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Freitag, 24. Januar 2014

Andenken.

Coucou,

wisst ihr, man tut Sachen und weiß danach nicht, warum. Man möchte Dinge und kann sie trotzdem nicht erreichen, weil das Schicksal es nicht gut mit einem meint. Dieser Blog war mein Baby. Mein persönliches Tagebuch, in das ich alles hineinschreiben konnte, was ich wollte. Völlig anonym und unverfroren konnte ich die Eileen sein, die ich bin. Das kann ich auch immer noch, mein Baby ist noch da. Aber irgendwas ist anders. Ich habe auch drüber nachgedacht, ob ich mein Marmeladenglas löschen sollte, mich dann aber dagegen entschieden.

Es ist ein Dreivierteljahr her, als man zum letzten Mal was von mir gehört hat. Ich lebe noch, das mal zum Anfang. Und es geht mir gut. In meinem Leben hat sich nicht viel verändert und gleichzeitig hat sich alles verändert. Ich würde sagen, ich bin erwachsener geworden. Ich bin immer noch mit meinem Freund Tobi zusammen und immer noch die Verrückte, die am liebsten den ganzen Tag in der Tanzschule verbringt. Das hat sich also nicht geändert.

Vor einem Dreivierteljahr befand ich mich gerade in Rumänien. Harter Job. Wenn ich so drüber nachdenke, waren alle unsere Freiwilligendienste (Work&Travel) harte Jobs, aber wir sind froh, dass wir sie erleben durften. Was ist dann passiert?



Nach den drei Wochen in Rumänien hatten wir erst mal eine Auszeit von zwei Wochen, die wir zu Hause in Deutschland verbracht haben. Es war wunderschön, so nach fast einem Jahr in der weiten Welt endlich mal wieder nach Hause zu kommen. In diesen zwei Wochen habe ich mir selbst auch strengstens verboten, irgendwas anderes zu machen als zu verarbeiten. Ich habe nichts geschrieben, ich habe nur nachgedacht. Ich bin viel tanzen gegangen, um mich zu beruhigen. Außerdem haben Tobi und ich uns die Mammutaufgabe gestellt, allen lieben Menschen, bei denen wir in gesamt Europa Zeit verbringen durften, ein Dankeschön zu schicken, das hat dann auch die vollsten zwei Wochen in Anspruch genommen. Tobi ist den lieben, langen Tag durch die Gegend gefahren und hat Geschenke gekauft und ich saß zu Hause und habe in mehreren Sprachen Briefe verfasst, Videos von uns beiden geschnitten, die Geschenke eingepackt und Fotos entwickeln lassen. Abends haben Tobi und ich uns dann immer hingesetzt, die Videos gedreht und uns Gedanken gemacht, wem wir was schicken könnten. Es war eine riesengroße Arbeit und hat uns viel Geld, Zeit und Nerven gekostet, aber das war es wirklich wert!

Von einigen bekamen wir dann auch ziemlich bald darauf eine Antwort, wir müssten sie besuchen kommen und wären jederzeit herzlich willkommen, aber das habe ich schon alles nicht mehr mitbekommen, denn für mich ging es nach den zwei Wochen vier Monate nach Valencia, Spanien. Neben meiner eigentlichen Arbeit in einem Kinderheim habe ich dort auch meine ehemalige Gastfamilie und unsere Schule, in der wir gearbeitet haben, besucht. Und natürlich auch die Tanzschule von damals, in der ich in jeder freien Minuten zu finden war. Sie haben mir dort Flamenco beigebracht, wofür ich sehr dankbar bin. Das sieht leichter aus als es ist und kostet einen sehr viel Übung und Körperbeherrschung.

Auch in Spanien habe ich keinen einzigen Tag gebloggt und ich muss gestehen, ich habe es nicht vermisst. Ich habe dort ein klein wenig die Mentalität der Spanier angenommen. Feuer im Blut, aber Ruhe in der Seele. Ich war dort so ausgeglichen wie noch nirgendwo anders, mir hat es an nichts gefehlt, abgesehen von Tobi, der in Deutschland geblieben ist und die vier Monate noch gearbeitet hat. Es ging mir dort gut, obwohl bei mir zu Hause die Welt zusammen gebrochen ist. Das Schicksal ist eben gnadenlos und schlägt manchmal liebend gerne zu.

