Joyeuses Pâques würde man hier sagen, und das ist nicht das Einzige, was in Frankreich anders ist. Ich hatte vorher noch nie ein Osterfest in Frankreich erlebt, deshalb ist es für mich ziemlich fremd und vor allem auch leicht skurril, fast wie Weihnachten in Frankreich, woran man sich als Deutsche auch erst mal gewöhnen muss. In Deutschland ist Ostern ja voll kirchlich. Klar, da ist irgendwie Jesus auferstanden, da rennen alle außer ich in die Kirche und beten, da läuten den ganzen Tag die Glocken, da werden Ostereier gesucht, Osterfeuer gemacht und den ganzen Tag gegessen. Zumindest waren meine vergangenen Osterfeste in Deutschland immer so. Nun zu Frankreich. In die Kirche rennt hier irgendwie niemand. Die Glocken hört man Sonntag morgen, danach sind sie still. Ostereier suchen gibt es hier zwar auch, aber viele Kinder suchen hier - ohne Witz! - Schokolade MIT MEERESFRÜCHTEN ODER MUSCHELN. Wenn man das nicht kennt, kann das schon mal eigenartig wirken. Tobi und ich durften auch suchen, jedoch hat Tobi die getrockneten Meeresfrüchte, die Victor versteckt hat, leicht schockiert angesehen und wusste nicht, was er damit machen sollte. Zum Essen hat er dann aber nichts mit Ozean und Meer gemacht, sondern Lamm, genauer gesagt "Gigot d'agneu", was irgendwie alle Franzosen zu Ostern essen. Den Osterhasen kennt man hier nicht, hier ist eher alles voller Hühner. Osterfeuer wird hier auch nicht so wirklich gemacht, aber unsere drei Mitbewohner haben uns mit aufs Land genommen, wo wir dann ein Feuer gemacht haben. Die drei fanden das so schön, dass sie das nun jedes Jahr zu Ostern machen wollen. Ich liebe es, verschiedene Kulturen und Länder zusammen zu bringen! :)
Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein frohes Osterfest und einen fleißigen Osterhasen! :)
Quelle: Google
Quelle: Google
Für uns geht's morgen schon wieder weiter. Leider müssen wir Frankreich verlassen...
Coucou! Nein! Nur noch knappe drei Tage im schönen Spanien, dann müssen wir weiter, nächste Etappe unserer kleinen Rundreise ist Zadar/Kroatien. Wahrscheinlich werde ich nach dieser einen Woche in Zadar wieder genau auf die gleiche Art herummaulen, dass ich doch eigentlich nicht weg möchte. Vorgestern habe ich übrigens Romy getroffen, eine liebe Freundin, mit der ich zusammen zur Schule gegangen bin. Sie ist Halbspanierin und kommt ursprünglich aus Valencia. Ein paar Tage Urlaub in Deutschland hat sie genutzt, um ihre Familie zu besuchen, und da haben wir uns eben kurzfristig verabredet, damit man sich nicht aus den Augen verliert. Mein Bericht (auf Spanisch) ist so gut wie fertig, meine Koffer hab ich allerdings noch kein bisschen angerührt. Ich meine, ich komm zwar wieder, wenn im März mein Freiwilligendienst beginnt, aber das dauert noch so lange. Ich muss dringend noch ein bisschen Gelassenheit lernen ;)
Ich habe übrigens meine Kamera in Deutschland vergessen.. Das ist so typisch Eileen, ich könnte mich selbst ohrfeigen. Ich vergesse zu viel, ich lebe mein Leben total zerstreut. Vielleicht mal eine Sache, die ich ändern sollte. Nun gut, heute ist Abschiedsessen mit unseren ganzen Kindern aus der Grundschule. Ich könnte heulen, wenn ich denen allen Tschüss sagen müsste. Man gewöhnt sich mit der Zeit an so eine Arbeit und irgendwann möchte man nichts anderes mehr machen. Und morgen Abend gibt es eine riesige Abschiedsparty mit allen Leuten, die wir hier kennen gelernt haben, außerdem darf ich morgen Nachmittag kostenlos ein paar Runden in einer Tanzschule drehen, nachdem ich neulich da war und die Chefin mich tanzen gesehen hat. Irgendwie bin ich schon ein bisschen stolz. Vor allem hat sie mir die Adresse ihrer Tanzschule und auch ihre private E-Mail-Adresse gegeben, ich soll ihr schreiben und ihr alles über meine tänzerische Laufbahn erzählen. Sie hat mir wieder einmal bewiesen: Ich bin die geborene Tänzerin, einfach, weil ich es liebe! Lots of Love, Eure Eileen
Coucou! Schon wieder einen ganzen Tag durchgeschlafen! Aber wenn man sich Silvester etwas überfeiert, ist das auch kein Wunder! Es war eine supergeniale Silvesterparty mit genau den richtigen Leuten und ich hätte mit niemandem auf der Welt tauschen wollen.
Wenn es um Silvesterkracher, Raketen und sonstigen Firlefanz geht, sind Jungs wie kleine Kinder zu Weihnachten! ("Wow, guck mal, Eileen, eine Zehnerreihe davon. Boah, sogar eine große, ich werd verrückt!", Tobi, im Endstadium des "Angetrunken-sein", gegen 0.30 Uhr, 1.1.13)
Sekt mit Cola schmeckt nicht!
