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Samstag, 23. Februar 2013

Planänderung.

Gestern kam ein schwedischer Vertreter unserer Auslandsorganisation vorbei und wollte mit uns sprechen. Ich war schon völlig schockiert: Haben wir irgendwas falsch gemacht? Der Typ, Björk, ein sehr netter Schwede, hat uns dann sofort beruhigt, dass alles gut wäre, aber der Hammer kam dann trotzdem noch. Unser Arbeitsplan wird geändert.

Ursprünglich wäre es jetzt folgendermaßen weitergegangen:

  • nächste Woche Kiew/Ukraine
  • übernächste Basel/Schweiz
  • danach Lyon/Frankreich
  • Cardiff/Wales
  • Florenz/Italien
  • zurück nach Deutschland 

Dann wäre es Anfang April, wir hätten ungefähr eine Woche Zeit gehabt, um uns wieder in unserem deutschen Leben zurückzufinden, und dann wäre es für mich zurück nach Spanien gegangen, für meinen Freiwilligendienst. Der würde bis August dauern. Jetzt ist alles anders.
Unsere Workshops und auch mein Freiwilligendienst hängen zusammen, das wird alles von ein und der selben Organisation gefördert, geplant und präsentiert. Deshalb haben die extrem viel Spielraum, was sie mit uns machen können. Und nun wurden wir noch für ein weiteres Projekt genommen. Es ist auch wieder ein Freiwilligendienst, das bedeutet, wir bekommen dafür kein Geld, wie das jetzt bei den Workshops der Fall ist. Unser neuer Plan sieht folgendermaßen aus:
  • zwei Wochen Kiew/Ukraine (weil die Leute dort absoluten Personalnotstand ausgerufen haben, do wie ich das jetzt verstanden habe)
  • eine Woche Basel/Schweiz
  • zwei Wochen Lyon/Frankreich (auf Frankreich freu ich mich seit dem Anfang!)
  • eine Woche Cardiff/Wales
  • eine Woche Florenz/Italien (aha, Italien schaffen wir also doch noch, die brauchen da auch Leute!)
Dann sind wir für eine einwöchige Busfahrt eingetragen, die aber nicht direkt etwas mit Arbeit zu tun hat, eher mit Geschichte, Gedenken und Stille. Wo fährt dieser Bus hin? Ganz ehrlich, so etwas wollte ich schon immer mal machen, aber allein trau ich mich einfach nicht: Konzentrationslager , oder das, was von ihnen übrig geblieben ist, anschauen.
Angefangen in Mailand geht es nach Mauthausen, Dachau, Flossenbürg, Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau (davor fürchte ich mich ehrlich gesagt), Belzec, Treblinka, Sachsenhausen, Ravensbrück, Neuengamme, Bergen-Belsen (auch davor habe ich Angst, vor allem weil ich spontan ein Exemplar "Das Tagebuch der Anne Frank" mitgenommen habe, wahrscheinlich werde ich es dort lassen) und es endet in Buchenwald. Meistens stehen natürlich nur noch Gedenkstätten oder Friedhöfe, aber es wird wahrscheinlich trotzdem eine ganz neue Erfahrung werden.

Und wenn man denkt, härter kann es nicht kommen (ich werde weinen, ich kenne meine schwachen Nerven, deshalb würde ich so eine "KZ-Rundfahrt" niemals alleine machen, ein Glück kommt Tobi mit), dann haut Björk noch einen größeren Hammer heraus!