Es war gerade die Hälfte von meinem Spanienaufenthalt um, als mich ein Anruf aus Deutschland erreichte: „Ihre Mutter wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Es geht ihr sehr schlecht. Ist es Ihnen möglich, herzukommen?“ – „Was ist passiert?“ Aber eigentlich wollte ich es gar nicht wissen, denn mein Verdacht bestätigte sich auch noch. Unsere Vergangenheit hat uns eingeholt. Meine Mama konnte nicht mehr. Natürlich musste ich zu ihr, ich muss immer bei ihr sein, wenn etwas ist, wir brauchen uns gegenseitig. Es gab nichts zu diskutieren, ich bin zurück nach Deutschland und war für sie da. Und sie für mich. Und Tobi für uns. .
Auch in dieser schweren Zeit gab es keine verfügbaren Nerven für mein Baby, ich wusste einfach nicht, was ich machen sollte, so weitermachen wie bisher kam mir zu banal vor. Dennoch bin ich wieder zurück nach Spanien gereist. Ich fühlte mich feige und egoistisch deswegen, aber ich habe meinen Freiwilligendienst mechanisch zuende geführt, mein Zertifikat bekommen und ab nach Hause. Es ging allen besser, aber die seelischen Narben bleiben. Auch meine.

Es war ursprünglich geplant, dass Tobi und ich zusammen in Rostock studieren. Aber als ich dann gerade frisch gebacken aus Spanien wiederkam, konnte ich Rostock nicht mehr sehen. Ich wollte weg von zu Hause und gleichzeitig auch meine Mama nicht alleine lassen, die mit mir jedoch ellenlange Diskussionen geführt hatte, dass ich mein Leben nicht aufgeben sollte, um ihres zu beschützen. Also sind Tobi und ich zusammen weggezogen, weit weg. Wir leben jetzt in Leipzig und studieren hier auch beide. Mein Studiengang hat keinen NC, also konnte ich nachträglich noch hineinrutschen, aber Tobi musste für seinen extrem kämpfen, hat es aber geschafft. Wir haben hier eine Wohnung gefunden, tolle neue Leute kennen gelernt und ich habe eine Tanzschule für mich entdeckt. Mein Studium macht mir Spaß, mit mir zusammen studiert Romy, und zwar genau das Gleiche, wir haben uns so kaputt gelacht, als wir uns im Vorlesungssaal zum ersten Mal gesehen haben. Ich habe Französisch, Spanisch und Italienisch – genau wie Romy auch. Ich wusste zwar, dass sie auch hier in Leipzig gelandet ist, aber bin trotzdem völlig gedankenversunken zur Vorlesung gegangen, um die Überraschung meines Lebens zu bekommen. Außerdem habe ich noch Rumänisch, voll gut, dann verlern ich wenigstens nicht sofort alles, was ich mir dort eingeprägt habe.

Da Romy und ich jetzt so ziemlich auf einen Haufen sind und uns jeden Tag sehen, haben wir beschlossen, unsere Babys zu verbinden, sie ist genauso eine Schreiberin wie ich. Sie hatte zwar bisher nie einen Blog, aber sie wird hier ab und zu ein paar Posts als Gastautorin verfassen. Wir haben uns natürlich einen ungünstigen Zeitpunkt für den Start ausgesucht, nächste Woche fangen unsere Prüfungen an und ich muss noch so viel lernen, aber in Angriff nehmen wollen wir das Ganze schon. Wir wollen diesen Blog, dieses Marmeladenglas zu zweit wieder aufleben lassen, ich will mein Baby nicht wegschmeißen. Und zu zweit ist vieles einfacher, dann muss ich nicht mehr ganz so viel Angst haben oder mich verstecken.
Romy ist ein bisschen offener als ich, wahrscheinlich wird sie der repräsentative Teil und ich der organisatorische. Wir wissen es noch nicht, wie wir das aufziehen wollen, aber wir möchte zu zweit etwas erreichen, was uns Spaß macht.

So viel von meiner Seite. Ich bin also nicht tot, sondern noch motivierter als vorher, etwas aus meinem Leben zu machen und nichts dem Zufall zu überlassen. Mein Name ist Eileen, ich lebe und ich bin glücklich.

Freitag, 26. April 2013

Das Märchen von Italien...

...ist nicht mehr Venedig, sondern Florenz, das habe ich jetzt beschlossen. Obwohl ich noch nicht einmal in Venedig gewesen bin. Und ich kann mir auch vorstellen, dass viele Orten Italiens ein Märchen sind, also heißt das wohl, dass ich diese Orte alle in meinem Leben besuchen sollte, bevor ich weiß, welcher der Traum von Italien ist. Bis dahin bleibt Florenz mein persönliches Märchen!
Ich habe in dieser einen Woche so viel Eis gegessen wie noch nie zuvor. Wenn man in einem Eiscafé arbeitet und dann gratis Eis nach Feierabend mit den Kollegen essen darf, versteht sich das wahrscheinlich von selbst. Alle waren total lieb zu uns, es gab absolut keine Probleme, wenn man von der sprachlichen Barriere absieht. Ich denke, Italienisch ist mir ein bisschen zu hektisch. Was genau wir alles in Florenz gemacht haben, habe ich ja hier schon ein bisschen vorgestellt.

IN DIESEM POST SOLL ES AUSSCHLIEßLICH UM MEINE GEDANKEN GEHEN.