Manchmal tut es gut, wie kleine Kinder "Tabu" oder noch bescheuerter "Schokolade mit Messer und Gabel essen" zu spielen, nur das bei uns die Schokolade in Wackelpudding umgewandelt wurde.
Nach dem Silvesteressen (Raclette!) bin ich auf dem besten Weg des Zunehmens!
Neues Jahr, neues Glück!
Tobi und ich sind schon dabei, uns auf Spanien vorzubreiten. In zwei Wochen geht es los, dann starten unsere Workshops und Reisen nach Spanien, Kroatien, Irland, Finnland, Schweden, Ukraine, Schweiz, Frankreich und Wales. Ich freu mich so extrem! Ursprünglich waren noch ein paar anderen Länder geplant und vielleicht schaffen wir auch noch Italien, aber das müssen wir mal sehen. Schließlich sind nicht wir diejenigen, die das planen.
Ich freue mich auf dieses Jahr! :)
Ich wünsche Euch von Herzen ein frohes und gesundes neues Jahr 2013! :) :)
Coucou! Geniales Wochenende, sag ich nur. Da haben meine Leute mal wieder was Tolles auf die Beine gestellt, auch wenn ich das eigentlich gar nicht haben wollte. Egal, es war einfach geil :-)
Wir sind jung und genießen unser Leben!
Ich liebe dieses Lied! Es passt.
Wisst Ihr, diese ganze Welt kann uns mal. Wir haben uns. Und wir werden uns immer haben. Wenn die Situation zunehmend versauter, bekiffter, besoffener und komischer wird, wenn alle denken: Scheiße Mann, mach dir Musik lauter, wir wollen an nichts anderes mehr denken. Wenn man der Realität und allen anderen bescheuerten Dingen um einem herum dezent den Mittelfinger zeigen kann, wenn der Bass am ganzen Körper vibiriert, wenn es Augenblicke gibt, in denen das Herz vor Glück kurz aussetzt, wenn die Nacht so wunderbar frei riecht, wenn man alles riskieren will, wenn man die Vernunft überhört, weil sie so leise spricht, wenn man nicht mehr weiß, wie man heißt, wenn das Herz nur noch voller verrückter Träume ist, wenn man sinnfreies Zeug plötzlich sinnvoll findet, wenn man einfach nur im Glücksgefühlsrausch schwebt und sein Leben genießt, dann spürt man nur noch das, was zählt. Aus diesem Grund liebe ich es, mit meinen Freunden zusammen zu sein und zu feiern.
Because one day, baby, we'll be old, oh baby we'll be old, and think of all the stories that we could have told.
That's why we want to tell these stories before we'll be too old.
Morgen beginnt mein Tanzlehrgang, und jetzt gleich bringen wir alle zusammen Tobi zum Flughafen, da er ja dann nach England fliegt. Ich bin traurig, bitte bleib einfach bei mir. Aber ich beschwere mich nicht, er soll leben, genauso wie er mich leben lässt, ohne zu maulen. Sein T-Shirt von der Party liegt noch auf meinem Bett. Es riecht nach ihm. Darf ich es behalten? Er fehlt mir jetzt schon. Pass auf dich auf, sagte ich zu ihm. Denn ich habe Angst um dich. Seine Antwort war ein Kuss.
Oh Mist, jetzt fang ich auch noch an zu heulen, das war nicht geplant. Und jetzt kommt er auch noch ins Zimmer und sieht es.
"Soll ich hier bleiben?", fragt er besorgt und nimmt mich in die Arme.
NEIN!
Das kann ich nicht von ihm verlangen. Geh schon. Er liest, was ich schreibe - und lächelt gequält. Ich bitte ihn, mich allein zu lassen, er geht. Jetzt weine ich wirklich. Zwei Monate sind nun mal länger als zwei Wochen. Jeden Abend Skype. Trotzdem. Kaum ist er mal nicht da, habe ich sofort Sehnsucht nach seiner Nähe, seiner Wärme, seinen Armen, seinen Küssen, seinen Augen, seinem Lachen, seiner Sanftheit, einfach nach ihm.
Es gibt Leute, die verstehen das nicht, die mir allen Ernstes einreden wollen, ich solle mich nicht so anstellen und nicht rumheulen. Es gibt eben schlechte Menschen, die so gerne auf Traumwelten und Gefühlen herumtrampeln. Es ist okay, ihr wisst es nicht besser. Ihr habt keine Ahnung, was dieser Mensch mir eigentlich bedeutet. Das Schlimme ist, dass ihr glaubt, alles zu wissen.
Wenn man ein Wozu des Lebens hat, erträgt man jedes Wie.
Das stimmt schon irgendwie. Ich werde es wieder so machen wie damals in Frankreich. Diese sechs Monate haben uns fast umgebracht. Wenn man heute im Nachhinein darüber nachdenkt, wird einem immer mehr klar, dass es wirklich so ist. Die Zeit in Frankreich war schön, aber ich konnte nicht mehr. Nicht ohne ihn. Ich habe Tage gezählt. Weil ich ihn so sehr brauche. Unsere Beziehung ist stark, denn sie hat das überlebt. Also wird sie die zwei Monate England auch überleben. Hoffe ich doch.
Freitag, der 13. Schon das zweite Mal in diesem Jahr. Und der sogenannte 'Sommer' wird auch immer kälter und regnerischer.