Denn danach sind wir für drei Wochen in Cluj/Rumänien. Ich weiß, man hört viele Horrorgeschichten über die Lebensbedingungen der "Zigeuner" am Rande der Mülldeponie und ich muss Euch sagen: genau das wird unsere Arbeit sein. Björk meinte, dass es heftiger wird als Irland und Kroatien zusammen, weil wir mit sehr viel Elend konfrontiert werden. Nicht zu vergessen die Konzentrationslager. Dabei dachte ich eigentlich, dass mich nach Irland erst mal so schnell nichts mehr erschüttern kann. Oh doch! Wir wurden gefragt, ob wir damit einverstanden sind. Tobi und ich haben uns angesehen und uns war sofort klar, dass wir das machen wollen. Wenn man Menschen helfen kann, wieso sollte man es nicht tun? Es wird hart, elendig und furchtbar, das hat er uns auch klar gemacht, aber wir wollen nicht die Augen davor schließen, sondern verändern und darauf aufmerksam machen.

Ganz genau kenn ich unsere Arbeit in Cluj/Rumänien noch nicht, aber so viel vorneweg: Rumänien ist das zweitärmste Land der EU und dort lebt eine "Minderheit" von Sinti und Roma, abwertend "Zigeuner" genannt, obwohl ich das Wort Zigeuner eigentlich immer süß und schön fand, nachdem ich als Kind "Der Glöckner von Notre Dame" gesehen hatte, da ist das Wort Minderheit viel schlimmer. Klar wurden Zigeuner auch im "Glöckner von Notre Dame" gejagt, verbannt, verraten, gehasst, schikaniert, verhöhnt und eingesperrt, aber ich fand dieses Volk viel sympathischer als die ganze Pariser Stadtbevölkerung, obwohl sie sicherlich gestohlen, gelogen und sich gewaltsam das genommen haben, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht.
In Rumänien wurden "Zigeuner" noch nie vollkommen integriert, sie gelten eher als Plage. Wahrscheinlich ist das noch vom Zweiten Weltkrieg hängen geblieben, meine Fresse. Sicherlich haben die Rumänen auch gar kein Geld dazu, das Elend am Rande der Müllkippe von Cluj zu bekämpfen. Aber wenn wir dort sind, schreib ich alles genau auf, allein schon mal für mich selbst, um zu verarbeiten.

Nach diesen drei Wochen ist es Ende April, wo ich eigentlich schon längst in Spanien sein müsste, aber das wurde alles nach hinten verlegt. Wir haben dann zwei Wochen Auszeit bekommen und werden definitiv zurück nach Deutschland, nach Hause, fahren, damit ich mich richtig auf meinen Freiwilligendienst, der dann nur noch fünf Monate dauern wird, vorbereiten kann. Zurück geht es nach Valencia/Spanien. Ich freu mich. Vorher müssen wir allerdings Stärke beweisen.

Donnerstag, 23. August 2012

Super Gewinnspiel & Herzlose Menschen.

Coucou!

Das mit der Tanzerei wird immer mehr. Ich brauch wieder Wochenende. Würde Tanzen nicht mein Leben sein und so unendlich viel Spaß machen, hätte ich den Kram wahrscheinlich schon längst hingeschmissen ;-)

Ich habe übrigens bei einem Gewinnspiel teilgenommen. Mal schauen, ob ich ausnahmsweise auch mal Glück habe.


The Style Issues by Rosa verlost diese Neon-Statement-Kette von H&M. 



Ich besitze einen Rock in genau dem gleichen Neongelb. Leider kann ich ihn nicht oft anziehen, weil er sich zu nicht vielen Dingen kombinieren lässt. Mit der Kette hätten wir zumindestens das Schmuck-Problem geklärt, wenn es denn etwas werden sollte. Wünscht mir Glück! :-)


Hier geht's zum Post!

Es ist empfehlenswert, mal einen Blick auf ihren Blog zu werfen und noch viel empfehlenswerter, auch beim Gewinnspiel mitzumachen ;-)

Gestern Abend habe ich übrigens zwei Katzenbabys gefunden, als ich meine tägliche Joggingrunde um die Insel gelaufen bin. Einfach ausgesetzt, wie gemein! Natürlich hab ich die Kleinen mitgenommen! Meine Mama hat allerdings eine Haustierhaarallergie, also konnten wir die Beiden leider nicht behalten. Sie haben jetzt ein neues Zuhause bei Tobi gefunden, ich habe ihn über Skype schon darauf vorbereitet, mal sehen, was er sagt, wenn er wieder aus England zurückkommt. Seine Schwester ist aber begeistert, also werden die Katzen wohl bleiben dürfen. Sie heißen jetzt Eddie und Holly.

