Dienstag, 20. März 2012

Ich bin müde. Müde von der ganzen Scheiße

Coucou!


Jeder Mensch trägt eine Geschichte mit sich herum, die erklärt, warum er so geworden ist. Deshalb sollte man einen Menschen niemals beurteilen, bevor man seine Geschichte nicht kennt. Doch leider tut das die Gesellschaft viel zu oft.

Ich versteh schon. Ich bin nun mal die Schulschlampe vom Dienst. Ich betrüge meinen Freund und bekomme alles in den Arsch geschoben. Halt das beliebte, klischeemäßige, perfekte Einzelkind, das jeden Wunsch erfüllt bekommt. Es klappern die Absätze der High Heels durch die Nacht - Jo, das bin ich, die Schlampe.
Merkt ihr, wie sehr es wehtut, so etwas hören zu müssen? Es ist mir egal, was andere von mir halten, aber es ist mir auch nicht egal. Im Endeffekt könnt ihr mich sowieso nicht einschätzen. I don't really give a fuck about it, würde Tobi jetzt sagen. Ein Glück wissen wir beide es besser. Er sagt mir immer, dass die Welt labern kann, was sie will. Er liebt mich. Und ich liebe ihn. Nur ihn. Na, was sagt ihr jetzt?

Nun gut, ich muss zur Schule, ab in den Nuttenball. Über mich lästern alle, aber die ganzen 13-Jährigen, die lieber an ihrem Farbkasten-Gesicht als an ihrem Charakter arbeiten, die sind in Ordnung. Natürlich. Aber es wird nun mal alles teurer, nur der menschliche Charakter wird immer billiger. Ein Glück kann man sich Schönheit kaufen, Charakter nun mal nicht. Ist egal, interessiert eh keinen.

Kisses and hugs from
Eileen

Sonntag, 18. März 2012

Erst mal wird sich aufgeregt und dann sehen wir weiter

Coucou!

Mal wieder Sonntag. Irgendwie immer ein toter Tag. Heute ist nicht viel passiert. Tobi hätte eigentlich ein Fußballspiel gehabt, aber die andere Mannschaft hat gestern im letzten Moment abgesagt. Hm, ich wollte eigentlich zugucken und ihn anfeuern. Wenn man jemanden liebt, macht man so was :)
Und ich muss dazu sagen, dass ich Fußball jetzt nicht unbedingt doof finde, es interessiert mich schon. Und stellt Euch vor, ich bin ein Mädchen und weiß, was Abseits ist :)
Meine Tanzaufführung gestern ist übrigens super gut gelaufen, obwohl ich mal wieder so aufgeregt gewesen bin. Die gesamte Halle war voll und alle haben mich angestarrt. Egal, ich habe es überlebt.
Heute habe ich noch nicht so viel gemacht, da Tobis Spiel nun ausgefallen ist. Er schläft noch, wenn er nicht früh aufstehen muss, dann kriegt er 18 Uhr locker hin.
Ein bisschen auf die nächste Woche vorbereitet habe ich mich noch, wir schreiben drei Klausuren. Hilfe. Aber zum Glück haben wir die Klausuren bald alle hinter uns. Außerdem haben wir heute alle die Themen für unsere Mottowoche zugeschickt bekommen. Das wird irgendetwas Verrücktes für die Abizeitung, eine Woche jeden Tag nach einem bestimmten Thema anziehen.
  • Tag 1 > Pyjama-Party
  • Tag 2 > Stars & Sternchen
  • Tag 3 > Geschlechtertausch
  • Tag 4 > Assi
  • Tag 5 > Hippie vs. Rocker
Das kann ja was werden. Für die ersten beiden Tage wüsste ich theoretisch schon was, den Rest muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen. Das wird schwierig, weil ich nach wie vor den Standpunkt vertrete, dass ich unter keinen Umständen eine Hose anziehen werde. Aber Tag 3 wird sehr amüsant, Tobi bekommt von mir ein Kleid und dann geht's los :)

Nachher werde ich wahrscheinlich noch zu S. fahren, wenn Tobi dann irgendwann mal gedenkt, aufzustehen. Ich habe ihn schlafen lassen, denn sonst hätte er schlechte Laune gehabt, aber lange darf er nicht mehr. Bis 16 Uhr gönn ich es ihm noch, dann weck ich ihn ;)
S. und ich wollen Muffins machen, weil Vivi, eine aus meiner Klasse, morgen Geburtstag hat.

Ich weiß nicht, wie ich darauf komme, aber ich könnte mich gerade schon wieder darüber aufregen!

Zehn Dinge, die ich hasse:
  • Mathe, Mathe, Mathe!
  • meinen Erzeuger
  • wenn man Tobi und meine Mama schlecht macht
  • Facebook, besonders die Chronik!
  • Oberflächlichkeit
  • Tierquälerei (Zoo & Zirkus!)
  • Nazis
  • Egoismus
  • Winter
  • Ignoranz
Nicht die Schönheit entscheidet, wen ich liebe, sondern die Liebe entscheidet, wen ich schön finde!


Einen guten Start in die nächste Woche wünsche ich Euch!
Lots of Love,
Eileen

Samstag, 17. März 2012

Man lebt, wofür man sterben würde

Coucou!


Sei so frei, dass es dir gleichgültig ist, was andere über dich denken. Du wirst glücklich sein, wenn du dir gefällst.

Weißt du, wie es ist, nicht mehr weiter zu wissen? Ich wusste es einmal. Aber meine jetzigen Lieblingsmenschen haben diesen Zustand geändert.

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.


It's the way he makes me laugh, when I don't want to smile.

Manchmal braucht man keine Worte, sondern nur eine Umarmung. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum mein Lieblingsort in seinen Armen ist.


Jetzt habe ich Euch mit ganz vielen Lebensansichten zugekleistert, es reicht jetzt :)
Der nächste Film kommt beim nächsten Mal und wenn ich mal ganz viel Zeit habe, schreibe ich auf, was mein Freund Tobi mir eigentlich bedeutet. Es ist mir egal, wer es sich durchliest, es ist für mich, ich liebe ihn so sehr.

Kisses and hugs,
Eileen

Freitag, 16. März 2012

Diese Stimme, die schreit: "Versagerin!"

Coucou, meine Lieben!