Heute Abend gehen wir feiern, irgendwas muss man bei dem Wetter schließlich machen ;-) Anne hat Geburtstag, sie schmeißt ihre Party mit der von S. zusammen, die aus ihrem Geburtstag eigentlich keine so große Sache machen wollte, aber man wird ja nur einmal in seinem Leben 19 :-) Oh Gott, ich habe auch bald Geburtstag, ein Glück bin ich zu dem Zeitpunkt zwei Wochen im Tanzferienlager, da kommt dann hoffentlich keiner auf die Idee, mir irgendwas zu schenken. Aber so wie ich meine Leute kenne, werde ich davor wohl nicht sicher sein, wenn ich wieder zurück komme. Tobi ist total sauer, dass ich zu meinem Geburtstag nicht da bin, was kann ich dafür, dass die Tanzerei nun mal zu diesem Zeitpunkt ist? :D
Man geht Montag Abend gegen neun schlafen und wacht am Mittwoch kurz vor 11 Uhr vormittags wieder auf. Dann weiß man, dass man am Wochenende absolut zu wenig geschlafen hat. Das ist uns nämlich passiert.
Das war nicht geplant, Tobi wäre fast zu spät zur Arbeit gekommen. Jetzt hat uns der normale Alltag wieder zurückgefunden, ich war die ganze Woche in der Tanzschule, um meine verlorenen Stunden wieder aufzuholen, heute und morgen Vormittag auch noch. Ich muss im Monat auf eine bestimmte Stundenanzahl kommen, um mein Trainergeld zu erhalten. Die Stunden kann ich mir selbst zusammen stellen, entweder ich bin da oder halt nicht.
Ich habe alle meine Gutscheine eingelöst, ich kleine Shoppingelster. Die Ausbeute zeig ich Euch irgendwann, ich muss erst mal alles abfotografieren.
Am Strand. Dem Wellengang lauschen.
Es wird endlich Sommer. Die schönste Zeit im Jahr.
And every summer has a story. I want to tell mine.
Sommerfeeling! Und wisst Ihr, wo ich am Wochenende war? Beim Fusion-Festival. Mit Tobi, R., J., S., Anni und Vivi. Hammer! Tobi und J. waren schon nach drei Stunden völlig betrunken und lagen irgendwo im Gras, wir fünf verrückten Mädels haben ganz viele neue Leute kennen gelernt. Also hieß es schon am ersten Abend (das Ganze ging vier Tage!): Party! Da waren Tobi und J. dann völlig weg. Und sie wurden auch die gesamten vier Tage nicht mehr nüchtern. Insgesamt haben wir wahrscheinlich sechs Stunden geschlafen. Vier Tage lang feiern. Was will man mehr? ;-) Konzerte, Spiele, Musik, Alkohol, Nacht, Freiheit, alles schön. Fusion ist ein bisschen das geborene Hippie-Festival: Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Woodstock ist nichts dagegen. Ich habe zwar keine Drogen genommen, aber für die Jungs, die sich ab und zu mal 'nen Joint drehen, war das das Kifferparadies auf Erden. Wir haben aber aufeinander aufgepasst. Und jetzt sind wir alle bei J. zu Hause angekommen und werden hier übernachten.
Fazit: Ich bin absolut happy. Vier super-geile Tage!
Herrlich
unperfekt. Vogelfrei. Durcheinander. Fassadenmädchen. Maskenmensch. Pretend to be happy. Rebellin. YOUNG AND LOST. Verrückt
vor Angst. Verzweifelt.
So bin ich.
Endlose Nächte. Herzensnachbarn. Momente, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Im
Bus am Fenster sitzen, Musik hören, nachdenken, träumen. Mittsommernächte. LUFT
UND LIEBE. Salzige Sommerluft. Bunte Lichter, Nacht und Zuckerwatte.
Sommernächte. Kopfhörer rein, Alltag raus. Glücksgefühle auf Hochtouren.
Schokokuss und Hamburgnächte. Lachen, bis die Tränen kommen. Draußen, in der
Großstadt. Nächte am Meer. Wassereismomente. Knutschflecken. Liebesbriefe.
Das mag ich.
Ein
Herz voller verrückter Träume. Glücksgefühlsrausch. Tränenlikör. Frei sein,
wild sein, jung sein. Minderwertigkeitskomplexe. Verlernt zu erzählen.
Enttäuschungen und so, you know? Verdammte Schüchternheit. Gelernt zu
schweigen. Schlafstörungen.
So sieht mein Leben aus. Ändern, nicht rumheulen.
Ändern? Warum? Verdammt, warum? Für keinen Reichtum,
für kein Geld dieser Welt. Mein Leben, meine Meinung, meine Einstellung. Na, was denn nun?
Es sollte einen Replay-Knopf im Leben geben, dann kann ich nämlich das gesamte letzte Wochenende noch einmal erleben. Es war wunderschön! Am Samstag hatte ich Zeugnisübergabe und Abiball. Mhh, ich besitze jetzt mein Abitur, es ist einfach der Hammer. Der Abiball danach war auch extrem toll. Anne wurde Ballkönigin, ein anderer aus meiner Klasse ihr König. Tobi hat mit seiner Klassenlehrerin getanzt, da waren alle sehr überrascht, am meisten wohl er selbst. Ich hatte auch das Vergnügen mit seinem Vater. Und am meisten natürlich mit ihm <3 Wir sind bis ungefähr halb vier geblieben, um vier waren wir zu Hause und halb fünf im Bett. Halb sieben musste ich wieder aufstehen, denn um acht sollte ich in der Tanzschule sein. Egal, es war super! Das Jubiläum von meiner Tanzschule auch! Ich durfte bei den ganzen Kindern, die zum ersten Mal aufgetreten sind, einen Teil der Jury belegen. Mein Gott, fühlt man sich da wichtig, zu wichtig, jeden Tag könnte ich das nicht machen. Und meine beiden eigenen Auftritte habe ich auch vernünftig auf die Reihe bekommen. Das Allerbeste: Mir wurde angeboten, auf eine Tanzakademie nach Berlin zu gehen. Ich überlege, ob ich das tun soll. Was meint Ihr?