Holly
Eddie
Anscheinend Geschwister ;-)
Wie kann man nur so grausam sein und so etwas Süßes einfach aussetzen? Ich könnte aggressiv werden bei so etwas! Aber jetzt haben sie es gut ;-)
Nur Miss Ellie, Tobis emanzipierte und eingebildete Katze, ist jetzt furchtbar eifersüchtig, aber die gewöhnt sich schon noch daran.


Also kann ich stolz auf mich sein, ein gutes Werk getan zu haben :-)

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 13. August 2012

Gedanken überschlagen sich, erschlagen mich.

Coucou!

Er ist weg. Ich fühle mich - ja, ich weiß nicht, wie ich mich fühle. Irgendwie ungewohnt. Eine Stunde muss ich noch warten, dann können wir skypen. Gestern Abend kam eine SMS, dass er gut angekommen ist und heute Morgen hat er mir viel Spaß für meinen Lehrgang gewünscht. Er ist bei mir, obwohl ich ihn nicht sehe, aber es ist seltsam.



Mein Tanzlehrgang ist hart, sehr hart sogar. Heute war erst der erste Tag und ich bin schon total kaputt, obwohl es auch viel Spaß macht. Die verlangen ganz schön viel von uns, aber wer in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München auftreten will, sollte schon etwas dafür tun. Wir müssen ganz viel trainieren. Und jeden Tag kommt mindestens ein neuer Tanz dazu, ich sitze hier gerade in einem Meer von Zetteln und versuche, mir alles zu merken und die Schritte nicht durcheinander zu bringen. Ziel ist klar - Auftritt. Wenn ich das geschafft habe, gibt es eine Akkreditierungsurkunde, eine Auszeichnung, ein bisschen Geld und ein Treffen mit Paula Abdul. Das wäre der Wahnsinn, deshalb trainiere ich wirklich wie eine Besessene ;-)



Hmm, was gibt es sonst noch Neues? Ich bekomme demnächst ein paar Produkte zum Testen zugeschickt, mal schauen, was das wird.
S. hat einen neuen Freund, den sie mir am Wochenende vorstellen möchte.
Ich werde in der nächsten Zeit wahrscheinlich besonders viel bloggen, da ich irgendetwas brauche, um mit Tobis Abwesenheit klarzukommen. Er hat mich auch gebeten, das zu tun, um trotzdem alles mitzubekommen, was um mich herum passiert, er ist der Einzige, der von meinem Blog weiß, er liest ihn. Also wird Euch Eileen noch mehr mit sinnfreiem Zeug zumüllen ;-)


Noch was Anderes, was ich Euch zeigen wollte:

Während meines Tanztrainingslagers waren wir ja in Leipzig in der Deutschen Nationalbibliothek (Ich + Bücher = <3). Dort gibt es eine sehr interessante Ausstellung "Von der Keilschrift bis zum Binärcode". Ich habe davon viele Fotos gemacht, aber am besten haben mir die Sprüche auf den umstehenden Säulen gefallen. Verzeiht dir Qualität, es sind nur Handybilder ;-)











Außerdem wollte ich Euch ja noch meine Geburtstagsgeschenke zeigen. Mittlerweile sind das so viele, dass ich die wahrscheinlich in mehreren Posts aufteilen muss, meine Hayopays sind echt verrückt. Ich sage ihnen jedes Jahr, dass sie um Gottes Willen nicht so einen riesigen Aufwand wegen meinem Geburtstag machen sollen, aber jedes Jahr wird das geflissentlich ignoriert, was soll man machen? ;-)
Dafür haben sie auch alle mal Geburtstag, da kann ich mich dann revanchieren :-)


