Coucou,
ich kann nicht mehr. Tanzen. Ich will zu. Tobi. Ich sollte mehr. Essen. Ich vermisse. Anne. Ich erkenne mich nicht. Mehr. Ich weiß, was ich. will. Ich liebe dieses. Leben.
Lots of Love,
Eure Eileen
Montag, 29. Oktober 2012
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi.
Coucou!
Ich habe mich jetzt wieder fast so weit gefangen, dass ich diesen Blog jetzt endlich mal so umgestalten kann, wie er sein sollte. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten machen, aber Ihr kennt meine Disziplin. Shut up. Ich hoffe, es klappt dieses Mal.
Lots of Love,
Eure Eileen
Es ist seltsam, dass das Leben trotz allem einfach weitergeht.
Ich habe mich jetzt wieder fast so weit gefangen, dass ich diesen Blog jetzt endlich mal so umgestalten kann, wie er sein sollte. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten machen, aber Ihr kennt meine Disziplin. Shut up. Ich hoffe, es klappt dieses Mal.
Lots of Love,
Eure Eileen
Mittwoch, 17. Oktober 2012
With every step I take, I'm thinking of you.
Coucou!
Die Beerdigung war schön, total traurig natürlich, aber irgendwie auch schön. Ich habe sehr viel geweint, ich durfte den Marienkäfer in die Urne legen, Tobi war bei mir und hielt mich fest, ich habe es also überlebt. Jetzt sind alle wieder weg und tun wieder das, was sie tun müssen. Ich auch. Tanzen bis zum Umfallen. Es ist so anstrengend, aber ich weiß, was ich will.
Lots of Love,
Eure Eileen
Die Beerdigung war schön, total traurig natürlich, aber irgendwie auch schön. Ich habe sehr viel geweint, ich durfte den Marienkäfer in die Urne legen, Tobi war bei mir und hielt mich fest, ich habe es also überlebt. Jetzt sind alle wieder weg und tun wieder das, was sie tun müssen. Ich auch. Tanzen bis zum Umfallen. Es ist so anstrengend, aber ich weiß, was ich will.
Lots of Love,
Eure Eileen
Samstag, 6. Oktober 2012
Briefe, die nie gelesen werden. Dennoch schreibe ich sie.
Coucou!
Ich habe so große Angst vor Montag! Ich bin jetzt schon total zittrig, wenn ich daran denke! Jeder sagt mir, dass ich stark bin und das schaffen werde, aber ich kenn mich. Ich weiß, wie sehr ich heulen werde, wenn ich Annes Bild und daneben die Urne stehen sehen werde. So eine Urne anzuschauen ist bestimmt komisch, ich komme mit dem Gedanken nicht klar, dass dort drin ein Mensch sein soll, das ist unwirklich. Dann ist Anne endgültig weg, das schmerzt.
Ich schreibe wirklich schon Briefe an sie. Selbst wenn ich eigentlich überhaupt keine Zeit habe, wenn ich total unter Strom stehe und tanzen muss bis zum Umfallen, trotzdem schreibe ich manchmal bis in die Nacht Briefe an sie, vier sind schon fertig. Vielleicht darf ich ja etwas mit in die Urne hineinlegen, sie hat nämlich einmal einen Schlüsselanhänger bei mir vergessen, einen kleinen Marienkäfer. Der muss in die Urne rein, ich wünsche ihr viel Glück auf ihrem Weg ins Jenseits oder wo auch immer tote Menschen hingehen, keine Ahnung. Ich habe über so etwas noch nie nachdenken müssen, jetzt erschlägt mich das alles.
Ich habe für Montag eine Freistellung bekommen, die anderen Mädchen haben schon längst angefangen zu lästern. Ich glaube, wenn ich trotz meiner ganzen Fehltage bisher (es sind schon zwei, oh mein Gott, ihr Schlampen!) bei diesem Tanzlehrgang gut abschneide, werde ich von allen noch mehr gehasst als sie es sowieso schon tun. Selbst wenn die todkrank sind, schleppen die sich zum Lehrgang, denn es geht denen nur ums Gewinnen.