Wenn man keine Zeit hat, kann man nicht bloggen. Logisch. Wenn einen das aber ankotzt, ist es trotzdem noch nicht anders. Ach egal, ich erzähl schon wieder Unsinn, ich bin immer noch total benebelt ;-) Donnerstag und Freitag waren völlig normal, Freitag war ich wie gesagt mit S. shoppen und dann haben wir noch zwei andere Freundinnen zum Kaffee trinken getroffen. Am Samstag bin ich mit Tobi ins Bücherhotel zum Plündern gefahren, abends war Stadtfest, da haben wir noch ein paar Freunde getroffen. Tobi war den ganzen Abend sehr eigenartig. Er hat eine Zigarette nach der anderen geraucht (normal sind für ihn höchstens drei an einem Abend), sich relativ leicht zum Tanzen überreden lassen und mich ansonsten auf eine Art und Weise angesehen, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Als wir dann nachts bei mir zu Hause waren und ich in seinen Armen lag, hab ich ihm davon erzählt. Er nahm mich sofort noch fester in die Arme. Er war sehr still, normalerweise ist er laut, versaut, hemmungslos und betrunken, wenn wir von Partys wiederkommen. Aber er war anders, so süß irgendwie. Und dann sagte er leise zu mir: "Ich habe Angst, dich zu verlieren." Ich verstand das zuerst nicht, denn ich habe mich den ganzen Abend keinen Meter von ihm wegbewegt. Erst da ist mir auch wieder eingefallen, dass er mich den ganzen Abend nicht losgelassen hat. -- "Tobi, was hast du?" - "Manchmal sind die Starken auch mal schwach. Ich liebe dich." Ein Kuss auf die Stirn. Manchmal ist nun mal für einen kleinen Moment alles perfekt.
Er zog mich zu sich in mein Bett und fiel über mich her. Ich fand es schön und ließ ihn. Liebe ist nun mal eine tolle Krankheit, da müssen immer gleich zwei ins Bett ;-) Was passiert ist, muss ich nicht schreiben, schweigen kann auch sprechen, meine Mutter war nicht da, sie musste arbeiten. Mitten in der Nacht war ich wieder wach. Ich konnte einfach nicht schlafen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich erst eine Stunde geschlafen hatte. Ich stand auf und torkelte, völlig betrunken und benebelt von seiner Liebe, in die Küche - und fing an zu kochen. Ich weiß nicht, warum. Wenn man morgens dreiviertel fünf nackt in der Küche steht und kocht, muss man gewaltig einen an der Klatsche haben, oder nicht? "Eileen?" - Immer wenn ich seine Stimme höre, wird mir warm ums Herz. Er stand hinter mir und nahm mich in seine Arme. Unsere Herzen schlugen schnell. Kann sein, dass wir beide einen an der Klatsche haben, denn morgens um fünf saßen wir nackt in unserer Küche und haben was gegessen. Danach wieder ab ins Bett, weitermachen. Vielleicht bin ich verrückt, verrückt nach ihm.
Eigentlich geht es niemanden etwas an, was ich wann mit Tobi tue, aber das hier ist mein Diary, das kann Perfektionen vertragen. Und wenn ich es mir irgendwann mal wieder durchlese, dann wird es wieder so sein wie immer. Er raubt mir den Atem, doch ich ersticke trotzdem nicht.
Morgen habe ich mündliche Französisch-Prüfung, wird schon schief gehen. Lots of Love, Eure Eileen
Ich habe mein Abiballkleid, endlich! :-) Wir waren am Freitag erfolgreich gewesen, auch R. hat ihrs gefunden. Mein Kleid ist meiner Meinung nach ein Zauberstück der allerfeinsten Sorte. Es ist rot, zuerst dachte ich, dass rot mir nicht besonders steht, aber dann schlug genau dieses Kleid ein wie eine Bombe. Ich bin verliebt in es! Es ist wunderschön. Und ich musste danach natürlich lange suchen, wie sich das gehört. In einem winzigen Laden in der hintersten Ecke hab ich es gefunden - einmal anprobieren und es wurde sofort mitgenommen! Natürlich passt es nicht ganz genau, das ist selten, dass Kleider perfekt sitzen, also muss ich mir noch irgendeine Änderungsschneiderei suchen, es geht um etwa zwei Zentimeter.