Fangen wir mal an, das auseinander zu nehmen:

  • zwei Karten für das Tarzan-Musical in Hamburg (im Dezember): von Tobis Eltern. Ich liebe Musicals, vor allem wegen der Tänzer, da kann man viel lernen. Und den Disneyfilm Tarzan mag ich sowieso gerne.
  • einen Gutschein von Tobis Schwester V., dass sie mir in Zukunft immer die Haare bei wichtigen Veranstaltungen macht. Damit wäre meine Hochzeit schon mal gesichert ;-) Im Prinzip brauche ich nie wieder einen Frisör, denn fürs Spitzen schneiden hat sie sich auch schon bereit erklärt, super :-) Außerdem hat sie mir noch ein Parfüm geschenkt.
Es ist traumhaft!
  • meine allerbeste S. hat mir eine Collage gebastelt, die ich aber nicht zeigen werde, und zwar aus dem Grund, weil S. und ich beide nicht unser Gesicht im Internet zeigen wollen
  • Von meiner Mama bekam ich ein Fotoalbum für meine Romy-Momente und außerdem einen lange schon überfälligen Mutter-Tochter-Tag, wahrscheinlich sogar mehrmals. Mama ist Romy-Schneider-Fan und deshalb sammel ich "Romy-Momente". Das kann der Blumenladen von neulich sein oder das hier:
Insgesamt habe ich schon 38 Romy-Momente, Tendenz steigend :-)
  • J., mein bester Freund, will mit mir in den Heide-Park, übernächstes Wochenende. Nur wir beide, das kann was werden.
Die restlichen Geschenke kommen in den folgenden Posts irgendwann, ich muss mal gucken, wie ich das mach. Und das beste - nämlich das von Tobi - kommt sowieso zum Schluss ;-)
Jetzt war es das erst mal, Skype ruft!


Lots of Love,
Eure Eileen 

Mittwoch, 6. Juni 2012

Entscheidungsfreudig war ich noch nie.

Coucou!


Ich habe nachgedacht. Eine halbe Ewigkeit, so kommt es mir jedenfalls vor, und doch ging die Zeit so schnell vorbei. Preisfrage: Was wird aus diesem Blog? Die Entscheidung ist gefallen. Er wird keinesfalls gelöscht, ich schreibe weiter, aber ich werde ein paar Dinge verändern. Sobald ich meine neue Kamera habe, werde ich eigene Bilder veröffentlichen. Alles, was mich beschäftigt: Klamotten, Schuhe, Kosmetik, Bücher, einfach mein Leben.
Ich muss mich an diese Entscheidung gewöhnen, denn sie fällt mir schwer. Was ist passiert?
In meinem alten Leben - als ich noch in L. gewohnt habe, da hatte ich eine Freundin in meiner Klasse, die anfangs ziemlich in Ordnung zu sein schien. Nicht so verlogen und ignorant wie die anderen. Dachte ich. Wir haben ziemlich viel zusammen gemacht, ich habe ihr vertraut. Und ihr sehr viel erzählt. Irgendwann wurde mir ein kleiner Zettel zugesteckt von einem Mädchen, das ich nicht mal kannte. Dadrauf stand: Dein Leben geht ja voll ab, hab selten so gefeiert. Die Aufmerksamkeit brauchst du wohl.
Ich hab überhaupt nicht kapiert, was los war. Von mehreren Seiten bekam ich den Tipp, doch mal das Internet durchzustöbern, und das habe ich gemacht. Das böse Erwachen: meine "Freundin" hat eine Seite erstellt, die in der ganzen Schule bekannt war. Auf dieser Seite veröffentlichte sie Lügen und Unwahrheiten über mich, außerdem persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummern. Ich bekomme heute noch diverse E-Mails von Leuten, die meine neue Mail-Adresse, die in irgendeiner Form mit der alten, die ich natürlich gelöscht habe, verlinkt war, herausbekommen haben. Es hält sich in Grenzen, deswegen werde ich nicht noch mal alles löschen, es nervt einfach nur.
Auf dieser Seite konnte die ganze Schule mein falsches Leben lesen. Meine Mutter würde von Hartz IV leben und sich häufig auf den Straßenstrich stellen, um was dazu zu verdienen. Ich hatte angeblich schon alle Typen von der Nachbarschule im Bett gehabt, selbst die aus der 6. und 7. Klasse, weil ich es einfach gebraucht habe. Ja, is' klar. Mit vierzehn, sicher. Es gab viele Fotomontagen, wirklich schlechte Fälschungen, doch sie wurden behandelt wie Originale. Da war ich dann natürlich die größte Schlampe der Schule.
Alle Leute von meiner Schule haben sich darüber das Maul zerrissen, jeder konnte das kommentieren, alle haben mein Leben zerfetzt. Da wurde so viel kaputt gemacht, durch Lügen und Betrug. Ich habe so oft geheult, weil ich das nicht mehr aushielt. Es gab nicht einen Tag, an dem ich nicht darauf angesprochen wurde: "Du bist schon so ein kleines Miststück, nicht wahr?" - "Für alles zu haben? Ja, so siehst du auch aus." - "Na Süße, zu wenig Aufmerksamkeit?" - "Schon scheiße, wenn man nur zwei Titten als Charakter hat, oder Schlampe?" - "Wechsel mal deinen Charakter, Hure ist total out." - "Wenn Schlampen leuchten würden, wärst du Las Vegas."




