn das Leben verstreut uns in alle Richtungen. Abschied nehmen hieß es auch von meiner Amerikanerin Kathy, deren Austauschjahr zuende war. Wie wichtig Skype werden kann, merkt man erst in solchen Fällen, obwohl ich mein Leben nie vom Internet abhängig machen wollen würde.
Das Jubiläum meiner Tanzschule fiel blöderweise auf den gleichen Tag des Abiballs, aber auch das habe ich irgendwie hingekriegt. Diese Tanzschule ist mein zweites Zuhause.

J U L I

Sommerfeeling! Obwohl der Sommer dieses Jahr etwas mau ausgefallen ist. Ich war mit S., Anni, R., J., Tobi und Vivi beim Fusion-Festival. Eine Erfahrung, die man unbedingt mal erlebt haben sollte!
Ansonsten hieß es Vorbereitungen treffen für alles, was Tobi und mich im Leben erwartete. Wir arbeiteten uns noch ein bisschen Geld zusammen, bevor es im August losging.
Ich hatte zwei Wochen Tanztrainingslager und außerdem meinen 19. Geburtstag, der genau in diese zwei Wochen fiel. Zu der obligatorischen Party wurde ich verpflichtet, als ich wiederkam, und obwohl ich nicht verstehe, was man an einer 19, die wirklich nichts Halbes und nichts Ganzes ist, feiern soll, wurde es trotzdem eine geniale Geburtstagsparty.


A U G U S T

Tobi flog nach England, um dort für vier Monate zu arbeiten, in der gleichen Zeit absolvierte ich einen Tanzlehrgang, der mich fast das Leben kostete und von dem ich mich immer noch erholen muss. Ich ging bis an meine Grenzen, es wurde mit jedem Tag anstrengender und kräftezehrender.

S E P T E M B E R

Ich bin nach London geflogen, um mit Tobi seinen Geburtstag zu feiern. Seine Gastschwester Rachel, die ständig versucht hatte, ihn anzubaggern, hat das ziemlich angekotzt, aber es wurde trotzdem ein schönes Wochenende. Mein Tanzlehrgang ging immer weiter und noch dazu kam, dass sich die meisten Teilnehmerinnen am liebsten die Augen auskratzen wollten.
Einen noch tieferen Kratzer bekam dieser Monat mit Annes Tod. Sie lag mit einer Lungenembolie im Krankenhaus - und hat es nicht geschafft. Was habe ich um meine Freundin geweint.


Und ich habe zwei Katzenbabys gefunden, die ihr neues Zuhause bei Tobis Familie gefunden haben. Holly und Eddie haben sich richtig gut eingelebt, sind rotzfrech und zuckersüß!

O K T O B E R

Tobi hatte Urlaub und kam zurück zu mir. Annes Beerdigung wurde zum traurigen Tiefpunkt dieses Monates, für den aber auch alle aus ihren Ecken zurückgekommen sind. Die Beerdigung war wunderschön, aber auch extrem traurig. Ich denke noch oft zurück an diesen grausamen Tag, der mir ständig zeigt, wie ungerecht das Leben ist.

N O V E M B E R

Einen Monat ohne Bloggen. Das hat mir gefehlt. Zu den Gründen möchte ich nicht mehr viel sagen, sie sind nachzulesen. Und Gejammer, dass es mir so schlecht ging, bringt auch nichts. Ändern, chérie, Nicht rumheulen.



D E Z E M B E R

Ich bin eher der Kuchen-back- als der Plätzchen-back-Typ, aber mit diesem Werk war ich sogar relativ zufrieden. Und lecker waren sie auch!
Weihnachtsstress hielt sich zum Glück in Grenzen, oder vielmehr hab ich mir einfach keinen Stress gemacht. Das Weihnachtsfest selbst wurde auch schön ruhig und besinnlich bei Tobis Familie. Und nun haben wir Silvester, das ich auch mit Tobi und anderen Freunden, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, verbringen werde. 