Das Beten hat nichts genützt. Meine Mathelehrerin war gestern da und natürlich haben wir den Test geschrieben, unsinnigerweise, denn eigentlich hat die gesamte Klasse schon genug Noten. Aber vielleicht legen es einige ja darauf an, anderen zu schaden. Ich stelle mir oft vor, wie viele Lehrer zu Hause sitzen und sich schadenfroh die Hände reiben über das grauenvolle Schicksal, das der 0-8-15-Schüler mal wieder erleiden muss.
Ich habe für den Mathetest wie wild mit Tobi gelernt, er kann das echt gut, er hat 12 Punkte in seiner Klausur geschrieben. Und er kann mir das auch gut erklären, besser als meine Mathelehrerin jedenfalls. Aber ich war trotzdem total unsicher. Die Aufgaben waren ziemlich dämlich, wir durften außerdem keinen CAS benutzen, sondern mussten das Ganze auch noch zu Fuß ausrechnen, das überfordert mich immer total. Es hat also wieder nichts genützt. Selbst der kleine Glücksbringer, den Tobi mir gegeben hatte, half nicht viel. Oje.

Ich bin aber auch eine Versagerin.

Meine Vergangenheit hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Wie wahr, wie wahr.
Ich bin eine Versagerin. Das Wort scheint auf ewig eingebrannt in meinem Kopf zu sein. Und ich kriege es da nicht mehr raus. Mein Leben lang habe ich es gehört und es selbst gelebt, denn wie soll ein kleines dummes Mädchen begreifen, was richtig und was falsch ist, wenn es seiner Umgebung nicht trauen kann?
Ich verachte die Zeit in L. Ich denke, das kann man schon aus früheren Posts herauslesen. Sie ist prägend für mein weiteres Leben, aber ich verachte sie abgrundtief. Denn sie hatte niemals etwas Gutes für mich übrig. Deshalb glaube ich auch nicht an Gott, denn er ist für mich noch nie dagewesen. Und das, obwohl ich eigentlich evangelisch bin und konfirmiert wurde.
Man sagt ja, man sollte niemals etwas bereuen, wenn man in diesem Moment glücklich gewesen ist. Ich war in L. aber nicht glücklich. Deshalb verachte ich es. Bereuen kann ich es nicht, denn das würde für mich bedeuten, als ob ich meiner Mama die Schuld dafür gebe, und das wäre sehr unfair dem gegenüber, was sie alles für mich tut.

Gestern hatte ich außerdem Sport. Es war extrem anstrengend und eigentlich auch total brutal, unser Sportlehrer ist ziemlich ruppig.
Ich habe mit Tobi Sport und zurzeit machen wir im Semester Hockey. Gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingssportarten. Ich habe es nur genommen, weil ich nicht Athletik machen wollte. Tobi und ich machen in Sport alles, was paarweise gemacht werden muss, zusammen, das macht das Ganze ein bisschen erträglicher. Er hilft mir, denn wenn ich etwas nicht besonders mag, bin ich automatisch nicht besonders gut drin. Das war schon immer so.
Wir hatten heute schon wieder Leistungskontrolle, die bombardieren uns mit Noten. Es ging heute um etwas, das man nicht üben kann. Entweder man kann es oder man kann es nicht. Ich habe 8 Punkte und bin im Prinzip sehr zufrieden damit. Damit kann ich nach Hause gehen.
8 Punkte sind die goldene Mitte, nicht wirklich gut, aber okay. Mehr brauche ich in Hockey nicht, denn man muss da wirklich aufpassen, dass man den ganzen Spaß überlebt. Ist natürlich leicht übertrieben, aber nur leicht. Die Jungs finden Hockey natürlich große Klasse, endlich einmal nur draufhauen.


Aber den nächsten Film habe ich noch für Euch, den ich sehr liebe und immer wieder gerne gucke.

Grüne Tomaten

Ein wundervoller Film fürs Herz. Bei Youtube gibt es keinen brauchbaren Trailer, deshalb kann ich Euch nicht verlinken, aber man kann sich den gesamten Film auf deutsch ansehen. Ohne Sperrung, Wahnsinn. Ich weiß, ich war selbst sehr überrascht. Schaut Euch "Grüne Tomaten" doch einfach mal an ;)

Es geht um Selbstvertrauen, Freundschaft, Mut und Gerechtigkeit im Sinne von Rassismusbekämpfung.

Die Hausfrau Evelyn ist nur spärlich mit Selbstbewusstsein ausgestattet und außerdem am Anfang der Wechseljahre. Ihr Ehemann Ed nimmt sie kaum noch wahr, sie ist mit ihrer Ehe unglücklich und besucht sehr viele Beratungskurse, die ihr aber auch nicht weiter helfen.
Einmal pro Woche fahren Ed und Evelyn ins städtische Altersheim, um Eds Tante zu besuchen, die Evelyn aber niemals sehen will. Diese wartet immer ganz ruhig und artig im Aufenthaltsraum, wo sie sich eines Tages mit der Seniorin Ninny Threadgoode anfreundet, die ihr die Geschichte einer jungen Frau in den 1920er und 1930er Jahren (in Alabama und Georgia) erzählt.

Idgie Threadgoode ist ein eigenwilliges, stures und widerspenstiges Mädchen, das niemanden an sich heran lässt außer seinen großen Bruder Buddy. Dieser ist in die schöne Ruth Jamison verliebt. Auch Ruth hat Gefühle für ihn, doch noch bevor etwas daraus werden konnte, verunglückt Buddy bei einem Zugzusammenprall tödlich. Idgie ist am Boden zerstört und total verbittert. Sie schottet sich ab und erst nach Jahren gelingt es Ruth, eine innige Freundschaft zu ihr aufzubauen. Ruth ist immer die Bravere der Beiden, Idgie die Draufgängerin. Sie pokert stundenlang mit den Jungs aus dem örtlichen Club, trinkt Alkohol und angelt.
Bald darauf heiratet Ruth und zieht nach Georgia, wo Idgie sie Jahre später einmal besucht. Dort erfährt sie, dass Ruth von ihrem Ehemann Frank Bennett geschlagen wird. Nach dem Tod von Ruths Mutter ist Ruth bereit für ein neues Leben und schreibt Idgie. Diese, inzwischen überaus selbstbewusst, forsch und burschikos, rückt mit zwei Männern an und nimmt die schwangere Ruth kurzerhand mit. Gemeinsam betreiben sie in Alabama das "Wistle Stop Café", in dem es gebratene grüne Tomaten gibt. Sie müssen sich unter anderem gegen Rassismus wehren, da es einigen Stadtbewohnern nicht passt, dass Idgie und Ruth erstens Afroamerikaner bedienen und dass zweitens solche auch noch im Café arbeiten. Der Barbecue-Meister Big George und seine Familie gehören zu Idgies engsten Freunden und arbeiten auch im Café. Sie sind dunkelhäutig.
Außerdem kreuzt auch Frank Bennett auf, der Ruth das Kind wieder wegnehmen will, welches sie Buddy genannt hat. Nach seinem Auftauchen ist er spurlos verschwunden. Ein Sheriff sieht sich vor Ort um, um Spuren zu finden. Als man Frank Bennetts Auto aus dem Fluss zieht, wird Idgie Threadgoode wegen Mordes an Frank Bennett angeklagt.
Bei der Gerichtsverhandlung wird Idgie freigesprochen. Sie bekam unerwartet Hilfe vom Pfarrer, der bei einem Meineid nicht auf eine Bibel, sondern verborgen auf eine Ausgabe von Moby Dick schwört.
Ruth stirbt 1939 an Krebs, was ein bitterer Verlust für Idgie und Buddy jr. ist. Das Café schließt, "und im selben Moment hört das Herz der Stadt zu schlagen auf."