Das hätte ich mal nach jedem Land machen sollen. Was denke ich jetzt über Italien? Was denke ich über die Schweiz, über Wales, Irland, Finnland, Schweden, Frankreich, die Ukraine, Kroatien, Spanien oder nachher dann auch Rumänien? Ich habe überlegt, ob ich das nachträglich noch machen werde, und bin zu dem Entschluss JA, WERDE ICH gekommen. Alle Länder waren wichtige Erfahrungen für uns und ich bin so verdammt glücklich, dass ich diese Arbeitsworkshops an so unterschiedlichen Orten mit so unterschiedlichen Menschen in so unterschiedlichen Ländern machen durfte, wir werden auf ewig dankbar sein! Auslandserfahrungen sind Gold wert - und deshalb möchte ich diese hier einfach nicht unberührt lassen.
Es bekommt also jedes Land noch einen extra Post. Ich mach das nicht nacheinander, sondern nach Lust und Laune. Aber mit Italien werde ich anfangen. Florenz, Italien.

EINE SCHATZTRUHE...

http://www.weheartit.com/

Stellt Euch vor, es ist Sommer, wunderschön warm, die Sonne scheint, 24° C im Schatten, ein leckeres Vanilleeis in der Hand, freundliche Menschen an jeder Straßenecke - und Ihr spaziert über die gefühlte 376. wunderschöne Brücke einer kunterbunten, lebensfrohen und gleichzeitig hochmodernen und künstlerisch begabten Stadt. So ging es mir in Florenz jeden Tag. Durch die Arbeit im Eiscafé hatten wir abends meistens frei und konnten die Zeit mit unserer Gastfamilie oder zu zweit verbringen.
Wenn man eine Stadt kennen lernt, sollte man sich unbedingt an Tipps von Einheimischen halten, denn die wissen mehr als jeder Reiseführer. Unsere Gastmutter arbeitet im Stadtarchiv, also konnte sie uns natürlich viel über Florenz erzählen, unser Gastvater ist Künstler. Als wir da waren, hatte er gerade seine fünfte Ausstellung vorbereitet und mich auch einmal dorthin mitgenommen. Ich kann bis heute leider nicht sagen, ob mir seine Bilder gefallen oder nicht.
Das habe ich in Florenz aber ziemlich häufig festgestellt. Man kann nichts festhalten. Die Menschen leben dort miteinander vor sich hin und kümmern sich nicht um vorgeschriebene Meinungen. Beispielsweise hat unsere Gastfamilie zwar einen Fernseher, der aber nur einmal am Abend für die Nachrichten angeschaltet wird. Das ist eine sehr resolute Meinung von Francesco, der nur einmal am Tag wissen will, was auf der Welt passiert, "der ganze dreckige Rest von Möchtegern-Promis, Steueraffären, Angelina Jolies Brust-OP oder dummen Politikern kann mir gestohlen bleiben". Mir gefällt seine Ansicht, vor allem wenn man sich die italienischen Sender anguckt, die bei uns RTL genannt werden würden.

Louisa und Nanna haben mir bei unserer Shoppingtour recht ausgiebig die Innenstadt gezeigt, die Shoppingmeile Via Roma / Via Calimala ist wirklich zu empfehlen und definitiv eins meiner festgesteckten Ziele für meinen nächsten Florenz-Besuch. Ich habe dort viele schöne Sachen bekommen, vor allem auch vom Flohmarkt.
Vier mal waren wir mit unserer Gastfamilie abends essen, beispielsweise im "Cantinone del Gallo Nero". Meistens waren wir in irgendeinem Gewölbe, Florenz hat echt viele besonders schöne Kellergewölbe, in denen sich die Italiener auf ein Gläschen Chianti treffen. Einmal ging es aber auch in ein Open-Air-Lokal. Chianti schmeckt mir persönlich zwar nicht so, aber ich habe festgestellt, dass es allen viel weniger um den Alkohol als um das gemütliche Beisammensein und Klönen geht. Niemand erzählt so gute Jugendanekdoten wie unser Gastvater Francesco. Ein Hoch auf Eileen - denn sie hat sogar vieles davon verstanden und konnte mitlachen! :)

http://www.weheartit.com/

Italiener sind erstaunliche Menschen. Sie lassen sich von der Genügsamkeit irgendwo neben den Finnen einordnen, sind aber resolut wie die Schweden. Und spontan wie die Ukrainer. Bodenständig wie die Schweizer. Ehrlich wie die Iren. Aber ich will keine Vergleiche suchen. Das macht man nicht. Italiener / Florentiner sind einfach sie selbst. Man muss dort gewesen sein, um sie beschreiben zu können!

Sonntag, 17. Februar 2013

What's in my bag?