Das waren noch die harmlosesten Sprüche. Weh tat es trotzdem. Wir mussten eine neue Telefonnummer haben, ich bekam ein neues Handy und löschte meine E-Mail-Adresse. Umgezogen sind wir auch, zwei Straßen weiter. Das war alles teuer und wir hatten eigentlich sowieso kein Geld, aber Ärger bekam ich von meiner Mama nicht, ich konnte ja schließlich nichts für. Sie meinte nur, dass ich in Zukunft vorsichtiger sein sollte, wem ich mein Vertrauen schenke und wem nicht. Daran halte ich mich bis heute. Vertrauen ist wertvoll.
Wir sind aus L. weggezogen, weil ich die Beschimpfungen nicht mehr aushielt. Ich hatte Angst, zur Schule zu gehen, ich wollte nicht mehr. Meine Mama ist zur Polizei gegangen, doch das Einzige, was erreicht werden konnte, war, dass die Seite gelöscht wurde. Die Beschimpfungen blieben.




Aus diesem Grund hasse ich Internet. Ich habe Facebook, aber außer einem Profilbild habe ich noch nie ein Foto von mir hochgeladen. Ich hasse Facebook und regel irgendwelche Dinge lieber per Mail, SMS oder Anruf. Meine jetzigen Freunde, die ich hier in meinem neuen Leben gefunden habe, fragen mich vorher, wenn sie ein Bild hochladen wollen, wo ich mit drauf bin, weil sie es mitbekommen haben, dass ich ein gestörtes Verhältnis zum Thema Internet habe. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
Deshalb fällt es mir schwer, diesen Blog umzustalten, auch wenn ich es vielleicht gerne möchte. Wahrscheinlich werde ich trotzdem nicht mein Gesicht zeigen, ich will nicht, dass Leute aus L. mich wiedererkennen, wobei es unwahrscheinlich ist, dass sie diesen Blog jemals zu Gesicht bekommen. Es tut mir leid, aber ich hasse es.


Lots of Love,
Eure Eileen

Dienstag, 29. Mai 2012

Manchmal habe ich eine Lösung. Aber die passt nicht zum Problem.

Coucou!