S O N G S   O F   T H E   Y E A R : 

Ich hatte dieses Jahr nur sehr wenige Ohrwürmer, was eigentlich ziemlich untypisch für mich ist. Normalerweise hab ich jede Woche einen neuen.


Foster the People - Pumped up Kicks

Dieses Lied erinnert uns alle ewig an unsere Schulzeit, schweißt uns zusammen, verbindet uns, auch wenn uns Tausende von Kilometern trennen, ist für uns da, ist einfach eine Maßanfertigung für unseren Abiturjahrgang. "Abi - Kein Thema!"

Nolwenn Leroy - Nolwenn Ohwo!

Mein Gott, hab ich mal wieder gute Laune, muss ich jedes Mal denken, wenn ich das höre! Und Nolwenn Leroy ist sowieso eine extrem unglaublich überirdisch geniale Frau, sie fasziniert mich.

Asaf Avidan feat. The Mojos - One Day / Reckoning Song (Wankelmut-Remix)

Das ist ja bei den Meisten entweder furchtbar genial oder furchtbar schrecklich, etwas dazwischen gibt es nicht, zumindest ist mir das noch nicht zu Ohren gekommen. Ich gehöre eindeutig zu der ersten Sorte von Verrückten. Es ist einfach genauso schräg wie genial.

Rihanna - Diamonds (In the Sky)

Ich hasse Rihanna! Ich kann ihre Stimme nicht ertragen. Aber bei diesem Lied wurde ihre Stimme ja bis zur Unkenntlichkeit verändert, wie ich finde, von daher ist es schön.

Marteria, Yasha & Miss Platnum - Lila Wolken

Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Erinnerungen, Liebe. Punkt.

The Script feat. Will.I.Am - Hall of Fame

Ich freu mich schon extrem auf Kokowääh 2, einer der Filme, die ich 2013 unbedingt angucken möchte. Gefolgt von "Der Hobbit", "Jesus liebt mich" und noch so vielen anderen, dass ich wahrscheinlich gar keine Zeit dafür haben werde, so oft ins Kino zu gehen. Aber dann müssen sich alle anderen wenigstens nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was sie mir denn zum Geburtstag schenken sollen, die DVDs davon tun es auch ;-)


V O R S Ä T Z E   F Ü R   2 0 1 3 :

- zunehmen!
- wieder richtig lange Haare haben!
- Silvester mit den gleichen Leuten feiern!
- back to Paris!

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2013!

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 17. Dezember 2012

Am Strand. Dem Wellengang lauschen.

Coucou,

ich spüre den Lehrgang in allen Knochen, jede Bewegung schmerzt. Jetzt, wo ich lange schlafen darf, kann ich es nicht. Ich glaube, ich brauch selber erst mal ein oder zwei Tage, um runterzukommen. Essen ist anstrengend, es ist, als würde man einer Magersüchtigen wieder beibringen müssen, ordentlich und gesund zu essen, sogar mein Ernährungsplan steht schon. Ich wollte nie magersüchtig sein, jetzt bin ich es wohl zwangsweise oder eher ungewollt geworden.
Heute spazierte ich am Strand lang und begegnete einem kleinen Mädchen mit ihrer Mutter. "Guck mal, Mama, die Frau da ist total dünn. So möchte ich auch aussehen."  Und die Mutter fuhr ihre kleine Tochter an: "Um Gottes Willen, nie im Leben machst du diesen Magerwahn mit, du bleibst gesund." Weil Menschen eben urteilen, ohne hinzugucken. Aber ich kann sie schon verstehen, ich gebe zurzeit das Bild einer lebendigen Leiche ab, das ist für die Außenwelt eben ziemlich verstörend.