Heute also mal großer Experimentier-Tag. Ich hatte ja mal gesagt, dass ich so was machen möchte, unabhängig davon ob es jemanden interessiert oder nicht. Dieser Blog bleibt wahrscheinlich ewig mein elektronisches Lifestyle-Tagebuch, aber ein paar Ausflüge kann man ja mal machen.
Ich finde Fashion- und Beauty-Blogs total faszinierend und lese auch sehr viele regelmäßig (siehe meine Lieblingsblogs in der Sidebar, die stalke ich regelrecht :D), aber ich selbst werde wahrscheinlich niemals einen zustande bekommen, auch wenn ich es vielleicht gerne möchte. Erstens fehlt mir das nötige Wissen, wie man so etwas am besten angeht, zweitens habe ich auch leider nicht so viel Zeit wie andere, die sich da wirklich in jede Mode- und Beautyzeitschrift reinknien und sie verschlingen, um immer up to date zu sein, drittens mangelt es auch ein bisschen am Geld, um jede Woche irgendwas neues zu kaufen, was man dann vorstellen könnte und viertens will ich keine Bilder von mir selbst im Internet haben, dafür hab ich zu viel Angst. Warum das so ist, hab ich schon mal geschrieben, aber ich bin jetzt zu faul, den Post zu suchen :P

Ich habe gestern endlich mal wieder meine Tasche aufgeräumt. Tobi hat schleunigst das Weite gesucht, als ich damit anfing, den Inhalt auf unserem Bett auszuleeren. Und dann kam mir der blödsinnige Gedanke, das alles auch noch zu fotografieren, um später über so viel Langweile lachen zu können. Die Bilder sind nicht besonders gut, denn ich habe meine Kamera in Deutschland vergessen. Das ist typisch Eileen, es wundert mich schon gar nicht mehr. Aber ärgern tut es einen natürlich schon. Die ganzen schönen Eindrücke aus anderen Ländern kann ich nur mit meinem Handy fotografieren. Grrrr. Großartig, Eileen.



Das da wäre erst mal meine Tasche. Ich hab natürlich noch andere, aber die benutze ich am liebsten, weil sie tausend kleine süße Geheimfächer hat, damit der ganz Kleinkram nicht total durcheinander purzelt. Sie ist von Tom Tailor, allerdings weiß ich leider nicht mehr ganz genau, wo ich sie herhabe. So, was ist da alles drin? Was schlägt Kerle so sehr in die Flucht? ;)



So viel ist das doch gar nicht ;) Da gibt es bestimmt Handtaschen, die mehr in sich tragen. Wie sagt Mario Barth? "Frag mal deine Freundin, ob sie einen Akku-Schrauber dabei hat. Sie sagt nicht nein, das mindeste, was sie sagt, ist: 'Ich guck mal'." So schlimm bin ich nicht.
Portemonnaie, Schlüssel, Kaugummis, MP3-Player, Zopfgummi(s), Taschentücher und einen USB-Stick haben andere vielleicht auch dabei, sogar Männer. Was auf dem Bild nicht drauf ist, ist mein Handy, ein Nokia E7-00, aber das ist natürlich auch immer dabei. Normalerweise führe ich auch immer meine Kamera mit mir herum, im Moment nun leider gerade nicht -.-
Und jetzt in der kalten Jahreszeit und vor allem in Finnland dürfen Handschuhe natürlich auch nicht fehlen. Einen Schreibblock und einen Stift hab ich auch immer dabei, meistens sogar noch keine Post-its.
Außerdem immer dabei ist Nasenspray und ein Spiegel. Zum Thema Beauty nehme ich immer nur das Nötigste mit, soll heißen: ein bisschen Mascara (Sexy Pulp von Yves Rocher), einen Lipgloss (von Rival de Loop), Haaryspray to go (Wellaflex - normalerweise benutze ich aber Elnett von Loreal, das ist nur zu groß für die Tasche), Deo (8x4), Handcreme ("Schöne Hände" von Yves Rocher), einen Labello, einen Eyeliner, was für die Nägel (Nagelpflege und Nagelglätter, beides von Pierre Ricaud) und Feuchtigkeitsspray (hydraspecific von Yves Rocher).


Spiegel und Mascara "Sexy Pulp" von Yves Rocher
Handcreme und Nasespray
Die beiden Produkte in weiß sind von Pierre Ricaud. Das längliche ist die Nagelpflege, das rechteckige der Nagelglätter
Feuchtigkeitsspray, Haarspray und Deo

Außerdem noch eine Eyeshadowbase "I love stage" von Essence und eine Liquid-Fondation von Perfect Stay. Manchmal kommt auch noch mehr Schminke mit, für die Augen oder was auch immer, das kommt immer darauf an, wie lange ich zum Fertig machen Zeit habe und wo es hingeht, logischerweise kann man sich ja nicht überall neu oder fertig schminken, deshalb mach ich normalerweise nicht so viel Firlefanz, dann hab ich abends auch weniger zum Abschminken. Denn ich bin ja faul ;)
Und natürlich einen oder mehrere Pinsel für das Ganze findet man auch in meiner Tasche, wenn schon, denn schon.