Ich hatte heute Morgen Zeit, mal in anderen Blogs herumzustöbern, was ich hin und wieder sehr gerne tue, es inspiriert mich einfach nur. Am liebsten mag ich Blogs über Mode, Fotos, Kosmetik und einfach irgendwelche Tipps fürs tägliche Leben. Wenn Ihr also solche Blogs kennt, immer her mit den Links! ;-)
Gleichzeitig hat mich das auch sehr nachdenklich gemacht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich über meinen Schatten springen und eigene Bilder veröffentlichen soll. Dafür ist zu viel passiert. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich diese Geschichte erzählen soll, warum Internet für mich eine eher abschreckende Wirkung bekommen hat. Ich glaube, ich brauche Zeit, um darüber nachzudenken. Außerdem befindet sich die Idee in meinem Kopf, einen weiteren Blog für meine Geschichten zu erstellen, einfach damit ich mich voll und ganz austoben kann. Ich weiß es nicht. Ich gebe mir eine Woche zum Nachdenken, bis dahin muss eine Entscheidung gefällt werden, also bis nächsten Dienstag. Sieh zu, Eileen.
Ich habe eigentlich überhaupt keine Erfahrung mit Blogs und dem ganzen Firlefanz, den man mit ihnen treiben kann. Das geht schon mit Tags und Labels los und hört mit Blogvorstellungen und irgendwelchen Links zu anderen Dingen, wie zum Beispiel Twitter oder Facebook, auf. Ich bin ziemlich unfähig und habe auch nicht die Zeit, mich intensiv damit zu beschäftigen. Außerdem weiß ich nicht, ob ich das überhaupt will. Das ist eben die Entscheidung, die bis Dienstag gefällt werden muss. Denn eigentlich mach ich das hier nur für mich selbst. Und bisher schien das niemanden zu stören, dass eine weitere Verrückte über ihr relativ uninteressantes und vollgestopftes Leben schreibt.




Tobi arbeitet bis heute Nachmittag, das passt gerade so, dass ich ihn nach der Tanzschule abholen kann, in die ich gleich fahren werde. Außerdem hab ich heute Morgen meinen Arbeitsplan bekommen, jetzt geht ja die Erdbeersaison los und ich darf mich wieder hinstellen und verkaufen.


Lots of Love,
Eure Eileen


P.S. Heute vor 30 Jahren ist übrigens Romy Schneider gestorben, meine Mutter verehrt sie!

Dienstag, 27. März 2012

Das Einzige, was du bist, ist lächerlich

Coucou!

Unsere Mottowoche wird immer besser, wir sind mitten drin. Heute war, wie ich gestern schon erzählt habe, das Thema "Stars und Sternchen" dran. Ich wette, es sah ziemlich lustig aus, als ein weißer Mazda vor der Schule vorfuhr und zuerst Michael Jackson und danach auch noch Lady GaGa ausstiegen. Das waren natürlich Tobi und ich.
Ich hatte mein allerschrägstes Kleid und meine höchsten Schuhe (12 cm) an, was an Lady GaGas Verrücktenanfälle natürlich niemals rankommt. Und die Teetasse, natürlich ganz wichtig.
Es ist der Wahnsinn, was heute alles für prominente Leute bei uns in der Schule rumgelaufen sind. Viele haben auch unterschiedliche Dinge in das Thema hinein interpretiert. Soll heißen, wir hatten zwar eine Amy Winehouse, einen Bob Marley, eine Katy Perry, eine Paris Hilton (ein Glück habe ich mich nicht für die entschieden, das hätte die Gerüchteküche ja wieder von neuem angefacht, wobei mir das eigentlich ziemlich Banane sein sollte), aber auch diverse Filmstars wie Zorro, Arielle, Harry Potter (das war Christian), Rosalie Cullen (S. - sie ist aber auch verdammt hübsch!), Mickey Mouse oder sogar Super-Mario und Luigi. Kreativer Jahrgang, muss man schon sagen. Am geilsten fand ich Anne, die hat allen Ernstes ein Biene-Maja-Kostüm rausgekramt und war heute unsere Super-Biene ;)