Die Einzige, die nett zu mir ist, ist Nina, mit der konnte ich schon immer gut, wir tanzen immer die Partnerübungen zusammen. Alle anderen lassen immer mehr ihre andere Seite heraus. Jeder will hier gewinnen, und zwar alleine. Also sind einige der Meinung, dass man sich natürlich auch nicht mehr helfen muss. Es ist anstrengend, sich den ganzen Tag Rumgezicke anhören zu müssen. Klar will ich auch gewinnen, Paula Abdul treffen wäre einfach DER Hammer, aber ich hasse diesen Zickenkrieg und beteilige mich auch nicht daran. Deshalb bin ich natürlich nicht durchsetzungsfähig und werde diesen Lehrgang niemals bestehen, irgendwas müssen sie ja finden, was es an mir auszusetzen gibt. Gefolgt von meinen dünnen, wasserstoffblonden Haaren (es ist zwar dunkelblond, aber egal), meinen kurzen Röcken, meiner ruhigen Art (dass ich zurzeit nach Annes Tod nicht so gern auf die Pauke hauen möchte, interessiert diese arroganten Weiber aber auch nicht) und meinem Freund, den es ja angeblich nicht gibt, weil sie ihn noch nicht gesehen haben. Es ist völliger Irrsinn, wenn man versuchen will, ihnen die Wahrheit zu erklären. Auf gut Deutsch gesagt bin ich also nur eine kleine, an Aufmerksamkeitsdefiziten leidende Schlampe, die nichts auf die Reihe kriegt. Richtig geraten.
Heute kommt Kathy in Hamburg an, morgen kommen Tobi und J. aus England zurück, V., I., mein Schwesterchen aus Frankreich, die gestern angekommen ist, und ich holen sie zusammen vom Flughafen ab, alle da. Tobi habe ich zwar "gerade" gesehen, aber ich leide jetzt schon wieder unter Liebesentzug. Ich brauche ihn.
Und J. wiederzusehen, wäre auch mal wieder schön, mein bester Freund ist genauso unersetzbar wie durchgeknallt.
Am Mittwoch hatten wir ja alle frei und es war sogar einigermaßen schönes Wetter. Wir haben uns an der Ostsee getroffen, Steffie, R. und Kathi hatten Gitarren mit. Singen und Lagerfeuer am Strand machen ist sooo schön. Sari war da, Linchen, Christian, Flori, D., F., Simón, V., I., L., meine allerbeste S. natürlich und noch ein paar andere Leute, die Anne kannten und mochten. Einige hatte ich noch nie gesehen, aber in so einer Situation rücken natürlich alle zusammen. Wenigstens was.
Lots of Love,
Eure Eileen
Ich habe so große Angst vor Montag! Ich bin jetzt schon total zittrig, wenn ich daran denke! Jeder sagt mir, dass ich stark bin und das schaffen werde, aber ich kenn mich. Ich weiß, wie sehr ich heulen werde, wenn ich Annes Bild und daneben die Urne stehen sehen werde. So eine Urne anzuschauen ist bestimmt komisch, ich komme mit dem Gedanken nicht klar, dass dort drin ein Mensch sein soll, das ist unwirklich. Dann ist Anne endgültig weg, das schmerzt.
Ich schreibe wirklich schon Briefe an sie. Selbst wenn ich eigentlich überhaupt keine Zeit habe, wenn ich total unter Strom stehe und tanzen muss bis zum Umfallen, trotzdem schreibe ich manchmal bis in die Nacht Briefe an sie, vier sind schon fertig. Vielleicht darf ich ja etwas mit in die Urne hineinlegen, sie hat nämlich einmal einen Schlüsselanhänger bei mir vergessen, einen kleinen Marienkäfer. Der muss in die Urne rein, ich wünsche ihr viel Glück auf ihrem Weg ins Jenseits oder wo auch immer tote Menschen hingehen, keine Ahnung. Ich habe über so etwas noch nie nachdenken müssen, jetzt erschlägt mich das alles.
Ich habe für Montag eine Freistellung bekommen, die anderen Mädchen haben schon längst angefangen zu lästern. Ich glaube, wenn ich trotz meiner ganzen Fehltage bisher (es sind schon zwei, oh mein Gott, ihr Schlampen!) bei diesem Tanzlehrgang gut abschneide, werde ich von allen noch mehr gehasst als sie es sowieso schon tun. Selbst wenn die todkrank sind, schleppen die sich zum Lehrgang, denn es geht denen nur ums Gewinnen.