Tobi bekommt das Kleid nicht vor dem Abiball zu sehen, das wird ihn aufregen, aber ich bleibe stur und lasse das Schmuckstück irgendwo in den unendlichen Tiefen meines natürlich viel zu kleinen Kleiderschranks verschwinden, wo er es nicht findet. Nicht, dass er danach suchen würde, aber man weiß ja nie. Jetzt tritt allerdings das nächste "Problem" in den Vordergrund: Schuhe! Kleid da, also können die passenden Schuhe dazu gesucht werden, haben wir am Freitag noch nicht gefunden. Aber da bin ich optimistisch und vor allem sehr flexibel. Schuhe kaufen - los geht's, ich bin dabei, es macht mich glücklich ;-)
Abends sind wir natürlich noch zur Feier des Tages in die Mensa gegangen, wie gesagt, das war das erste Mal für mich ohne Tobi. So langsam kann er dann aber auch zurückkommen. Sie sind immer noch unterwegs. Heute, später Nachmittag, haben sie gesagt. Das heißt, ich bin zu Hause und warte auf ihn. Ich bin heute Vormittag von L. wiedergekommen, nach der Mensaparty am Freitag haben wir alle bei Vivi übernachtet, eine Freundin aus meiner Klasse, sie wohnt praktischerweise in der Nähe, dann muss niemand Geld für Taxi ausgeben, und heute Morgen sind wir alle zu L. umgezogen und dort den ganzen Tag geblieben. Halt ein richtiger Mädchentag mit all meinen Lieblingsmädels, die nicht fehlen dürfen. Natürlich mussten R. und ich auch den anderen unsere Beute vom Freitag vorzeigen und V. hat sich dann gleich daran gemacht, sich passende Frisuren dafür auszudenken. Eins steht fest: Geld für Frisör muss ich am Tag des Abiballs nicht bezahlen, V. macht mir die Haare. Und sie macht das besser als jeder Frisör ;-) Ich bekomme die Hochsteckfrisur von Libuse Sáfranková in "drei Haselnüsse für Aschenbrödel", die sie zum Ball gehabt hatte. Das heißt, ich bin noch auf der Suche nach einem roten Seidentuch, was man in die Haare stecken kann. Das wird so schöööön :-) Morgen geht's wieder tanzen, wird langsam auch wieder Zeit, ich habe schon fast Entzugserscheinungen. Heute, als ich wieder nach Hause kam, bin ich auch erst mal eine Runde durch unsere Wohnung getanzt, das ist wie eine Droge. Ich brauche tanzen wie Luft zum Atmen. Danach hab ich ein bisschen aufgeräumt und sauber gemacht, bin einmal um die Insel gejoggt und hab von der Nachbarin die Katze gefüttert, die seit gestern im Urlaub ist. Meine Mama ist das Wochenende bei Sandra, das heißt, ich bin allein, sie kommt erst heute spät Abend wieder. Morgen hat sie glücklicherweise erst Spätdienst, wir können also alle ausschlafen.
Allein sein ist komisch. Und allein schlafen ist erst recht blöd. Es wird Zeit, dass Tobi wiederkommt. Ich lag jede Nacht ziemlich lange wach, das war ungewohnt. Wahrscheinlich hat mich nur der Wunsch, von ihm zu träumen, zum Schlafen gezwungen. Mir geht gerade schon wieder durch den Kopf, wie das mit uns damals anfing. Das weiß ich noch genau. Seinen Liebesbrief habe ich immer noch. Er liegt auf meinem Nachttischchen. Schon seit drei Jahren und vier Monaten.
Wui, heute Herrentag. Tobi ist mit seinen Jungs los, Motorradtour, wie das halt so ist. Die kommen erst Sonntag wieder, was sie zwischendurch machen, will ich lieber gar nicht erst wissen. Dafür machen wir Mädels uns ein paar schöne Tage, ohne unsere Kerle. Heute waren wir zum Beispiel bei Anne und haben den ganzen Tag zusammen gekocht und gequatscht. Dann hat V. uns allen die Haare gemacht und davon Fotos geschossen. Ein rundum schöner Tag. Morgen gehe ich mit S., L. und R. shoppen, R. und ich brauchen noch ein Abiballkleid. L. und S. wollen uns beraten, S. kommt zurzeit sowieso jede Ablenkung recht, abends kommt sie sogar mit feiern. Sie will nicht länger heulen und traurig sein, M. ist Geschichte. Und wir alle helfen ihr dabei.
Und am Wochenende machen wir noch mal Mädelsabend, so was muss auch mal sein. Und das eignet sich natürlich am besten, wenn die Jungs nicht da sind. Ich habe keine Ahnung, wo sie überall hinfahren wollen, ich glaube, das ist denen selbst egal, Hauptsache, es ist genug Alkohol an Bord. Tobi im besoffenen Zustand kenne ich, hoffentlich nimmt es nicht ganz so schlimme Ausmaße an. So, wie neulich, als er total betrunken sich immer wieder um eine Litfaßsäule herumgetastet hat und die ganze Zeit murmelte: "Scheiße, ich hab mich eingemauert." Man gewöhnt sich mit der Zeit an sowas und bleibt dann entsprechend ruhig. Das Einzige, was ich ihm gesagt habe, ist, dass er sich erst wieder aufs Motorrad setzen soll, wenn die ganze Mannschaft wieder halbwegs nüchtern ist, ganz nüchtern verlange ich ja schon gar nicht. Aber da kann ja schließlich sonst was passieren, da hab ich ein bisschen Angst um ihn, wenn er das machen sollte, obwohl er eigentlich ein solider Fahrer ist. So, wie ich das verstanden habe, wird irgendwo gezeltet, aber das soll uns Mädels egal sein, die kommen schon klar, irgendwo in der Pampa. R. meint, dass man sich da keine Sorgen machen darf, sonst wird man verrückt. Und sie muss es wissen, sie hat diese Gedanken gleich im Doppelpack, ihr Freund Matthias und ihr Bruder Simón fahren beide mit, für Simón ist es das erste Mal. Ach, Banane, sollen sie machen, ich hoffe nur, dass ich meinen Freund unversehrt wiederbekomme ;-)
Ich bin gerade zu Hause, alleine, meine Mama hat Spätschicht. Sie hat gesagt, sie möchte nicht ganz so spät kommen, aber wie das halt immer so ist. Die paar Tage ohne Tobi werde ich ja wohl aushalten. Anrufen und SMS sind untersagt, hat J. festgelegt, die wollen halt mal unter sich sein, "ohne euch ganzen Weiber um uns herum" (J.), hm. Kann ich akzeptieren. Also bis Sonntag Geduld. Ist zu schaffen. Nur die Nacht wird anstrengenderweise einsam. Wird überlebt.