Im Laufe der Geschichte, die sich über eine längere Zeitspanne hinzieht, entwickelt Evelyn immer mehr Selbstbewusstsein. Sie sagt ihrem Mann ordentlich die Meinung, fängt wieder an zu arbeiten und wehrt sich. Ihr Vorbild ist Idgie, die unerschrocken ihren Weg geht.

Als Evelyn das nächste Mal ins Altersheim geht, erfährt sie, dass Ninny zurück nach Hause gegangen ist. Ninny wohnt in Wistle Stop, wo Evelyn hinfährt und Ninny mit zu sich und Ed nimmt. In Wistle Stop erzählt Ninny ihr den Rest der Geschichte, das, was wirklich passiert ist.

Der aggressive Ehemann Frank Bennett ist an jenem Abend, als er versuchte, Ruths Kind zu stehlen, von der afroamerikanischen Köchin Sipsey mit einer gusseisernen Bratpfanne erschlagen worden. Big George verarbeitet die Leiche schließlich zu Barbecue, welches auch der Sheriff lobt. Idgie lenkte den Mordverdacht auf sich, um die Köchin zu schützen, welche vor Gericht mit der Konstellation "Täter schwarz, Opfer weiß" keine Chance gehabt hätte.

Ninny und Evelyn stehen zusammen vor Ruths Grab, wo Idgie, die heute noch lebt, einen kleinen Zettel hinterlassen hat. Oft könnte man denken, dass Ninny eventuell Idgie sei, aber sie ist nur eine Schwägerin von ihr. Das Ende ist offen.

"Weißt du, wir hatten hier mal einen wunderschönen See. Darin konnte man baden und wir haben hier geangelt. Dann, eines Abends im November passierte etwas ganz Eigenartiges. Es landete ein Schwarm Enten direkt auf dem See. Und plötzlich fiel die Temperatur so stark, dass der gesamte See mir nichts, dir nichts zufror. Da flogen die Enten wieder weg und haben den See mitgenommen. Und jetzt liegt er irgendwo in Georgia."
Buddy Threadgoode


Das war's. Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Morgen ist Tanzaufführung, deshalb werde ich heute mal früher als sonst ins Bett gehen. Außerdem kommt Tobi nachher noch von der Arbeit und schläft bei mir :)

Also gute Nacht, Ihr Lieben!
Eileen

Mittwoch, 14. März 2012

Das wirklich Wichtige siehst du mit dem Herzen, nicht mit den Augen

Coucou!

Heute war ein guter Tag. Die drei zweitschönsten Worte der Welt: Mathe fällt aus. Unsere Mathelehrerin ist krank. Ich hoffe, nein, ich bete, dass sie es morgen immer noch ist, dann müssen wir den Test nicht schreiben.
Und Religion hatte ich heute auch nicht. Dafür waren D. und ich bei Anne, also seiner Freundin und P., einem durchgeknallten, aber dennoch sehr liebenswerten Mitschüler aus meiner Klasse im Unterricht. Unser Religionslehrer hatte den beiden nämlich aufgetragen, Unterricht für ihn zu machen, einfach mal so. Ich persönlich finde das etwas grenzwertig, denn wer ist hier der Lehrer? Egal, D., Anne, P. und ich hatten trotzdem sehr viel Spaß.
Es war eine siebte Klasse und sie haben das Thema Mobbing behandelt. Wie ein Seminar. Es war total toll, was die Beiden da auf die Beine gestellt haben und die Kleinen haben auch sehr gut mitgemacht.
Um die Siebtklässler bei Laune zu halten, gab es Kekse, immerhin waren sie bestechlich. Aber macht ja nichts, sie haben definitiv etwas aus dieser Unterrichtseinheit mitgenommen, was ja auch bestimmt das Ziel von Anne und P. gewesen ist.


Später hatte ich noch Tanzschule. Zuerst selbst Training und dann noch mit den Kleinen üben. Wie jeden Mittwoch holt Tobi mich abends, wenn ich dann fertig bin, ab. Die Mädels kennen ihn auch schon. Die sind alle 10 und 11 Jahre alt, Anfang der Pubertät. Das ist manchmal ziemlich anstrengend, macht aber auch sehr viel Spaß. Sie haben sehr viel Elan und wollen unbedingt tanzen lernen. So funktioniert das natürlich sehr gut.
Als ich heute selber Tanztraining hatte, war Ulli mal wieder dabei. Das wusste ich vorher nicht, deshalb war es eine ziemlich große Überraschung. Wir hatten sehr viel Spaß miteinander. Ulli war lange nicht da gewesen und musste erst mal wieder ein bisschen aufholen, denn inzwischen haben wir eine neue Choreo angefangen. Sie tanzt gerne, aber nicht so entschlossen, akribisch und leidenschaftlich wie ich. Ich tanze, weil ich dadurch lerne, mit mir selbst klarzukommen und weil es einfach wunderschön ist, wenn man das Gefühl hat, fliegen zu können. Ulli tanzt, weil sie einfach mal Lust drauf hat.
Wir tanzen alles außer Ballett. Das mag ich nicht, ich bin kein Püppchen. Hauptsächlich kann man das, was wir machen als Streetdance bezeichnen, aber in abstrakter Form. Ab und zu habe ich aber auch Trainingseinheiten mit klassischen Tänzen wie Walzer, Salsa oder auch Tango. Macht mir nichts aus, Hauptsache tanzen :)

Neue Bilder!




Es ist zwar schon sehr spät, aber ich nehme mir jetzt die Zeit für die erste Filmvorstellung. Mein absoluter Lieblingsfilm seit 10 Jahren, das muss einfach sein.