Die Einzige, die nett zu mir ist, ist Nina, mit der konnte ich schon immer gut, wir tanzen immer die Partnerübungen zusammen. Alle anderen lassen immer mehr ihre andere Seite heraus. Jeder will hier gewinnen, und zwar alleine. Also sind einige der Meinung, dass man sich natürlich auch nicht mehr helfen muss. Es ist anstrengend, sich den ganzen Tag Rumgezicke anhören zu müssen. Klar will ich auch gewinnen, Paula Abdul treffen wäre einfach DER Hammer, aber ich hasse diesen Zickenkrieg und beteilige mich auch nicht daran. Deshalb bin ich natürlich nicht durchsetzungsfähig und werde diesen Lehrgang niemals bestehen, irgendwas müssen sie ja finden, was es an mir auszusetzen gibt. Gefolgt von meinen dünnen, wasserstoffblonden Haaren (es ist zwar dunkelblond, aber egal), meinen kurzen Röcken, meiner ruhigen Art (dass ich zurzeit nach Annes Tod nicht so gern auf die Pauke hauen möchte, interessiert diese arroganten Weiber aber auch nicht) und meinem Freund, den es ja angeblich nicht gibt, weil sie ihn noch nicht gesehen haben. Es ist völliger Irrsinn, wenn man versuchen will, ihnen die Wahrheit zu erklären. Auf gut Deutsch gesagt bin ich also nur eine kleine, an Aufmerksamkeitsdefiziten leidende Schlampe, die nichts auf die Reihe kriegt. Richtig geraten.
Heute kommt Kathy in Hamburg an, morgen kommen Tobi und J. aus England zurück, V., I., mein Schwesterchen aus Frankreich, die gestern angekommen ist, und ich holen sie zusammen vom Flughafen ab, alle da. Tobi habe ich zwar "gerade" gesehen, aber ich leide jetzt schon wieder unter Liebesentzug. Ich brauche ihn.
Und J. wiederzusehen, wäre auch mal wieder schön, mein bester Freund ist genauso unersetzbar wie durchgeknallt.
Am Mittwoch hatten wir ja alle frei und es war sogar einigermaßen schönes Wetter. Wir haben uns an der Ostsee getroffen, Steffie, R. und Kathi hatten Gitarren mit. Singen und Lagerfeuer am Strand machen ist sooo schön. Sari war da, Linchen, Christian, Flori, D., F., Simón, V., I., L., meine allerbeste S. natürlich und noch ein paar andere Leute, die Anne kannten und mochten. Einige hatte ich noch nie gesehen, aber in so einer Situation rücken natürlich alle zusammen. Wenigstens was.
Wir vermissen Anne sehr. Warum ist das Leben so ungerecht?
Lots of Love,
Eure Eileen
Montag, 1. Oktober 2012
"Ich weiß, wie ihr euch fühlt." - Sei still, halt einfach die Klappe, du hast keine Ahnung.
Coucou!
Tja, was soll ich sagen? Am besten gar nichts. Es hat sich nichts verändert, aber alles ist anders. Das Schicksal meint es mal wieder nicht gut mit uns. Aber der Reihe nach. Als letztes war ja das Rachel-Problem aktuell, mein Gott, erscheint mir das jetzt bedeutungslos. Das wird ein langer Post, es gibt viel zu verarbeiten. Ich muss das alles loswerden und aufschreiben und ich brauche viele schöne Bilder für die Seele. Lasst mich, ihr versteht meine Welt eh nicht!
Ich weiß, ich wiederhol mich, aber da oben ist ein [x] für die, die es nicht wissen wollen.
Rachel hat immer noch nicht aufgegeben, aber Tobi bleibt ziemlich hart, das fühlt sich in meiner Seele irgendwie gut an, denn er will mich und keine andere, warum auch immer. Tja, Applaus Hure. Aber du bist ihm nicht gut genug. Du bist ja so geil und jeder steht auf dich. Nur er nicht. Er will mich.
Bin ich so gut? Ich sei die Beste, sagte er schlicht. Ich weiß ja nicht.
Am 8. September hatte er Geburtstag, endlich sind wir beide 19. Ja, Tobi ist ein paar Monate jünger als ich, na los, es gibt genug, dich sich ihre Mäuler darüber zerreißen, also tut es bitte auch, der Ordnung halber. Und für mein Image.