Morgen ist Geschlechtertausch. Noch ist Tobi stur und sagt, er macht es nicht, aber noch habe ich nicht aufgegeben. Der bekommt einen Rock oder ein Kleid von mir, ob er will oder nicht. Und ich mops mir seine engste Hose und vor allem seine Motorradschlüssel ;)
Wobei das natürlich ein Problem ist, denn ich ziehe keine Hosen an. Hmmm. Entweder ich springe über meinen Schatten oder ... ja, oder gibt's nicht! Dann muss das wohl sein. Morgen und am Donnerstag, am Assi-Tag, auch. Seufz. Das kann ja was werden.

Ich weiß nicht, warum ich keine Hosen mehr trage, schon seit zwei Jahren nicht mehr. Früher hatte ich immer Jeans an, dann begann die Phase mit den kurzen Röcken. Und die hat auch jetzt noch nicht aufgehört. Selbst im Winter trage ich einen Rock, dann werden halt vier Strumpfhosen übereinander angezogen, damit ich nicht friere. Ich fühle mich in einer Hose mittlerweile so fremd und unwohl, ich habe auch nur noch eine einzige richtige Hose in meinem Kleiderschrank, Schlafanzughosen nicht mitgezählt, alle anderen wurden mit der Zeit aussortiert.
Deshalb bin ich natürlich DIE Schlampe. Es gibt keine andere an der Schule. Jeden Tag hört man, wie die ganzen eingebildeten Mädels aus der achten Klasse lästern: "Ja, die Eileen hat eben schon wieder D. aus der 12a umarmt, zwischen den Beiden läuft doch was. Tobias ist ja echt blind." Mittlerweile lässt mich das schon kalt. Man ist also eine Schlampe, wenn man einen anderen Jungen umarmt, ähh ... Kindergarten?
Dass D. mit Anne zusammen ist, wurde anscheinend kurzzeitig ausgeblendet. Wahrscheinlich waren die auch nur neidisch, weil ja nach wie vor alle kleinen Mädchen etwas von D. wollen und Anne am liebsten in die Hölle wünschen würden. Wenn wir sonst keine anderen Probleme haben, dann weiß ich auch nicht.

Ich lass mich nicht verbiegen - schon gar nicht von Kindergartenkindern! Und Tobi interessiert das Gerede noch weniger, er weiß, dass es nicht stimmt. Er wird nur regelmäßig sauer, wenn irgendetwas Beleidigendes gegen mich gesagt wird. Ich versuche, ihn da immer zu beruhigen, ist doch scheißegal, wenn andere nun mal keine Hobbys haben, das Einzige, was mich an der Sache stört, ist dieses Gelästere hintenrum. Aber das können Menschen wohl nicht anders.

Ciao, bis morgen!
Eure Eileen

Dienstag, 20. März 2012

Ich bin müde. Müde von der ganzen Scheiße

Coucou!


Jeder Mensch trägt eine Geschichte mit sich herum, die erklärt, warum er so geworden ist. Deshalb sollte man einen Menschen niemals beurteilen, bevor man seine Geschichte nicht kennt. Doch leider tut das die Gesellschaft viel zu oft.

Ich versteh schon. Ich bin nun mal die Schulschlampe vom Dienst. Ich betrüge meinen Freund und bekomme alles in den Arsch geschoben. Halt das beliebte, klischeemäßige, perfekte Einzelkind, das jeden Wunsch erfüllt bekommt. Es klappern die Absätze der High Heels durch die Nacht - Jo, das bin ich, die Schlampe.
Merkt ihr, wie sehr es wehtut, so etwas hören zu müssen? Es ist mir egal, was andere von mir halten, aber es ist mir auch nicht egal. Im Endeffekt könnt ihr mich sowieso nicht einschätzen. I don't really give a fuck about it, würde Tobi jetzt sagen. Ein Glück wissen wir beide es besser. Er sagt mir immer, dass die Welt labern kann, was sie will. Er liebt mich. Und ich liebe ihn. Nur ihn. Na, was sagt ihr jetzt?