Ich kenne diesen Film in- und auswendig, muss aber jedes Mal immer wieder heulen. Meine Mama und ich, wir gucken uns den oft zusammen an. Sie meint immer, dass man, wenn man bei diesem Film nicht weinen muss, entweder kein Herz hat oder den Film gar nicht erst versteht. Und da scheint etwas dran zu sein, denn ich habe mal heimlich Mäuschen gespielt und beobachtet: auch Tobi hatte Tränen in den Augen, R. und S. haben eine ganze Taschentücherpackung verbraucht.

Es ist ein Zeichentrickfilm, ein ziemlich schöner, gerade deshalb muss man ja weinen, denn eigentlich ist er nicht besonders traurig. Er hat ein Happy End.

Spirit, der wilde Mustang

Wie sehr ich diesen Film liebe. Es ist ein Pferdefilm, ja. Ich bin früher, als ich kleiner war, mal geritten, ich mag Pferde auch, aber ich bin nicht völlig verrückt danach. Das war wohl eher diese typische Kleine-Mädchen-Phase, in der sich alle Mädels ein eigenes Pferd gewünscht haben. Ich hatte diese Phase auch. Das Einzige, was davon noch übrig geblieben ist, ist dieser Film. Und er wird auch nie ganz verschwinden.


Es geht um den jungen Mustang Spirit, der unbeschwert und wild in der amerikanischen Prärie aufwächst. Als er erwachsen ist, tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und wird der Anführer der Herde von Cimarron. Eines Tages trifft er auf Menschen, amerikanische Soldaten, die ihn gefangen nehmen und in ihr Lager bringen, wo Spirit gezähmt werden soll. Alle Versuche, das stolze Tier zu bändigen, schlagen fehl.
Ein junger Lakota-Krieger mit dem Namen Little Creek wird von den Soldaten ebenfalls gefangen gehalten. Mit ihm gelingt Spirit die Flucht und freundet sich nach einer Weile mit ihm an. Zuerst bringt der Indianer Spirit aber in sein Dorf und versucht, ihn ebenfalls zu zähmen, womit Spirit nicht einverstanden ist. Er verliebt sich in die Little Creek's Mustangstute Rain, weshalb er hin- und hergerissen zwischen Heimat und dem Indianerdorf ist.
Little Creek merkt, dass er Spirit nicht zähmen kann und will ihn frei lassen. Doch dann tauchen die Soldaten wieder auf, die das ganze Dort verwüsten. Rain wird lebensgefährlich verletzt, Spirit rettet Little Creek das Leben und wird erneut gefangen genommen. Little Creek beschließt, nun auch das Gleiche für seinen Freund zu tun und geht den Soldaten hinterher. Er schafft es, Spirit zu befreien und lässt ihn schweren Herzens zusammen mit Rain nach Hause in seine Heimat ziehen.

Ich musste jetzt sogar schon weinen, als ich das aufgeschrieben habe. Es ist wirklich ein sehr schöner Film, er war 2002 sogar schon für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert, konnte sich aber nicht gegen Chihiros Reise ins Zauberland durchsetzen. Der Regisseur ist Jeffrey Katzenberg, der auch schon mit den Shrek-Filmen großen Erfolg hatte.
Im Film sprechen nur die Menschen, die Gefühle der Pferde und auch anderen Tiere werden durch Mimik, Gestik und Geräusche vermittelt. Nur Spirits Gedanken werden ab und zu noch dazu gesprochen, sehr kraftvoll und authentisch. Die Musik spielt auch eine entscheidende Rolle, sie ist ebenfalls Träger von Spirits Gefühlen. Im englischen Original werden die Lieder von Brian Adams gesungen, die deutsche Variante von Harmut Engler (Sänger von PUR). Die englischen Lieder sind wundervoll, Brian Adams hat so eine geile Stimme, aber H. Engler macht schon einen ganz guten Job ;)

Es ist einer dieser Filme, die ich mir jeden Tag angucken könnte. Ohne Schokolade und Taschentücher läuft da nichts, mindestens einmal pro Monat ist er Pflichtprogramm. Er berührt mich, weil er so viel aussagt.

Man kann alles schaffen, wenn man nur will. Man ist stark genug dafür. Man muss nur Selbstvertrauen haben und an sich glauben. Man darf nicht auf andere hören. Das Einzige, worauf man hören sollte, ist das eigene Herz, es weist einem den Weg. Es zeigt einem die verborgene Stärke, die man sein ganzes Leben lang sucht.

Und deshalb liebe ich diesen Film :)


Demnächst geht's dann weiter, vielen Dank. Jetzt muss ich nur noch aufhören zu weinen ;)

Bis bald, Eure Eileen :)

Montag, 12. März 2012

Wollen wir im Regen tanzen?

Guten Morgen, meine Lieben!

Ich habe gerade Freistunde und bin bei R. zu Hause. Ich möchte die freie Zeit nutzen, um Euch ein paar wunderschöne Bilder zu zeigen, alle nicht von mir, versteht sich von selbst aus den vorigen Posts. Nein, alle Bilder sind von der Seite http://weheartit.com/, welche mir sehr gefällt, eben weil sie so viele schöne Bilder hat.
Und demnächst werde ich Euch auch ein bisschen war vorstellen, was mir so gefällt. Angefangen mit Musik, Filmen, Büchern und natürlich Klamotten. Aber nun zuerst die Bilder.
Dieses Bild erinnert mich an unsere Anne, die Verspielte. Ach, wie sehr ich sie liebe.
Das Geile an der Sache ist, dass ich genau da auch schon einmal stand, als ich mit Tobi in den USA Urlaub gemacht habe. Ein durchaus schönes Fleckchen Erde, aber auch schon durchtrieben und verlogen. Zu Hollywood habe ich einiges zu erzählen, aber ich will mir jetzt selbst nicht die Laune verderben :)
I like the sunglasses ;)

Neulich waren Tobi und ich zur Hochzeit von Tobis Cousine eingeladen. Ich trug so ähnliche Klamotten. Und ich habe den Brautstrauß wieder nicht gefangen -.-
Da wo es warm ist, da will ich hin. Wahrscheinlich bin ich in der Hinsicht total empfindlich gegenüber dem verregneten Norddeutschland.

Der Hut ist toll. Ich verehre denjenigen, der die ganzen Bilder gemacht hat! Oder auch diejenigen.

Es gibt noch mehr Bilder, aber nicht alles auf einmal :)
Beim nächsten Mal also Bilder und die erste Filmvorstellung. Mein absoluter Lieblingsfilm, eigentlich ein Kinderfilm. Aber ich liebe ihn immer noch so sehr - "Spirit, der wilde Mustang" :)

Bis bald, chéries
Eileen

Sonntag, 11. März 2012

Ich konnte drei Aufgaben in Mathe: Name, Klasse, Datum ...

Coucou!