Nein, so ist das nicht gemeint, aber es regt mich trotzdem auf. Vielleicht versteht das ja einer.
Ich habe mal wieder nicht nachgedacht und frei nach dem Kurschlussreaktionsprinzip gehandelt. Dadurch, dass ich zu seinem Geburtstag ziemlich fertig war - der Tanzlehrgang, die Entfernung, die Eifersucht, die Anstrengung, die Sehnsucht - das wurde mir alles ein bisschen zu viel und ich hatte eine gelegentlich mal auftretende Austick-Phase, die sich zu einem explodierenden Pulverfass entwickelt hat. Sie fing damit an, dass ich mittlerweile nur noch 45 kg wiege und endete damit, dass ich mein gesamtes Studiumskonto leergepumpt habe und nach London geflogen bin. Tobi hatte Geburtstag, ich vermisste ihn, ich konnte nicht anders, ich musste es tun. Ergebnis: kein Geld mehr, Mama völlig sauer, wütend, besorgt und vorwurfsvoll, weil ich ihr kein Wort gesagt hatte. Sie ist fast wahnsinnig geworden, weil ich mich erst wieder Stunden später aus England gemeldet habe, Tobi auch nicht sonderlich begeistert (wobei er sich gefreut hat, mich zu sehen), er wusste von nichts, außerdem einen verlorenen Tag beim Tanzlehrgang, eine zickige und wütende Rachel und noch eine ganze Menge Stress und Ärger.
Ich weiß, das versteht keiner, aber ich musste es tun, ich konnte nicht anders. Ich habe mit ihm also seinen Geburtstag in London gefeiert, er hat mich mit zu seinem Arbeitsplatz genommen und mir seine Gastfamilie vorgestellt. Und Rachel habe ich auch kennen gelernt, wirklich eine arrogante Barbie-Puppe mit zehn Tonnen Schminke im Gesicht. Meine Fresse, war die sauer.
Meine Mama war doppelt sauer. Sie kommt von der Arbeit nach Hause und findet eine leere Wohnung vor. Kein Zettel, keine Nachricht. Und ich war nicht zu erreichen, weil ich im Flugzeug keinen Empfang hatte. Wenn ich unüberlegt handel, denke ich nur an die Hälfte, das kommt davon.
Als ich aus England wiederkam, hat Mama mich vom Flughafen abgeholt und mir die gesamte Autofahrt über Vorträge gehalten. Ja Mama, ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, ich weiß auch, dass du dir Sorgen machst, aber ich bin mittlerweile 19 und nicht mehr dein kleines Küken.
Den einen Tag vom Tanzlehrgang, den ich verloren habe, war schwer, wieder aufzuholen und ich bin mittlerweile jeden Tag froh, wenn ich nach Hause komme und mich einfach nur auf die Couch packen kann. Vor allem zum Essen. Womit wir beim nächsten Problem wären: 45 Kilo. Als ich das auf der Waage gesehen habe, wäre ich vor Schreck fast umgefallen. Das geht ja gar nicht! Ich muss dringend essen. Disziplin, Madame. Ich fühle mich auch irgendwie komisch, ein bisschen schlapp, ausgepowert und kaputt. Dieser Tanzlehrgang zerrt ganz schön an den Kräften. Das wusste ich zwar vorher, aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.
Damit könnte ich theoretisch noch leben, aber der nächste Hammer, der nun folgt, damit kann ich nur schwer leben, obwohl ich es muss.
Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll, es ist noch so unwirklich und weit weg, das hat wahrscheinlich noch niemand realisiert. Es ist, als ob die Zeit stehen geblieben ist und sich nichts mehr bewegt.
Nichts hat sich verändert. Was nicht stimmt, weil sich alles verändert hat. Sie ist nicht mehr.
Sie wurde Ende August ins Krankenhaus eingeliefert, das hatte ich ja noch geschrieben, es sah nach einer Lungenentzündung aus. Anderthalb Wochen musste sie sich aufregen, wie öde und langweilig das Krankenhausleben doch ist, dann durfte sie endlich wieder nach Hause.
Am nächsten Abend war sie wieder wie immer, wir waren zusammen bei Freunden, das war zwar keine Party oder so, aber trotzdem hätten wir sie niemals mitnehmen dürfen!