Nun gut, ich muss zur Schule, ab in den Nuttenball. Über mich lästern alle, aber die ganzen 13-Jährigen, die lieber an ihrem Farbkasten-Gesicht als an ihrem Charakter arbeiten, die sind in Ordnung. Natürlich. Aber es wird nun mal alles teurer, nur der menschliche Charakter wird immer billiger. Ein Glück kann man sich Schönheit kaufen, Charakter nun mal nicht. Ist egal, interessiert eh keinen.

Kisses and hugs from
Eileen

Montag, 20. Februar 2012

Schlampenleben.

Schule hat wieder angefangen, ich wollte schon nach den ersten beiden Stunden unsere Ferien zurück haben. Wir haben eine Menge wiederbekommen, bin ganz zufrieden mit mir. Und der Schnee ist endlich weg. Es wird definitiv Zeit für Frühling. Ich hasse Schnee, Winter und Kälte. Jetzt ist der Boden nicht mehr gefroren, sondern einfach nur noch matschig.  Das ist zwar auch nicht so schön, aber besser als Schnee. 

Ich trage trotzdem grundsätzlich kurze Röcke, auch im Winter. Obwohl ich Kälte hasse. Widersprüchlich, weiß ich selbst. Ich mache das, weil - ja, warum? Weil ich mich in Hosen unwohl fühle, weil ich Röcke mag, weil ... was weiß ich!? Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute mich in der Schule oder wo auch immer bereits als Schlampe bezeichnet haben. Einmal Schlampe, immer Schlampe, du weißt schon. So entstehen Gerüchte. Ich hasse Gerüchte. Aber ich denke mir immer nur: Wow, muss mein Leben interessant sein, wenn es so viele gibt, die darüber lästern können. Aber egal. Einfach nicken und lächeln. Und abhaken.

NEID!

Anders kann ich mir das nicht erklären. Wobei ich beim besten Willen nicht weiß, worauf man bei mir bitte neidisch sein kann. Neid ist nicht schön. Das Einzige in meinem Leben, was beneidenswert ist, ist Tobi, er ist perfekt.
Ich schere mich nicht um Gerüchte. Es interessiert mich einen Scheißdreck, was andere meinen, von mir halten zu müssen, ohne mich zu kennen. In der Hinsicht ist die schwache Eileen auch mal tough. Aber das wahrscheinlich nur, weil ich so viel Unterstützung und Halt bekomme. Lernt mich erst mal kennen, bevor ihr euch das Maul zerreißt. Mehr kann ich nicht sagen.

Bist du hübsch, kommst du eingebildet rüber.
Bist du hässlich, sagt es dir jeder.
Bist du selbstbewusst, halten dich viele für eine Schlampe.
Bist du schüchtern, meinen alle, dass du den Mund nicht aufbekommst.
Bist du klug, giltst du als Streber.
Bist du dumm, machen sich alle über dich lustig.
Machst du etwas richtig, merkt es keiner.
Manchst du etwas falsch, werden sie dich ein Leben lang daran erinnern.

Und wie soll man diesen Anforderungen gerecht werden? Wo geht das Menschliche hin? Was lernen wir daraus? Ende vom Lied - diese Gesellschaft ist geschädigt und krank. Alle reden von Ehrlichkeit, aber jeder verarscht jeden. Herzlos, chérie. Herzlos.
Ich jammer nicht gerne, ich will auch nicht weinen, aber es passiert immer wieder. Aber wenn ich nicht weine, dann findet sich auch sehr gut etwas, worüber ich mich aufregen kann.