Ich bin wieder zu Hause. Und H. ist gut in Frankreich angekommen. Ich habe im Zug geweint. Ich gebe zu, das tue ich oft, deshalb war ich darüber nicht besonders überrascht gewesen. Aber ich habe mir in diesem Moment Tobis Anwesenheit gewünscht.
Ich bin mit dem Zug von H. nach L. gefahren, denn eine Tante von Tobi hat die gesamte Familie zu sich eingeladen, nur mal so. Es wurde also noch ein schönes Wochenende, auch ohne meine Schwester. Das wird total merkwürdig, wenn sie ab morgen nicht mehr neben mir in der Schule sitzt.

Wenn Du Dir eine übernatürliche Fähigkeit aussuchen könntest, welche würdest Du wählen? - Mich unsichtbar machen können.

Hm. Sonntag. Wochenende also bald vorbei. Heute sind wir nach Hause gefahren, dann habe ich mit Tobi noch ein bisschen gelernt, weil wir am Donnerstag Mathe-Test schreiben. Davor fürchte ich mich jetzt schon, aber Tobi geht da immer sehr zuversichtlich und geduldig heran.


Jetzt geht's gleich ab ins Bettchen, Tobi liegt da schon und wartet auf mich. Es ist 23.54 Uhr. Der Tag hat also noch 6 Minuten. Jetzt noch 5. Und so weiter ;)

Gute Nacht, xoxo!

Samstag, 10. März 2012

Why do all good things come to an end?

Coucou!

Es ist soweit. Die zwei Wochen sind leider um. Heute fährt H. wieder nach Hause. Beziehungsweise sie fliegt. Ich bringe sie nach H. zum Flughafen, nur wir zwei. Und ich habe mich durchgesetzt. Wir werden im Zug französisch reden! Ich hätte gerne noch zwei weitere so schöne Wochen. Eigentlich könnte sie gleich hierbleiben.

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurück gelassen hat.



Los geht's. Wenn ich wieder zu Hause bin, was wahrscheinlich erst morgen sein wird, weil wir das Wochenende bei Tobis erweiterten Familie verbringen, dann schreib ich Euch natürlich, wie es gelaufen ist.

Ich vermisse sie jetzt schon!
Ciao :)

Mittwoch, 7. März 2012

Es soll ja Leute geben, die wundervoll sind. Ich kenne ein paar!

Coucou meine Lieben,

ich habe ja lange nicht mehr gebloggt, meine Fresse. Aber gerade habe ich sehr viel Zeit. Wir hatten heute nur zwei Stunden, weil so viele Lehrer nicht da sind. Das heißt, ich bin jetzt schon zu Hause und simse ein bisschen mit Tobi, der ganz brav und artig seinen Matheunterricht absitzt. Ich könnte ja lachen und schadenfroh sein, aber bei Mathe bin ich das nicht, denn das blüht mir morgen auch wieder. Wie schrecklich.
H. ist immer noch bei mir, aber sie hat sich ins Bett gelegt, verständlich. Ich bin eigentlich auch total müde, die letzten Tage waren sehr anstrengend.

Dadurch, dass ich jetzt so viel Zeit habe, kann ich mit dem weitermachen, womit ich angefangen habe beim letzten Mal. Jetzt kommen die Jungs.
Fangen wir an mit dem Besten, J., ohne den ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen kann.
J. ist Tobis bester Freund, J. ist R.'s bester Freund, J. ist mein bester Freund. Und das nicht ohne Grund. Man kann ihm alles anvertrauen, er würde dieses Vertrauen niemals missbrauchen. Er ist der albernste Mensch, den ich kenne, aber wenn es wirklich darauf ankommt, beweist er Rückgrat und bleibt stehen, wenn andere abhauen würden. J. wird schon sehr bald seine Seele verlieren, wenn er nicht seine Schuhe verkauft.
Okay, das könnt ihr nicht verstehen, das ist ein Insider :D
Er ist sehr versaut, fast so versaut wie Tobi, aber ein sehr liebenswürdiger Mensch. Manchmal möchte man ihn auffressen, aber meistens mag man ihn sehr gerne!
J. ist Halbengländer und kann demnach fließend Englisch und auch Deutsch. Bei Englisch-Klausuren oder Tests hilft er der gesammelten Mannschaft und macht und tut. Durch ihn haben schon sehr viele gute Noten in Englisch geschrieben. Wir sind ihm dafür sehr dankbar. R. und ich planen regelmäßig Überraschungen für ihn, um uns bei ihm zu revanchieren. Und meistens machen da dann auch alle anderen mit.
J. ist der größte Langschläfer, den ich kenne, verglichen selbst mit Tobi. Er schafft es, bis abends 18 Uhr oder noch später zu schlafen und es ist ein nicht weit verbreitetes Können, ihn wach zu kriegen. Man könnte neben ihm Party feiern und er bekommt das nicht mit.
Als das mit Tobi und mir damals angefangen hat, war J. der Erste, der davon wusste. Das war vor allem für Tobi ganz praktisch, jemanden zu haben, dem er sich anvertrauen konnte, denn unsere Beziehung begann sehr steinig und holperig. Wir waren beide jung und unvernünftig, hatten keinen Plan von der Liebe und beschlossen, das Beste draus zu machen. Und wo sind wir jetzt? In den verwilderten Tiefen der unendlichen Liebe!

J. spielt richtig gut Gitarre und kann extrem genial singen. Zusammen mit Tobi, der auch Gitarre spielen und singen kann, und noch drei anderen bilden sie unsere zweite Schulband. Zu den beiden Bands komm ich aber irgendwann später noch mal.


Glaubst Du an die wahre Liebe? - Ja, denn ich habe sie bereits gefunden.

Kommen wir zu F.
Loses Mundwerk, immer gute Laune und bloß keinen Stress, F. halt. Er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er ist immer ehrlich und sagt einem genau, was er denkt. F. ist ein großer Situationskomiker, er beherrscht perfekt ungeplante und spontane Verrücktheiten. Beschreiben kann man ihn nicht wirklich, dafür ist er viel zu facettenreich, wie jeder meiner Lieblingsmenschen sehr facettenreich ist. Ich will es auch gar nicht erst versuchen, das geht sowieso schief. Man kann mit F. sehr viel Spaß haben, aber meistens kommt man nicht wirklich vorwärts mit ihm, weil man ständig lachen muss. Aber F. ist ein Freund fürs Leben.
Er ist der Schlagzeuger der zweiten Schulband, zum Unglück seiner Eltern. F. war mal ein halbes Jahr in Brasilien, zur selben Zeit als ich in Frankreich war. Besonders viel Portugiesisch hat er dort nicht gelernt, das lief anders als bei mir alles über ein deutsches Austauschprogramm. Manchmal reden wir beide über unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben, ich bin immer sehr beeindruckt und habe mir vorgenommen, unbedingt auch einmal nach Brasilien zu reisen, später dann.
F. und ich kommen sehr gut miteinander klar, weil F. ein bisschen das Gegenstück zu mir ist. Er sieht alles nicht so ernst und geht spontan durchs Leben. Ich bin auch spontan, aber mein Leben hat mir gezeigt, dass es Dinge gibt, die man nicht so einfach auf die leichte Schulter nehmen kann und darf. F. ist da wie eine Stütze. Er baut einen auf und weiß manchmal gar nicht, wie sehr er einem hilft. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.