Hab ich was vergessen? Ach ja, das kleine Täschchen. Da ist alles drin, was man braucht, wenn es brenzlig wird. Ein Ersatz-Mascara, ein Eyeliner, ein kleiner Spiegel, Tampons, Wattepads, Zahnpasta, noch mal Labello, Gesichtscreme und ein Mini-Deo.
Ich bin berühmt-berüchtigt dafür, loszurennen wie ein Frisör und alles zu vergessen, solange ich nur an diese kleine Tasche denke, ist wenigstens nicht die totale Katastrophe. Was glaubt Ihr, wie oft ich schon Dinge vergessen habe. Es ist ein Wunder, dass ich noch meinen Führerschein, meinen Personalausweis, mein Handy, meinen MP3-Player und meine Schlüssel habe. Alles andere kann man ja theoretisch nachkaufen, auch wenn es immer ärgerlich ist. Kopf wie Sieb.

Eigentlich ist es ja eine ziemliche Zumutung, solche Bilder zu veröffentlichen. Die schlimmsten hab ich sogar gleich sein gelassen, doofes Handy. Aber es war eben nur ein Experiment. Merke: Nie wieder Kamera vergessen!

Freitag, 8. Februar 2013

Happy Birthday, Marmeladenglas.

Heute wird mein kleines Marmeladenglas ein Jahr alt.


Vor genau 365 Tagen habe ich mit dem Bloggen begonnen, ich habe mir heute dazu mal wieder meine allerersten Posts reingezogen. Mein erster Eintrag hat folgenden Namen:


Ich habe ein Jahr durchgehalten, es werden wahrscheinlich noch viele Jahre, denn dieser Blog ist mittlerweile ein Teil meines Lebens. Er ist für mich, nur für mich, und ich kann tun und lassen, was ich will und mich austoben, wie ich es will. Ich kann mein Leben aufschreiben und weiß dann, dass es mir gut damit geht. Ich interessiere mich nicht dafür, wer sich das hier durchliest, obwohl ich mich natürlich über jeden Kommentar freue, aber Leserzahlen sind mir immer noch nicht besonders wichtig. Ich find es, so wie es ist, perfekt. Das Einzige, was ich vielleicht ändern würde, sind die Posts selbst, aber dafür fehlt mir erstens die Zeit und zweitens der Mut.


Angesichts dieses bedeutenden Tages hab ich nachgedacht, ob ich dazu irgendetwas besonderes tun soll. Hm, etwas Besonderes ist mein kleines Leben wahrscheinlich nicht, aber ich wollte einen Nachdenk-Post zum Thema "Selbstinszenierung" machen, weil ich dazu ganz viel zu schreiben hätte und vor allem neulich auch einen genialen Film dazu gesehen habe. Mal gucken, wann ich das hinkriege, das Wochenende ist ja jetzt erst mal vollgepackt.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Frohe Weihnachten :)

Coucou!



Von Herzen! Euch allen eine gemütliche Zeit.

Und wir haben den Weltuntergang überlebt ;)

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 29. Oktober 2012

Jeder meiner Gedanken trägt deine Handschrift.

Coucou,

ich kann nicht mehr. Tanzen. Ich will zu. Tobi. Ich sollte mehr. Essen. Ich vermisse. Anne. Ich erkenne mich nicht. Mehr. Ich weiß, was ich. will. Ich liebe dieses. Leben.



Lots of Love,
Eure Eileen

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi.

Coucou!




Es ist seltsam, dass das Leben trotz allem einfach weitergeht.

Ich habe mich jetzt wieder fast so weit gefangen, dass ich diesen Blog jetzt endlich mal so umgestalten kann, wie er sein sollte. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten machen, aber Ihr kennt meine Disziplin. Shut up. Ich hoffe, es klappt dieses Mal.

Lots of Love,
Eure Eileen

Mittwoch, 17. Oktober 2012

With every step I take, I'm thinking of you.

Coucou!

Die Beerdigung war schön, total traurig natürlich, aber irgendwie auch schön. Ich habe sehr viel geweint, ich durfte den Marienkäfer in die Urne legen, Tobi war bei mir und hielt mich fest, ich habe es also überlebt. Jetzt sind alle wieder weg und tun wieder das, was sie tun müssen. Ich auch. Tanzen bis zum Umfallen. Es ist so anstrengend, aber ich weiß, was ich will.


Lots of Love,
Eure Eileen

Samstag, 6. Oktober 2012

Briefe, die nie gelesen werden. Dennoch schreibe ich sie.

Coucou!

Ich habe so große Angst vor Montag! Ich bin jetzt schon total zittrig, wenn ich daran denke! Jeder sagt mir, dass ich stark bin und das schaffen werde, aber ich kenn mich. Ich weiß, wie sehr ich heulen werde, wenn ich Annes Bild und daneben die Urne stehen sehen werde. So eine Urne anzuschauen ist bestimmt komisch, ich komme mit dem Gedanken nicht klar, dass dort drin ein Mensch sein soll, das ist unwirklich. Dann ist Anne endgültig weg, das schmerzt.