Es ist die letzte Woche vor Weihnachten, überall riecht es nach Plätzchen und Zimt. Ich habe noch nicht alle Geschenke zusammen, wann denn auch, dafür ist jetzt genug Zeit. Das meiste werde ich sowieso selbst machen, es beruhigt und ist außerdem viel schöner. Meine Mama und ich feiern Weihnachten wie die letzten Jahre mit Tobis Familie zusammen, zu der wir laut deren Aussagen schon seit drei Jahren gehören. Dann habe ich endlich wieder ein paar Tage zum Durchatmen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollen wir, also unser großer Freundeskreis, übrigens alle zusammen Annes Grab besuchen. Schade, dass der Schnee mittlerweile am Schmelzen ist. Ich halte zwar nicht viel von Winter, Kälte und Schnee, aber das Weiße hätte bestimmt hübsch ausgesehen, zusammen mit den Tannengestecken, den Grablichtern und dem roten Grabstein. So weiß wie Schnee, so rot wie Blut, so schwarz wie Ebenholz. Wie bei Schneewittchen. Zwar hatte Anne blonde Haare, aber dafür einen schwarzen Galgenhumor, über den wir so oft lachen mussten. Sie fehlt uns.

In dieser Woche komm ich endlich mal zu so vielen Dingen, die sonst immer liegen bleiben müssen. Ich werde mal richtig unsere Wohnung aufräumen, sauber machen und das ganze Weihnachtszeug rauskramen, stellt euch vor, wir haben noch nicht ein bisschen Weihnachtsdeko aufgestellt, bei uns vertrocknen noch die Herbstblätter. Meine Mama muss auch viel arbeiten und für so was haben wir dann eben beide keine Zeit. Ich werde außerdem auch in meiner Tanzschule beim Jahresendreinigen helfen, obwohl meine Chefin es mir höchstpersönlich verboten hat, nachdem sie gesehen hat, wie ich beim Lehrgang anfing und wie ich letztendlich wieder wegging. Aber ohne tanzen kann ich eben nicht ganz, das brauch ich zum Gesund werden. Und zur Jahresversammlung und Weihnachtsfeier wollte ich natürlich auch gehen. Alles in dieser Woche.
Und dann wird's gemütlich und wir können endlich entspannen. Duftkerzen, Tee, ein gutes Buch, und ab in die Badewanne. Das mach ich jedes Jahr mindestens sechs Mal, also so circa alle zwei Monate, aber in den letzten Jahren hat sich das eher vermehrt vor und zu Weihnachten angehäuft. Und gerade jetzt könnte ich das wahrscheinlich noch öfter gebrauchen. Und ganz viel Liebe.
Tobi ist ganz zuckersüß zu mir. Er kocht mir leckere Dinge, massiert mir Rücken und Füße, auch wenn ich sage, dass er das nicht tun muss, bringt mich zum Lachen und ist einfach für mich da. Die Zeit in London hat ihn entschlossener und konsequenter gemacht, er ist um viele Erfahrungen reicher.


Jetzt werde ich noch etwas essen und mich dann ins Bett legen, ich bin schon wieder total müde. Morgen geht's in die Stadt, ein bisschen was einkaufen, ein paar Leute besuchen und vor allem zum Arzt gehen, meine Mama hat mich gezwungen. Aber die werden mir sowieso nur das sagen, was ich sowieso schon weiß: "Sie sind viel zu dünn, Sie müssen mehr essen." Ja, danke.
Lots of Love,
Eure Eileen

Sonntag, 16. Dezember 2012

Ich hatte keine Kraft mehr. Es tut mir leid.