Ich höre Musik, im Moment "little talks" von Of Monsters And Men, fröhlicher Gute-Laune-Song. Zurzeit läuft bei mir ziemlich viel durcheinander.
Ich liebe Tokio Hotel, was häufig ein Grund für Beleidigungen ist, auch daran habe ich mich gewöhnt, ich höre Clueso, Roxette, Nolwenn Leroy, Tri Yann, Green Day, ABBA, Brian Adams, Silly, Rosenstolz, J'Lostein, Foster The People, Indochine, Die Toten Hosen, Fleetwood Mac, Pink Floyd, Eisblume, Rihanna, Lana Del Rey, Marlon Roudette, Nickelback, Oasis, Falco, Rammstein, Sóley, Birdy, Nightwish, Vanilla Ninja, Faun, Eivor, Celtic Woman und Unheilig, also eine bunte Mischung von allem etwas. Und natürlich unsere beiden Schulbands, die ich vergöttere! Wie wir alle sie lieben und vergöttern ;-)
Die eine Band besteht aus fünf Mädels. R. ist die Sängerin, sie hat eine wundervolle Stimme und schreibt bombenmäßige Songs, Sari spielt Gitarre, Line sitzt am Schlagzeug, Steffie ist Keyboarderin und Kathi Bassistin. Wobei sie die Instrumente auch hin und wieder tauschen, soll heißen, dass R. genauso gut Gitarre wie Sari Schlagzeug spielen kann. Eine Beschreibung von Anne: Diese Band besteht aus einem süßen Wunderstimmchen (Wunderstimme trifft es bei R. noch nicht einmal annähernd), einer versauten Keyboard-Königin (natürlich Steffie, wer sonst?), einer allesinstrumentalen Rampensau (haha, Sari ist wirklich eine Rampensau), einer durchgeknallten Labertasche (Line, die Quasselstrippe) und einer stillen Hutverrückten (ich habe Kathi noch nie ohne Hut gesehen). Wir lieben sie deswegen. Ja, das tun wir. Sie sind in unserem Bundesland schon ziemlich bekannt, hatten sogar schon einen Auftritt in einem kleinen Hamburger Club, deshalb sage ich nicht, wie sie heißen. Sie lehnen einen Plattenvertrag und das ganze Drumherum strikt ab. Auf der Bühne stehen ja, alles andere nein. Das hätte wahrscheinlich sowieso nicht funktioniert, R. macht gerade mit uns ihr Abitur, sie ist in meiner Parallelklasse. Sari studiert Psychologie in Hannover, Steffie war ein Jahr in Äthiopien und denkt jetzt darüber nach, wieder nach Afrika zu gehen, Kathi studiert Musik und Line ist zurzeit sehr häufig in Russland bei ihren ganzen Freunden, die sie da kennt. Sie sehen sich selten, machen dann aber gleich doppelt so viel los an Musik, meistens bei uns in der Schule, wo sie herkommen, wo sie ihre Band gegründet haben, wo alles anfing. Sie wollen die Band nicht auflösen, aber es wird mit der Zeit immer weniger werden, dagegen kann keiner etwas machen. Es fällt uns schwer, das zu akzeptieren. Aber so ist es.
Die andere Band ist noch aktiver. Das wären J. als Sänger, Tobi als Gitarrist, F. als Schlagzeuger und dann sind da noch Maik (Keyboard) und Dennis (Bass). Alle fünf Mitglieder sind krank, haben einen Schaden und können sich nicht benehmen. Zitat von J. Meistens machen sie irgendwelche Gemeinschaftskonzerte mit den Mädels, wir verstehen uns einfach alle so gut. Es sind wirklich alle hinterher, dass das nicht einschläft, selbst wenn die Musik irgendwann immer mehr auf der Strecke bleiben sollte. Aber so ist das nun mal, man wird zusammen groß, man geht eigene Wege, man versucht, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber man kann nicht alles haben. Leider.