Glaubst Du, dass alles einen Grund hat? - Ja. Alles passiert aus einem Grund.

Jetzt ist D. dran, an dem man in unserem Umfeld einfach nicht vorbei kommt. D. kam erst später in unseren Jahrgang, er war ein Jahr in Amerika und hat danach da weitergemacht, wo er aufgehört hat, mit der elften Klasse.
Er ist Annes Freund und man hat eigentlich immer jede Menge Spaß mit ihm, er ist sehr gemütlich, freundlich und immer für alle da. Man kann mit ihm wirklich Pferde stehlen gehen, er würde sogar Schmiere stehen und aufpassen, dass keiner kommt und einen erwischt. Ich habe mit ihm zusammen Sozi und Religion, immer sehr witzig, weil man irgendwann nicht mehr anders kann und eher D. mit seinen Kommentaren als dem Lehrer zuhört. Man kann ihm nicht böse sein, er ist einer dieser Menschen, mit dem man sämtliche schlechte Laune sofort vergisst. Das zeichnet ihn aus. Man kann mit ihm über alles reden, er ist sehr sozial und gerecht. Und vor allem hat er etwas, was vielen Menschen komplett fehlt: eine neutrale Sichtweise. D. weiß nicht, was Vorurteile sind, er urteilt, nachdem er das nötige Wissen dazu hat, nachdem er die Geschichte kennt, die dahinter steckt.
Er kam zu uns und mittlerweile kann man sich ihn nicht mehr wegdenken. Ohne D. dreht sich die Welt langsamer. Die Mädels aus der siebten Klasse schwärmen für ihn, seine Freundin Anne wird von so vielen beneidet und all seine in den beiden zwölften oder auch in den elften Klassen verteilten Freunde werden oft von Jüngeren gefragt, ob sie sie einmal bei D. vorstellen könnten. Ist immer sehr amüsant, wenn mich kleine Mädchen fragen, was ich ihnen denn Schönes zu D. erzählen könnte, weil sie ihn so toll finden. Ich glaube, er selbst weiß das gar nicht, oder es ist ihm nicht wichtig, er ist sehr glücklich mit Anne.
D. und ich machen oft etwas zusammen, manchmal auch nur zu zweit, das kommt aber eher seltener vor. Meistens ist Tobi dabei, denn der versteht sich mit D. logischerweise auch gut. Anne kommt dann auch mit und es wird ein lustiger Abend zu viert.


Wo siehst Du dich in fünfzehn Jahren? - Hoffentlich mit Tobi und unserer Familie glücklich.

Der Herr Christian.
Christians Denkweise: Heute kann die Welt nicht untergehen. In Australien ist nämlich schon morgen. Ganz einfach.
Vielleicht bin ich krank, weil ich seine besten Zitate einmal aufgeschrieben habe. Er ist total bekloppt im Kopf. Deshalb passen wir gut zusammen.
  • Es ist doch völlig normal, sich einen Pinguin aus dem Zoo mitzunehmen. Also können wir das doch auch machen.
  • Ey, könnt ihr mal ein bisschen leiser sein? Mein Fuß ist eingeschlafen!
  • Ja nee, ich bin da völlig unschuldig, ein UFO hat mich entführt, müssen Sie wissen.
  • Ich hab dich echt nicht gesehen, ich hatte da Kopfhörer auf.
  • Ja, lach nur. Sobald du einschläfst, hol ich meine Filzstifte. Und dann weißt du nicht mehr, wie du heißt!
  • Kann mal jemand kurz auf meine Vernunft aufpassen? Sie dreht mal wieder völlig durch.
  • Ist mir völlig egal. In meinem Kopf war das nämlich total lustig.
  • Huhaha, meine eigene Dummheit überrascht mich irgendwie immer wieder.
  • Sind wir am Ende des Monats nicht alle ein bisschen Griechenland?
  • Sinnfreies Zeug kann manchmal ganz sinnvoll sein. Wusstet ihr das noch nicht?
  • Scheiße, zu viele Fruchtzwerge gegessen.
  • Unrealistische Pläne sind voll mein Ding.
  • Ich genieße Eileens Denkweise sehr.
  • Ey, warum hat Noah die beiden Mücken nicht einfach erschlagen?
  • Wenn ich schlafe, wird mir immer total schwarz vor Augen. Das ist richtig eigenartig.
  • Mein Gehirn wär echt ein Fest für jeden Psychologen.
Christian sucht sein Handy, wenn es direkt vor seiner Nase liegt. Christian liest Texte grundsätzlich falsch rum, um die Lehrer zu ärgern. Christian kommt jeden Morgen zu spät. Christian ist der größte Meister im Ausreden erfinden. Christian vergisst, dass er eine Zigarette in der Hand hält und flucht, wenn sie ihm dann runterfällt. Christian fällt vom Stuhl und lacht über sich selbst am lautesten. Christian stolpert Treppen hinauf. Christian versucht manchmal, ernst zu sein. Meistens wird das nichts. Christian ist sich aber dennoch nicht zu schade, Hilfe zu leisten, selbst wenn er sich dafür die Hände schmutzig machen muss. Christian ist immer da, wenn man ihn braucht.


Was war Deine folgenschwerste Entscheidung? - Damals in L. alle Brücken abzubrechen.

Einen haben wir noch. Flori. Unser Technikfreak. Wenn Du ein Problem hast, kannst Du zu ihm gehen, er hilft jedem. In seiner Freizeit programmiert er und erstellt Videos. Er war genau wie D. ein Jahr in Amerika und kann dementsprechend gutes Englisch. Er ist der größte Typ, den ich kenne, über 1.90m, und der ehrlichste Mensch, den es gibt. Na gut, ich kenne noch sehr viele andere ehrliche Menschen, aber Flori lügt niemals, er benutzt nicht einmal kleine Notlügen. Lieber konfrontiert er Dich mit der bitteren Wahrheit. Manchmal ist das vielleicht nicht so schön, aber es ist definitiv besser als angelogen zu werden. Jeder braucht jemanden wie ihn!