Coucou,

es gibt nichts zu sagen, ich weiß es selber. Über einen Monat habe ich nicht gebloggt. Und in diesem Monat habe ich mich irgendwie verändert, zumindest wird mir das gesagt.
Ich habe meinen Tanzlehrgang, der mit jedem Tag stressiger wurde abgeschlossen und alles andere so weit verarbeitet, dass ich jetzt erst mal so einigermaßen weitermachen kann. Jetzt habe ich erst mal bis Mitte Januar frei. Ein knapper Monat, in dem ich vielleicht ab und zu mal in der Tanzschule zu finden bin, aber ansonsten nichts mache, weil ich einfach erst mal Pause brauche, um wieder zu Kräften zu kommen. Dieser Tanzlehrgang ging fast an meine Grenzen, körperlich und auch seelisch. Ich bin klapperdürr, wiege erschreckende 42 Kilo und habe eine Ernährungsberaterin aufgesucht, wie ich am besten ganz schnell wieder zunehmen kann. In meinem Kopf herrscht leeres Chaos. Jeden Tag bis zum Umfallen tanzen zu müssen macht irgendwann die Psyche kaputt, selbst wenn man noch so gerne tanzt und nicht ohne kann. Ich bin letztendlich Fünfte geworden, habe also nicht das Treffen gewonnen. Alle sind neidisch auf die Gewinnerinnen, ich nicht. Ich brauche eine Auszeit, von allem. Essen, trinken, Tobi, alle anderen haben mich gefälligst in Ruhe zu lassen.
Ich wusste, dass es anstrengend wird, als ich im August diesen Lehrgang begonnen habe, aber so kräftezehrend habe ich mir das niemals vorgestellt. Noch dazu kam dieser psychische Druck, den sich die meisten Teilnehmerinnen gerne gemacht haben. Mobbing stand an der Tagesordnung. Meine liebe Freundin Nina wurde sogar einmal in der Umkleide eingeschlossen, damit sie ihre Prüfung verpasst hat, glücklicherweise durfte sie die nachholen. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich das nicht mitbekommen habe.

Teilweise kam ich abends nach Hause, habe mechanisch etwas zu essen in mich hinein gestopft und bin dann ins Bett gefallen. Irgendwann war ich an Kopfschmerzen gewöhnt, Kaffee war mein ständiger Begleiter. Als einmal meine Tage ausblieben, war ich noch nicht einmal überrascht. Ein anderes Mal hat meine Mama mich ohnmächtig in der Küche inmitten von einem Haufen Scherben gefunden, ich war anscheinend beim Versuch, etwas zu essen, umgekippt. Sie wollte mir verbieten, in die Tanzschule zu fahren, eisern hab ich weitergekämpft. Und es nicht geschafft. Vielleicht bin ich an einer Universität doch besser aufgehoben als in einer Tanzschule.
Tobi ist aus England zurück, der ist in den letzten Wochen fast wahnsinnig geworden, weil er sich Sorgen gemacht hat. Zweimal haben wir uns über Skype gestritten: "EILEEN, ICH FAHR SOFORT LOS ZUM FLUGHAFEN, DU KANNST SO NICHT WEITERMACHEN." - "DU BLEIBST, WO DU BIST. UND ICH MACH WEITER." - "VERGISS ES, DIE MACHEN DICH KAPUTT." - "WAS VERSTEHST DU SCHON DAVON?" ... Es tut mir leid, Tobi. Ich liebe dich. Jetzt hab ich ihn wieder. Er macht sich aber immer noch verrückt vor Sorgen. Keine Angst, ich schaff das schon, ich geh nicht zugrunde.


Lange Rede, kurzer Unsinn. Aus diesem Grund habe ich in der letzten Zeit nicht gebloggt, weil ich einfach nicht mehr konnte. Jetzt geht es langsam wieder bergauf. Trotzdem danke für diese neue Lebenserfahrung.

Lots of Love,
Eure Eileen

Sonntag, 24. Juni 2012

10 Dinge, von denen ich total begeistert bin.

Coucou!


Ich bin zurzeit auf dem Hamster-Tripp, das heißt, ich probiere so viel möglich aus, um mein Leben bunter zu machen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Einige Dinge stehen aber schon seit Ewigkeiten fest, so wie diese zehn:


1) 
essence pureskin anti-spot toner & powder      Wellness & Beauty Duschgel (Apfelblüte und Vanille)

Das Gesichtswasser von essence ist super, ich hatte zwar noch nie besonders viele Pickel, aber vielleicht liegt es daran, dass ich dieses Wundermittel benutze ;-)

Vor allem gefällt mir auch sehr gut, dass es sehr hautfreundlich ist. Ich hatte schon viele Hautprobleme und war auch schon oft beim Hautarzt, der mir es dann sogar schwarz auf weiß gegeben hat, dass die ganzen Entzündungen daher kamen, dass meine Haut nicht alle Mittel vertragen konnte. Jetzt hab ich endlich etwas gefunden, wogegen sie sich nicht wehrt.
- Gibt's bei Rossmann