Musik ist wundervoll. Es ist die Sprache, die jeder versteht. Vor allem ist sie sehr hilfreich. Ich könnte stundenlang zuhören, wenn Tobi Gitarre spielt und dazu singt. Ich liebe es einfach, ihm zuzuhören. Ich selbst kann leider kein Musikinstrument, aber ich würde gerne Klavier lernen. Aber dazu fehlt mir leider die Zeit. Da konzentriere ich mich dann doch lieber auf die Tanzerei :-)
huuch, schon wieder so viel Zeit vergangen. Am Donnerstag war ich den ganzen Tag in der Tanzschule und wirklich etwas Aufregendes ist da nicht passiert. Mein Laptop ist immer noch kaputt, Flori soll sich aber keinen Stress machen, der hat ja selbst noch Prüfungen und muss lernen. Am Freitag hatte ich früh morgens noch Unterricht, danach waren S., L., R. und ich shoppen. Und seit diesem Tag ist jetzt offiziell bewiesen, dass shoppen glücklich macht! S. hat mehrmals gelacht und war extrem ausgeglichen. Sie trauert M. nicht länger hinterher, obwohl es immer noch wehtut. Abends haben wir noch zusammen Sozi gelernt, S. und L. schreiben auch Prüfung in dem Fach. Tobi war mit J., Flori, F., D., Christian und den anderen Jungs schon unterwegs, auf geht's und wir sahen sie nie wieder ;-) Doch, Sonntag Nachmittag kam Tobi nach Hause, er wurde gebracht, denn selbst hätte er nicht fahren können, er war immer noch zu besoffen. Ich hab das nicht mitgekriegt, ich war immer noch mit S. bei mir zu Hause, seine Schwester V. hat es mir nur erzählt. Seine Mutter war nicht sonderlich begeistert ;-) Er hat dann bei sich zu Hause seinen Totenschlaf absolviert und kam gestern Morgen (...wieder nüchtern) zu mir, ich war gerade mitten drin im Sozi-Gewühl. Und heute hat er Geo geschrieben! Ich hab den ganzen Tag die Daumen gedrückt, vorhin haben wir die Prüfung ausgewertet. Er sagt, eigentlich war es total bescheuert und er hatte überhaupt keinen Plan, aber es lief gut. Wie jetzt!? Ich habe mir diese Aussage zwar erklären lassen, aber wirklich schlauer war ich danach nicht, wahrscheinlich, weil ich noch zu viel Sozi im Kopf habe. Morgen sieht's dann anders aus, morgen schreib ich ja schließlich. Nachher werde ich mich dann irgendwann in die Tanzschule begeben und heute Abend will Tobi mich noch mal Sozi abfragen. Wui, was er alles für mich tut :-)
mein Gott, waren wir fertig. Ich habe bis jetzt eben gerade durchgeschlafen, es ist 10:53 Uhr. Tobi pennt immer noch, der wird auch so schnell nicht wach. Ein Glück haben wir heute frei, alles andere wäre ja wohl tödlich. Wir werden ein bisschen lernen müssen, morgen ist immerhin Englisch-Prüfung. Leistungskurs. Wird schon schief gehen. Mir tut noch ganz schön der Kopf weh von der dröhnenden Musik, dem vielen Alkohol und der fast schlaflosen Nacht. Aber ich werde dann jetzt mal Frühstück machen gehen und mich irgendwann heute noch in die Tanzschule begeben.
Bis bald, wenn ich wiederhergestellt bin :-) Lots of Love, Eure Eileen
Ich bin gerade mit Tobi aus dem Sportlerheim wiedergekommen und total am Ende. Gestern das Volleyballturnier war richtig genial, was anderes hatte ich auch nicht erwartet. Natürlich haben wir nicht gewonnen, wir sind mit Ach und Krach Vorletzter geworden. Aber das stört mich nicht, es geht hauptsächlich um den Spaß an der Freude. Unsere langjährigen Volleyballfreunde waren dabei, die kommen von weit her und sind jedes Jahr beim Turnier, genauso wie wir zu ihrem Turnier im August fahren. Wir kennen uns alle schon wie eine riesengroße Familie, es ist wundervoll. So war auch die Party gestern Abend. Leider sind sehr viele schon frühzeitig gegangen, womit die Veranstaltung sich so gegen 2 Uhr schon dem Ende zuneigte, aber die ganzen jungen Leute von unseren beiden Volleyballmannschaften (also meine und die befreundete), wir sind dann noch bis halb sechs oder so draußen rumgestiefelt. Im Prinzip habe ich knapp 2 Stunden geschlafen, danach ging's noch mal ins Sportlerheim zum Frühstück und Abschied, und vorhin sind wir eben wieder nach Hause gekommen. Tobi hat sich sofort ins Bett gehauen, der war gestern total besoffen, hatte heute morgen einen ganz schlimmen Kater und fand allgemein den gestrigen Tag genauso anstrengend wie geil, obwohl er nicht einmal Volleyball gespielt hat. Na ja, ich kriech gleich zu ihm unter die Bettdecke, ich muss dringend schlafen! Ein Glück haben wir morgen frei und schreiben erst am Dienstag Englischprüfung. Dafür muss ich aber auch noch lernen.