Ich schreibe wirklich schon Briefe an sie. Selbst wenn ich eigentlich überhaupt keine Zeit habe, wenn ich total unter Strom stehe und tanzen muss bis zum Umfallen, trotzdem schreibe ich manchmal bis in die Nacht Briefe an sie, vier sind schon fertig. Vielleicht darf ich ja etwas mit in die Urne hineinlegen, sie hat nämlich einmal einen Schlüsselanhänger bei mir vergessen, einen kleinen Marienkäfer. Der muss in die Urne rein, ich wünsche ihr viel Glück auf ihrem Weg ins Jenseits oder wo auch immer tote Menschen hingehen, keine Ahnung. Ich habe über so etwas noch nie nachdenken müssen, jetzt erschlägt mich das alles.



Ich habe für Montag eine Freistellung bekommen, die anderen Mädchen haben schon längst angefangen zu lästern. Ich glaube, wenn ich trotz meiner ganzen Fehltage bisher (es sind schon zwei, oh mein Gott, ihr Schlampen!) bei diesem Tanzlehrgang gut abschneide, werde ich von allen noch mehr gehasst als sie es sowieso schon tun. Selbst wenn die todkrank sind, schleppen die sich zum Lehrgang, denn es geht denen nur ums Gewinnen.
Die Einzige, die nett zu mir ist, ist Nina, mit der konnte ich schon immer gut, wir tanzen immer die Partnerübungen zusammen. Alle anderen lassen immer mehr ihre andere Seite heraus. Jeder will hier gewinnen, und zwar alleine. Also sind einige der Meinung, dass man sich natürlich auch nicht mehr helfen muss. Es ist anstrengend, sich den ganzen Tag Rumgezicke anhören zu müssen. Klar will ich auch gewinnen, Paula Abdul treffen wäre einfach DER Hammer, aber ich hasse diesen Zickenkrieg und beteilige mich auch nicht daran. Deshalb bin ich natürlich nicht durchsetzungsfähig und werde diesen Lehrgang niemals bestehen, irgendwas müssen sie ja finden, was es an mir auszusetzen gibt. Gefolgt von meinen dünnen, wasserstoffblonden Haaren (es ist zwar dunkelblond, aber egal), meinen kurzen Röcken, meiner ruhigen Art (dass ich zurzeit nach Annes Tod nicht so gern auf die Pauke hauen möchte, interessiert diese arroganten Weiber aber auch nicht) und meinem Freund, den es ja angeblich nicht gibt, weil sie ihn noch nicht gesehen haben. Es ist völliger Irrsinn, wenn man versuchen will, ihnen die Wahrheit zu erklären. Auf gut Deutsch gesagt bin ich also nur eine kleine, an Aufmerksamkeitsdefiziten leidende Schlampe, die nichts auf die Reihe kriegt. Richtig geraten.



Heute kommt Kathy in Hamburg an, morgen kommen Tobi und J. aus England zurück, V., I., mein Schwesterchen aus Frankreich, die gestern angekommen ist, und ich holen sie zusammen vom Flughafen ab, alle da. Tobi habe ich zwar "gerade" gesehen, aber ich leide jetzt schon wieder unter Liebesentzug. Ich brauche ihn.
Und J. wiederzusehen, wäre auch mal wieder schön, mein bester Freund ist genauso unersetzbar wie durchgeknallt.

Am Mittwoch hatten wir ja alle frei und es war sogar einigermaßen schönes Wetter. Wir haben uns an der Ostsee getroffen, Steffie, R. und Kathi hatten Gitarren mit. Singen und Lagerfeuer am Strand machen ist sooo schön. Sari war da, Linchen, Christian, Flori, D., F., Simón, V., I., L., meine allerbeste S. natürlich und noch ein paar andere Leute, die Anne kannten und mochten. Einige hatte ich noch nie gesehen, aber in so einer Situation rücken natürlich alle zusammen. Wenigstens was.




Wir vermissen Anne sehr. Warum ist das Leben so ungerecht?

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 1. Oktober 2012

"Ich weiß, wie ihr euch fühlt." - Sei still, halt einfach die Klappe, du hast keine Ahnung.

Coucou!

Tja, was soll ich sagen? Am besten gar nichts. Es hat sich nichts verändert, aber alles ist anders. Das Schicksal meint es mal wieder nicht gut mit uns. Aber der Reihe nach. Als letztes war ja das Rachel-Problem aktuell, mein Gott, erscheint mir das jetzt bedeutungslos. Das wird ein langer Post, es gibt viel zu verarbeiten. Ich muss das alles loswerden und aufschreiben und ich brauche viele schöne Bilder für die Seele. Lasst mich, ihr versteht meine Welt eh nicht!
Ich weiß, ich wiederhol mich, aber da oben ist ein [x] für die, die es nicht wissen wollen.