Und das Bester, bzw. der Beste kommt natürlich zum Schluss. Mein lieber und wundervoller Freund Tobi, den ich über alles liebe. Aber er bekommt einen Extra-Tag von mir, soll heißen: wenn ich das nächste Mal wieder schreibe!

Welches ist Deine frühste Erinnerung? - Früher im Kindergarten wurde mir immer gesagt, dass ich zu schwach bin, um mich durchzusetzen.

Das war's für heute, macht's gut!
Coucou, Eileen :)

Donnerstag, 1. März 2012

Jeder von uns ist Kunst - gezeichnet vom Leben // Casper

Coucou!

Ich habe die seltsame Eigenart, mein Umfeld zu analysieren. Das ist nicht immer positiv, denn Menschen kann man nicht analysieren. Aber ich analysiere auch keine Menschen, sondern eher die Beziehungen, in denen ich zu ihnen stehe. Aber auch das sollte man nicht machen. Ich weiß nicht einmal, ob ich es mache, es kommt mir nur immer so vor. Tobi meint, dass ich es nicht tue und selbst wenn, dass es nicht so schlimm wäre. Worum geht es überhaupt? Ich glaube, er meint nicht so ganz, was ich meine, was wirklich selten vorkommt.
Es geht um meine Lieblingsmenschen. Bisher habe ich ganz artig meine ganze Lebenspalette runtergerattert, für wen auch immer, und meinen wunderbaren Freund erwähnt, soll heißen: erwähnt, dass es ihn gibt und dass er mir wichtig ist. Das reicht ja wohl nicht, weder für ihn noch für meine Freunde, die mir wirklich alles geben, was ich so lange gesucht habe.

Meine beste Freundin S. habe ich in einem der ersten Posts schon etwas genauer vorgestellt. Sie ist einfach wunderbar. Eben wie eine beste Freundin sein sollte. Ich hoffe, dass ich auch eine bin. S. und ich gehen bald wieder auf ein Konzert, welches, darauf konnten wir uns noch nicht einigen, aber es steht fest. Mal sehen, ob ich meine Mama dazu überredet bekomme, wahrscheinlich muss ich dafür mindestens 7 Punkte in der Matheklausur schreiben. Das wird hart, aber nicht unmöglich. Und was tut man nicht alles? Man kann schließlich alles schaffen, wenn man nur will. Es ist nicht so, dass ich für schlechte Noten von meiner Mama Ärger bekomme, das macht sie nicht, das hat sie noch nie gemacht. Aber ich versuche trotzdem immer, gute Noten zu bekommen, einmal, damit ich mit mir selbst zufrieden sein kann und zweitens, damit Mama glücklich sein kann, weil sie weiß, dass ich etwas mit meinem Leben anfange.


Was meine Mama und mich verbindet, das kann ich nicht beschreiben. Ich will es auch gar nicht erst versuchen. Aber ich denke, dass es sich aus einem früheren Post mit meiner Lebensgeschichte erschließen lässt.
Was S. und mich verbindet, ist fast genauso viel. Keine Beschreibungen nötig, das Herz funktioniert ohne Bedienungsanleitung, ansonsten ist irgendetwas kaputt.

Ich werde die gesamte rechte Seite einmal durchgehen, alle Personen, die da stehen. Wen es nicht interessiert, der muss es logischerweise auch nicht lesen. Oben ist ein großes X, womit man die Seite schließen kann, nur zur Info. Wahrscheinlich schreibe ich das alles hier sowieso nur für mich selbst, aber das ist mir egal.


Auch R. habe ich schon ein paar Mal erwähnt, sie ist wirklich wunderbar, mit ihrer ruhigen und verträumten, aber auch feurigen und durchtriebenen Art. Das liegt sicherlich an ihrem spanischen Blut. Auch ihr Bruder, dessen Geburtstag wir ja in den Ferien ganz groß gefeiert haben, liegt mir sehr am Herzen.
R. sagte einmal zu mir: "Eileen, das ist kein Fehler, sondern Erfahrung." Damals habe ich nicht verstanden, was sie gemeint hat. Jetzt tue ich es. R. ist unsere Philosophin. Sie kennt den Sinn des Leben und manchmal raucht mein Kopf ein wenig nach Diskussionen mit ihr, denn ich bin lange nicht so klug und philosophisch wie sie. Das ist ein bisschen anstrengend für meinen tanzverseuchten Kopf.
R. schreibt Songs, sie singt sie auch, und das perfekt. Manchmal ist ein Lied die Welt für mich. Und meistens sind es ihre.

L. habe ich auch schon aufgeschrieben, die beste kleine Verrückte, die ich kenne. Ich hasse Twilight, aber wenn Ashley Greene die Rolle der Alice nicht gespielt hätte, dann hätte es L. spielen müssen. Sie ist genauso. Ein bisschen trantütig, ein wenig verpeilt und zerstreut, total verrückt, perfekt und wirklich winzig. Und sie hilft. Überall, wo sie kann. Es gibt nicht viele Personen, die das tun. L. stiefelt durch ihr Leben, als ob es mit ihr tanzt. Ihr Alter hängt von der Situation ab, in diesem Fall ist sie wie ich.

V. ist Tobis Schwester und mittlerweile ein Mensch, den ich mir aus meinem Leben nicht mehr wegdenken kann. V. und ich verstehen uns so gut, dass Tobi manchmal rausgeschmissen wird und ich mit ihr die Nacht alleine durchquatsche. Wir gehen oft zusammen ins Kino und gucken uns dämliche Mädchenschnulzen an, bei denen man vor allem über die Klamotten schwärmen kann. Und die Schuhe, mhhh, ich liebe Schuhe :9
Sie bekommt meine alten Hefter, Chemie zum Beispiel. Ich meine, was soll ich damit? Oder Wirtschaft. Brauch ich nie wieder. Aber sie hat das jetzt alles. Sie macht mir manchmal die Haare, das kann sie extrem gut.


So etwas hat sie mir auch mal gemacht. Das Foto ist logischerweise nicht von mir, ich stelle KEINE persönlichen Bilder von meinem Leben ins Internet, dafür ist zu viel passiert. Und das, obwohl ich so gerne fotografiere. Aber gibt's nicht, ich bin konsequent. Es schadet nur.