Mehr wollte ich gar nicht, jetzt wird erst mal ordentlich ausgeschlafen, gute Nacht! Lots of Love, Eure Eileen
Mein Gott, hab ich lange nicht mehr gebloggt. Aber es ist extrem viel passiert! Letztes Wochenende war ich bei Tobi, denn sein Vater hatte Geburtstag. Das war richtig schön, seine halbe Familie war da. Tobis ältester Cousin will etwas von mir, hat er mir gesagt. Das ist anstrengend, aber ich will Tobi nichts davon sagen, sonst tickt der aus. Und wenn Tobi austickt, will man nicht dabei sein :-) Am Montag hatte ich sage und schreibe zwei Stunden Schule. Wir haben unsere Studienbücher abgegeben und waren dann mit unserer Klassenlehrerin Eis essen. Sie hat für jeden eins spendiert ;-)
Am Dienstag hatten wir Prüfungsbelehrungen und ansonsten gar keinen Unterricht. Und nach der achten Stunde haben sich alle getroffen, um die Schule zu verwüsten, denn am Mittwoch war unser letzter Schultag. Schule verwüsten war mehr als genial. Die Jungs sind alle zu den umliegenden Supermärkten gefahren, um Pappe und Kartons zu holen, jeder hatte etwas von zu Hause mitgebracht, Zeitungen wurden zerrissen und zerknüllt, Konfetti, Papierschlangen, Absperrband, Styropor, Plastik, Mehl, was man halt so finden konnte. Und 1000 Luftballons! Vor der Eingangstür wurde nämlich aus Kartons eine Mauer gebaut, davor kamen die Luftballons, damit da auch ja keiner durchkommt :-) Am Mittwoch war dann der besagte letzte Schultag. Unser Motto: Abi - Kein Thema! Unsere T-Shirts sind das wahrscheinlich genialste an der ganzen Sache. Ansonsten macht man natürlich das, was alle machen: Trillerpfeifen, Tröten, Lippenstift auf deíe Wangen von ahnungslosen Schülern, Farbspray für die Haare, Wasserpistolen und -bomben, Alkohol, ... Ich hatte so viel Spaß! Und danach ging's ab zum See, da wurden die Alkoholreste vollkommen ausgelöscht. Abends waren wir alle noch feiern, die ganze Mannschaft. Es war richtig gut!
Eigentlich haben dann alle bei R. übernachtet, denn besoffen konnte natürlich keiner mehr nach Hause fahren, aber ich musste nach Hause, weil ich sonst am nächsten Tag nicht zur Tanzschule gekommen wäre. Also sind Tobi und ich morgens halb fünf zu mir nach Hause gegangen. So früh fuhr noch kein Bus und wir hatten keine Lust, zuerst durch die halbe Stadt zum Taxistand zu laufen, deshalb sind wir mal wieder zu Fuß zu mir auf die Insel gewandert. Total besoffen (ich natürlich nicht :-)!) ist das ziemlich witzig. Wenn Tobi betrunken ist, tut er ziemlich viele eigenartige Dinge. Halb sechs sind wir bei mir angekommen. Dann ein bisschen schlafen, denn gestern hatten wir nämlich alle frei, ich bin aber schon gegen 11 wieder weggefahren, ich musste zur Tanzschule. Meine Kleinen hatten ihre allererste Aufführung. Sie konnten die Choreo im Schlaf, das lief richtig gut. Mein Gott, was war ich stolz wie Oskar, was sie alles gelernt haben. Als ich wieder nach Hause kam, schlief Tobi immer noch. Krass. Der schafft locker 17 oder 18 Uhr.
Und heute haben wir unsere erste Prüfung geschrieben. Deutsch. Es lief ganz gut. Ich habe Leistungskurs gehabt, war eine gute Wahl. Jetzt bin ich kurz zu Hause, warte darauf, dass der Kuchen im Ofen fertig wird, denn Anni aus meiner Klasse hat heute Geburtstag und wir wollen zusammen als Überraschung bei ihr aufschlagen und dann alle unsere erfolgreich absolvierte Deutschprüfung feiern.
Anni ist unsere Schülersprecherin, hat also immer ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme. Sie setzt sich für vieles ein und erfüllt ihre Aufgaben sehr gewissenhaft. Es macht spaß, mit ihr zu arbeiten. Sie ist aber dennoch ziemlich freiheitsliebend, mehr als wir alle zusammen, und nimmt viele Dinge nicht so ernst, ich denke mal, die Mischung macht's. Manchmal würde ich sie sogar fast als leichtsinnig bezeichnen, ich hoffe, sie nimmt mir das nicht übel ;-) Anni hat nie Hausaufgaben gemacht, weil sie der Stress und Schule allgemein ankotzt. Sie hat aber dennoch super-gute Noten, weil sie sich immer überall sehr gekonnt durchgemogelt hat und mündlich absolute Spitze ist. Da fragt man sich natürlich schon, wofür man den ganzen Scheiß macht, wenn es anderen einfach so zufällt. Aber das muss Anni selbst wissen. Sie hat ziemlich großes Talent zum Organisieren und ist immer die Moderatorin bei Schulfesten oder allgein Anlässen, für die man eine Moderation braucht. Und das macht sie sehr gut, wie ich finde. Ich komme ganz gut mit Anni klar, sie ist ähnlich wie ich und sagt frei heraus, was sie denkt, ohne Hemmungen. Ein sehr lieber Mensch, den man gern haben muss.
Heute Abend komm ich von Anni wieder, denn morgen ist Volleyballturnier, da muss ich früh ins Bett gehen und noch viel früher aufstehen. Auf dieses Turnier freu ich mich schon ewig, das ist nämlich mit Sportlerparty danach! Tobi kommt auch mit, mal gucken, ob ich ihn zum Tanzen bewegt kriege :-)
So, das waren alle Neuigkeiten, jetzt sind wieder alle up to date, vor allem ich selbst :-) Mehr gibt's erst mal nicht zu sagen. Ich muss langsam los. Lots of Love, Eure Eileen