Das Duschgel von Wellness & Beauty liebe ich vor allem wegen dem Duft, Apfel und Vanille ist eine total tolle Mischung. Es ist wie eine Spraydose und das Zeug kommt schon so schaumig raus, das ist so klasse, vor allem prickelt das total auf der Haut ;-)
- auch Rossmann


2)




Meine Nagellacksammlung!
Ich habe nicht besonders viele Nagellacks, im Verhältnis zu anderen Mädchen. Aber die paar Fläschchen reichen mir. Am liebsten mag ich den roten von Maybelline Jade ganz links, den blauen von MaxFactor ganz rechts und den schwarzen von essence gleich daneben (alle von Rossmann).



Der schwarze ist nicht sehr dickflüssig, aber er schimmert total schön auf den Nägeln. Dummerweise sieht man das nicht so gut auf dem Foto.




Oh Gott, meine Nägel sind eigentlich ziemlich schön, aber auf diesem Bild sehen sie ja regelrecht scheiße aus! Liegt wahrscheinlich daran, dass meine neue Kamera immer noch nicht angekommen ist und ich wohl oder übel auf meine alte, die weniger gute Bilder macht, weil sie schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat, zurückgreifen musste.



Der Blaue. Wieder sehen meine Nägel doof aus.


Und der Rote. Ich mag Nagellack gerne.


3)




"Spirit, der wilde Mustang" - Ich liebe es so!
In einem älteren Post habe ich diesen Film schon einmal vorgestellt, mein absoluter Lieblingskinderfilm und das Einzige, was aus meiner mädchentypischen Pferdephase für immer hängen bleiben wird.


4)




Tokio Hotel. Na los, hasst mich dafür. Ich bin es gewohnt, dafür beleidigt zu werden und dass alle sich ihre Mäuler zerreißen. Was ich mit dieser Band verbinde, versteht niemand, nicht einmal ich selbst. Sie geben mir die Kraft, das hier alles durchzustehen. Manchmal, wenn mich keiner hört und wenn ich nicht im Chor bin, dann singe ich alleine. Immer Songs von Tokio Hotel, was anderes kommt gar nicht infrage. Ich warte sehnsüchtig auf ein neues Album, beeilt euch mal ein bisschen, Jungs, hier gibt es Menschen, die euch brauchen ;-)


5) H&M.
Ich kann hingehen, wann ich will, ich finde immer irgendetwas. Und teuer ist es oftmals auch nicht. Neulich war ich ja mit S. mal wieder losgezogen. Unser Ziel ist immer zuerst der H&M, wenn wir den abgegrast haben, dann geht's weiter. Wenn ich viel Geld hätte, dann würde ich mit dem Haufen, der übrig bleibt (Geld wird nicht aus dem Fenster geschmissen, zuerst wird gespendet oder irgendwo geholfen und unterstützt!) fast den gesamten H&M leer kaufen, so sehr gefallen mir die Sachen da. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, dann kann ich euch die Sachen ja auch noch zeigen. Ich überlege sowieso, ob ich nicht vielleicht Outfit-Bilder machen sollte. Ich liebe es, in anderen Blogs Outfits anzugucken, das ist sehr inspirierend. 


6)




Mein Föhn! Fünf Minuten maximal und meine langen (!!!) Haare sind komplett trocken. Dieses Teil ist der Wahnsinn, wenn es mal schnell gehen muss. Eigentlich lasse ich meine Haare grundsätzlich an der Luft trocken, frisst ja nicht so viel Strom auf, aber manchmal hat es man es nun mal eilig. Und dann liebe ich dieses Ding von Föhn ;-)
Wo er her ist, weiß ich leider nicht genau, ich hab ihn mal geschenkt bekommen. Es ist ein "Desperate Housewives"-Föhn, das steht zumindest drauf ;-)


7)