Rachel hat immer noch nicht aufgegeben, aber Tobi bleibt ziemlich hart, das fühlt sich in meiner Seele irgendwie gut an, denn er will mich und keine andere, warum auch immer. Tja, Applaus Hure. Aber du bist ihm nicht gut genug. Du bist ja so geil und jeder steht auf dich. Nur er nicht. Er will mich.
Bin ich so gut? Ich sei die Beste, sagte er schlicht. Ich weiß ja nicht.
Am 8. September hatte er Geburtstag, endlich sind wir beide 19. Ja, Tobi ist ein paar Monate jünger als ich, na los, es gibt genug, dich sich ihre Mäuler darüber zerreißen, also tut es bitte auch, der Ordnung halber. Und für mein Image.
Nein, so ist das nicht gemeint, aber es regt mich trotzdem auf. Vielleicht versteht das ja einer.



Ich habe mal wieder nicht nachgedacht und frei nach dem Kurschlussreaktionsprinzip gehandelt. Dadurch, dass ich zu seinem Geburtstag ziemlich fertig war - der Tanzlehrgang, die Entfernung, die Eifersucht, die Anstrengung, die Sehnsucht - das wurde mir alles ein bisschen zu viel und ich hatte eine gelegentlich mal auftretende Austick-Phase, die sich zu einem explodierenden Pulverfass entwickelt hat. Sie fing damit an, dass ich mittlerweile nur noch 45 kg wiege und endete damit, dass ich mein gesamtes Studiumskonto leergepumpt habe und nach London geflogen bin. Tobi hatte Geburtstag, ich vermisste ihn, ich konnte nicht anders, ich musste es tun. Ergebnis: kein Geld mehr, Mama völlig sauer, wütend, besorgt und vorwurfsvoll, weil ich ihr kein Wort gesagt hatte. Sie ist fast wahnsinnig geworden, weil ich mich erst wieder Stunden später aus England gemeldet habe, Tobi auch nicht sonderlich begeistert (wobei er sich gefreut hat, mich zu sehen), er wusste von nichts, außerdem einen verlorenen Tag beim Tanzlehrgang, eine zickige und wütende Rachel und noch eine ganze Menge Stress und Ärger.



Ich weiß, das versteht keiner, aber ich musste es tun, ich konnte nicht anders. Ich habe mit ihm also seinen Geburtstag in London gefeiert, er hat mich mit zu seinem Arbeitsplatz genommen und mir seine Gastfamilie vorgestellt. Und Rachel habe ich auch kennen gelernt, wirklich eine arrogante Barbie-Puppe mit zehn Tonnen Schminke im Gesicht. Meine Fresse, war die sauer.

Meine Mama war doppelt sauer. Sie kommt von der Arbeit nach Hause und findet eine leere Wohnung vor. Kein Zettel, keine Nachricht. Und ich war nicht zu erreichen, weil ich im Flugzeug keinen Empfang hatte. Wenn ich unüberlegt handel, denke ich nur an die Hälfte, das kommt davon.

Als ich aus England wiederkam, hat Mama mich vom Flughafen abgeholt und mir die gesamte Autofahrt über Vorträge gehalten. Ja Mama, ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, ich weiß auch, dass du dir Sorgen machst, aber ich bin mittlerweile 19 und nicht mehr dein kleines Küken.

Den einen Tag vom Tanzlehrgang, den ich verloren habe, war schwer, wieder aufzuholen und ich bin mittlerweile jeden Tag froh, wenn ich nach Hause komme und mich einfach nur auf die Couch packen kann. Vor allem zum Essen. Womit wir beim nächsten Problem wären: 45 Kilo. Als ich das auf der Waage gesehen habe, wäre ich vor Schreck fast umgefallen. Das geht ja gar nicht! Ich muss dringend essen. Disziplin, Madame. Ich fühle mich auch irgendwie komisch, ein bisschen schlapp, ausgepowert und kaputt. Dieser Tanzlehrgang zerrt ganz schön an den Kräften. Das wusste ich zwar vorher, aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Damit könnte ich theoretisch noch leben, aber der nächste Hammer, der nun folgt, damit kann ich nur schwer leben, obwohl ich es muss.

Anne ist tot.




Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll, es ist noch so unwirklich und weit weg, das hat wahrscheinlich noch niemand realisiert. Es ist, als ob die Zeit stehen geblieben ist und sich nichts mehr bewegt.









Nichts hat sich verändert. Was nicht stimmt, weil sich alles verändert hat. Sie ist nicht mehr.