Die Frisur auf dem Bild hätte ich gerne bei meiner Hochzeit. Tobi, ich komme :)
V. kann das, sie hat es mir auch schon einmal gemacht, dabei hat sie sich wirklich selbst übertroffen, Sie sollte als Friseuse für Hochzeiten oder elegante Feiern oder so anfangen, aber das will sie nicht. Wir versuchen, sie dazu zu überreden, dass sie es später nebenbei macht, dann weiß ich auf jeden Fall schon mal, wer mir meine Hochzeitsfrisur macht, wenn es so weit ist.
Manchmal, wenn Tobi noch nicht da ist, machen wir zu zweit ein bisschen Wohlfühlprogramm mit wunderbaren Kosmetik- und Haarstunden. Wenn Tobi dann nach Hause kommt und das sieht, fragt er immer, ob er zu früh dran ist. Das ist immer extrem witzig, weil er dann so schnell wie möglich wieder das Weite sucht. Und V. und ich haben wieder etwas zu lachen.
Oft machen wir auch etwas zu dritt, einmal waren wir zusammen im Kino. V. und ich haben uns durchgesetzt und Tobi in einen Weiberfilm geschleppt. Die geilen Kommentare von seiner Seite waren fast noch unterhaltsamer als der ganze Film

"Freundschaft ist, wenn der Labello kommentarlos weitergereicht wird."
Das habe ich schon oft gehört, aber als V. es gesagt hat, da wurde mir erst bewusst, dass da sogar etwas dran sein könnte, wenn man es jetzt mal ganz simpel betrachtet. Freundschaft ist natürlich noch viel mehr. Aber V. hat damit Recht. Sie ist ein Goldstück.

Ulli ist eine tolle Freundin aus meiner Klasse. Sie hat immer hilfreiche Ratschläge und ist immer da, wenn man sie braucht. Sie lebt vor sich hin und ist eher darauf bedacht, anderen von ihrem schönen Leben abzugeben und alle anderen mit Fröhlichkeit zu beschenken. Das macht sie zu einem unglaublich hilfsbereiten und herzlichen Menschen. Sie kommt manchmal auch mit in die Tanzschule und macht ein paar Trainingseinheiten mit. Aber sie treibt das mit der Tanzerei nicht mit solch einer Akribie wie ich, sondern eher nur aus Spaß. Trotzdem freue ich mich immer sehr, wenn wir zusammen über verkorkste Schrittfehler lachen können. Man kommt nicht umhin, Ulli zu mögen. Sie ist einzigartig.


Anne, unsere allerliebste Anne. Ich bin sehr glücklich, sie zu kennen, sie ist wundervoll. Logisch, alle meine Freunde sind das. Anne setzt sich für andere ein, selbst wenn es für sie selbst Nachteile bedeuten könnte, Anne versucht zu helfen, wo sie kann, Anne ist in der Lage, Verantwortung zu tragen und nimmt sie auch auf sich. Anne ist für alle da.
Man kann Anne alles anvertrauen. Sie hütet Geheimnisse und schweigt wie ein Grab.
Sie geht auch in meine Klasse und macht immer für alle Deutsch-Hausaufgaben, weil da keiner so wirklich Lust zu hat. Dafür bringen wir ihr immer Schokolade mit (schon ne ziemliche Ausbeute, wenn du an einem Tag 27 Tafeln Schokolade einkassierst, und trotzdem hat Anne eine Top-Figur!) und helfen ihr in Chemie, denn das kann sie nicht, das kann fast keiner, aber irgendwie bekommen sie es alle immer hin ohne viel zu lernen, was vielleicht aber auch an der Lehrerin liegt. Nur Anne nicht. Sie erzählt mir immer, dass sie in Chemie genauso aussieht wie ich in Mathe: dekorative Einrichtung, lässt sich berieseln und guckt wie ein Fahrrad wenn sie zu allem Überfluss auch noch etwas gefragt wird. Ich kann sie da durchaus verstehen.
Anne und ich machen sehr viel Unsinn zusammen, wir sind total verrückt.

Sari heißt eigentlich Sarina. Sarina Kathleen. Sie hasst ihren Namen, aber ich werde meine Tochter später definitiv Kathleen nennen :)
Sari ist schon mit der Schule fertig und sogar bereits verheiratet, ihren Mann fürs Leben hat sie vor vier Jahren gefunden, Philipp. Ein netter Kerl, muss man schon sagen. Am meisten hat mich erstaunt, dass er die Eigeninitiative ergriffen und sie gefragt hat. Welcher Kerl mit 21 macht das schon?
Wir waren bei ihrer Hochzeit alle eingeladen, das war so schön. Alles. Das Einzige, was ich nicht toll fand, war, dass ich den Brautstrauß nicht gefangen habe. Tobi meinte dazu nur ganz trocken, dass er das auch besser so finde ;)
Sari ist ein winziges Persönchen, fast so winzig wie L., aber sie hat es faustdick hinter den Ohren. Sie könnte Alice definitiv nicht spielen. Sie kann sehr laut werden, wenn ihr etwas zu bunt wird, sie kämpft für ihre Ziele. Und sie ist immer da, wenn man sie braucht. Viele sagen, Sari ist der gute Geist unserer großen Gruppe. Sie organisiert so viel und macht und tut, damit wir uns alle nicht aus den Augen verlieren. Um sie ein bisschen zu entlasten, haben S. und ich bereits das Zepter der Konzertplanungen an uns gerissen, zusammen mit L., denn Sari kann schließlich nicht alles machen. Sie hat mit ihrem Studium genug zu tun.
Sie ist Mitglied einer der beiden Schulbands unserer Schule, welche auch nach dem Abi nicht zerbrochen ist. Regelmäßig werden Konzerte organisiert.
Sari und ich, wir machen manchmal etwas zu zweit und reden dann über unsere Jungs. Dadurch, dass wir beide bereits unsere große Liebe gefunden haben, gibt es da natürlich viel zu erzählen. Sari versteht mich und ich verstehe sie, denn Männer sind nicht immer einfach ;)
Sari ist wie ein positives Wunder: für alle da und niemals wieder weg!


Line - eine größere Quasselstrippe gibt es nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Kathi ist das genaue Gegenteil. Aber stille Wasser sind tief - seeeehr tief.
Zu Steffie kann man ganze Bücher schreiben, aber die Zeit habe ich gerade nicht. Ich muss gleich los. Steffie ist versaut, ein bisschen asozial, kontra, extrem, verrückt und total krank. Aber nein, man muss nicht studiert haben, um Steffies schwarzen Humor zu verstehen, sogar ich kann es.
Und I. fehlt noch, die Jungs mach ich demnächst mal, wenn ich etwas mehr Zeit habe. I. ist - ja, was soll ich sagen? - einfach toll!

Schluss, aus, vorbei, Erdbeerquarktorte. Yum!

xoxo :)