Meine Röcke. Das hier ist nur eine minimale und vor allem schlecht zu sehende (alte Kamera, schmore in der Hölle! :D) Auswahl, alle passen gar nicht auf ein Foto, da ich insgesamt 47 Röcke besitze. Ich weiß, mein Kleiderschrank ächzt schon ;-)
Ich habe sie in allen Farben, am meisten jedoch diese normalen schwarzen Jersey Röcke, die zurzeit jeder trägt. Sehr gerne mag ich auch meine ganzen Flowerpower-Skirts und ... ach, egal, Hauptsache keine Hose, denn Hosen mag ich nicht mehr anziehen, schon seit zwei Jahren nicht mehr. Und die Röcke dürfen auch nicht zu lang sein, das mag ich auch nicht ;-)


8)



Paris, Chérie. Uns bleibt immer noch Paris. Eine fabelhafte Stadt. Bisher war ich drei mal dort, es ist einfach wunderschön. Die Bilder sind leider nicht von mir, die beiden ganz rechts sind nicht mal aus Paris, würde ich mal meinen, aber das ist egal, der Zauber geht trotzdem nicht verloren.
Eigentlich bin ich kein Großstadtmensch, ich lebe friedlich und fröhlich auf meiner kleinen Insel, fahre ab und zu in die nächstgelegene Stadt (46 000 Einwohner) und war ansonsten noch nicht so viel in der Weltgeschichte unterwegs. Aber Paris ist toll. Das ist die einzige Stadt, bei der ich mir vorstellen könnte, dort zu arbeiten, sollte mein Tanztraum nicht klappen. New York und Chicago waren zwar auch extrem genial, aber Paris kann keiner ersetzen. New York ist absolut atemberaubend und Chicago furchtbar aufregend, aber es ist halt USA, und Tobi und ich haben die Erfahrung gemacht, dass man in den USA absolut nicht leben kann, ohne völlig verrückt zu werden.


9)
Bücher! Sie erfüllen mein Leben mit noch mehr Freude, als es sowieso schon hat, ich bin einfach ein riesengroßer Bücherwurm.Neulich war ich ja mit Tobi mal wieder im Bücherhotel, meine Ausbeute zeig ich euch später mal. 


Ich bin dabei, Werke der Weltliteratur zu sammeln. Alles, was Rang und Namen hat, gehört auf meine Wunschliste. Vor allem auf meine immer weiter wachsende Jules-Verne-Sammlung bin ich ziemlich stolz.





 




Insgesamt besitze ich:
- Die geheimnisvolle Insel
- Die schwimmende Stadt
- Die Reise um die Welt in 80 Tagen
- Die Abenteuer des Kapitän Hatteras
- Die Schule der Robinsons
- Die Jangada
- 20 000 Meilen unter dem Meer
- Ein Kapitän von 15 Jahren
- Von der Ferne zum Mond ; Reise um den Mond
- Kein Durcheinander ; Die Jagd auf dem Meteor 


So ist das, wenn man Bücher hamstert. Mittlerweile sind meine Bücherregale auch zu klein. Da muss ich mir bald etwas Neues ausdenken, sonst werden die Bücher gequält. Das will ich nicht.


10)
Flohmärkte. Man glaubt gar nicht, wieviel man da extrem günstig findet. Ein Viertel meiner Klamotten stammt vom Flohmarkt sowie die Hälfte von meinem ganzen Schmuck. Es lohnt sich wirklich, allerdings nur in Großstädten, wie ich finde. Der Berliner Flohmarkt ist genial. Da war ich einmal mit R. und S., wir waren nach einer Stunde erst mit dem ersten Stand fertig. Das müssen wir bald mal wieder machen, fällt mir gerade ein.



Vieles hiervon ist wahrscheinlich völlig uninteressant, unwichtig, irrelevant, bescheuert und armselig für Andere, Aber für mich ist es ein Teil meines kleinen Lebens. Wer sich letztendlich dafür interessiert, ist mir völlig lachs, ich mach das hier nur für mich selbst. Ihr müsst es nicht lesen, es ist mein Diary.


Lots of Love,
Eure Eileen