Sie wurde Ende August ins Krankenhaus eingeliefert, das hatte ich ja noch geschrieben, es sah nach einer Lungenentzündung aus. Anderthalb Wochen musste sie sich aufregen, wie öde und langweilig das Krankenhausleben doch ist, dann durfte sie endlich wieder nach Hause.
Am nächsten Abend war sie wieder wie immer, wir waren zusammen bei Freunden, das war zwar keine Party oder so, aber trotzdem hätten wir sie niemals mitnehmen dürfen!
Am nächsten Tag ist sie zusammengebrochen und wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden. Disgnose: Lungenembolie. Ich frage mich, was die Ärzte bei ihrem ersten Aufenthalt gemacht haben. Karten gespielt? Geld verwettet? Däumchen gedreht?
Zwei Operationen, die zweite hat Anne nicht überlebt.




Ich habe das in der Mittagspause von meinem Tanzlehrgang erfahren, S. hat mich angerufen, das war der Schock des Tages. Wie geht man damit um? Ich habe erst mal weitergetanzt, ich brauchte irgendwas zu tun. Aber dann, wenn man nichts mehr zu tun hat? Zu Hause bin ich in Tränen ausgebrochen. Doch nicht unser Annchen! Ich konnte mich noch nicht einmal richtig von ihr verabschieden. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich sie nicht öfter besucht habe, weil ich durch den Lehrgang total unter Strom stand, aber hätte, wenn und könnte...
Zwei Dinge stehen fest: Wir hätten sie niemals zu den anderen mitnehmen dürfen, wir haben versagt, wir haben nicht auf sie aufgepasst. Und hätten die Ärzte bei ihrer ersten Krankenhauszeit ihren Job richtig gemacht, würde Anne vielleicht noch leben. Soviel zur Theorie.
Ich könnte ehrlich gesagt immer noch heulen, dabei ist es schon eine Woche her. Alle unsere Freunde sind aus allen Ecken zurück gekommen, um diese schweren Stunden durchzustehen, letztes Wochenende ist sogar Steffie aus Tansania wieder eingeflogen und Linchen aus Russland zurück gekommen. Bei mir ist zurzeit I., die ihr FSJ unterbrochen hat. Zu Hause wollte sie nicht schlafen.
Tobi und J. kommen zur Beerdigung aus England und sogar unsere Amerikanerin Kathy aus Denver kommt wieder her. Meine Schwester aus Frankreich kommt auch, die muss ich am Freitag vom Flughafen abholen.

Am 8. Oktober ist die Beerdigung, das wird hart. Ich war noch nie auf einer Beerdigung, weil es bisher in meinem Leben niemanden gab, den man unter die Erde bringen musste, glücklicherweise. Aber ich hatte gehofft, ich kann bei meiner ersten Bestattung mit etwas weniger Heftigem anfangen. Doch nicht Anne! Das ist nicht fair, sie wollte doch noch so viel machen! In drei Wochen wäre sie 19 geworden.
Sie hat mir bei so vielem geholfen, ich konnte mich noch nicht einmal bedanken! Ich fühle mich so schlecht. Ich bin traurig, ich mache mir Vorwürfe, ich könnte den ganzen Tag heulen, ich will unsere Anne zurück haben!
Ich muss das alles aufschreiben, um zu verarbeiten, um nicht verrückt zu werden. Ich muss irgendwas tun, sonst geh ich kaputt. Ich dreh noch durch!

Ich habe schon angefangen, Briefe zu schreiben, zwei sind schon fertig. Das hilft irgendwie, ich wollte Anne doch noch so viel erzählen.








Sie wird immer einen Schlüssel zu meinem Herzen haben, ich habe sie dort mittlerweile eingeschlossen und die Schlüssel weggeworfen. Sie kommt dort nie wieder heraus.
Anne, ich liebe dich, wir lieben dich alle. Es tut uns leid, dass wir es nicht besser konnten, wir fühlen uns, als hätten wir dich zerstört. Niemand kann das wieder gut machen. Niemand kann beschreiben, wie schrecklich wir uns fühlen. Niemand kann es ändern, niemand kann es erklären. 

Die Zeit bleibt stehen, ich will in die Kirche gehen und Millionen von Teelichtern für Anne anzünden, dabei bin ich gar nicht gläubig. Ich denke, ich werde es in dieser Woche trotzdem machen, I. und S. kommen bestimmt mit.


Ich habe seit anderthalb Wochen nicht mehr als 20 Stunden geschlafen, jede Nacht immer ein bisschen, die meiste Zeit war ich wach und hab vor mich hin gequietscht. Ohne heulen bin ich wohl kein Mensch. Ein Wunder, dass ich bei dem ganzen Stress, der mich zurzeit so umgibt, noch nicht zusammen gebrochen bin.



Ich muss ans Meer, Ostseeluft um mich herum. bestimmt machen wir das morgen alle zusammen, ist ja Feiertag. Lagerfeuer am Strand, Gitarren mit, Salz in den Augen, Meeresgeruch im Haar, Sterne, ... ohne Anne...
Jetzt weine ich schon wieder...


Hilft nichts, da müssen wir durch.


Lots of Love,
Eure traurige Eileen