Am nächsten Tag ist sie zusammengebrochen und wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden. Disgnose: Lungenembolie. Ich frage mich, was die Ärzte bei ihrem ersten Aufenthalt gemacht haben. Karten gespielt? Geld verwettet? Däumchen gedreht?
Zwei Operationen, die zweite hat Anne nicht überlebt.
Ich habe das in der Mittagspause von meinem Tanzlehrgang erfahren, S. hat mich angerufen, das war der Schock des Tages. Wie geht man damit um? Ich habe erst mal weitergetanzt, ich brauchte irgendwas zu tun. Aber dann, wenn man nichts mehr zu tun hat? Zu Hause bin ich in Tränen ausgebrochen. Doch nicht unser Annchen! Ich konnte mich noch nicht einmal richtig von ihr verabschieden. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich sie nicht öfter besucht habe, weil ich durch den Lehrgang total unter Strom stand, aber hätte, wenn und könnte...
Zwei Dinge stehen fest: Wir hätten sie niemals zu den anderen mitnehmen dürfen, wir haben versagt, wir haben nicht auf sie aufgepasst. Und hätten die Ärzte bei ihrer ersten Krankenhauszeit ihren Job richtig gemacht, würde Anne vielleicht noch leben. Soviel zur Theorie.
Ich könnte ehrlich gesagt immer noch heulen, dabei ist es schon eine Woche her. Alle unsere Freunde sind aus allen Ecken zurück gekommen, um diese schweren Stunden durchzustehen, letztes Wochenende ist sogar Steffie aus Tansania wieder eingeflogen und Linchen aus Russland zurück gekommen. Bei mir ist zurzeit I., die ihr FSJ unterbrochen hat. Zu Hause wollte sie nicht schlafen.
Tobi und J. kommen zur Beerdigung aus England und sogar unsere Amerikanerin Kathy aus Denver kommt wieder her. Meine Schwester aus Frankreich kommt auch, die muss ich am Freitag vom Flughafen abholen.
Am 8. Oktober ist die Beerdigung, das wird hart. Ich war noch nie auf einer Beerdigung, weil es bisher in meinem Leben niemanden gab, den man unter die Erde bringen musste, glücklicherweise. Aber ich hatte gehofft, ich kann bei meiner ersten Bestattung mit etwas weniger Heftigem anfangen. Doch nicht Anne! Das ist nicht fair, sie wollte doch noch so viel machen! In drei Wochen wäre sie 19 geworden.
Sie hat mir bei so vielem geholfen, ich konnte mich noch nicht einmal bedanken! Ich fühle mich so schlecht. Ich bin traurig, ich mache mir Vorwürfe, ich könnte den ganzen Tag heulen, ich will unsere Anne zurück haben!
Ich muss das alles aufschreiben, um zu verarbeiten, um nicht verrückt zu werden. Ich muss irgendwas tun, sonst geh ich kaputt. Ich dreh noch durch!
Ich habe schon angefangen, Briefe zu schreiben, zwei sind schon fertig. Das hilft irgendwie, ich wollte Anne doch noch so viel erzählen.
Anne, ich liebe dich, wir lieben dich alle. Es tut uns leid, dass wir es nicht besser konnten, wir fühlen uns, als hätten wir dich zerstört. Niemand kann das wieder gut machen. Niemand kann beschreiben, wie schrecklich wir uns fühlen. Niemand kann es ändern, niemand kann es erklären.
Die Zeit bleibt stehen, ich will in die Kirche gehen und Millionen von Teelichtern für Anne anzünden, dabei bin ich gar nicht gläubig. Ich denke, ich werde es in dieser Woche trotzdem machen, I. und S. kommen bestimmt mit.
Tja, was soll ich sagen? Am besten gar nichts. Es hat sich nichts verändert, aber alles ist anders. Das Schicksal meint es mal wieder nicht gut mit uns. Aber der Reihe nach. Als letztes war ja das Rachel-Problem aktuell, mein Gott, erscheint mir das jetzt bedeutungslos. Das wird ein langer Post, es gibt viel zu verarbeiten. Ich muss das alles loswerden und aufschreiben und ich brauche viele schöne Bilder für die Seele. Lasst mich, ihr versteht meine Welt eh nicht!
Ich weiß, ich wiederhol mich, aber da oben ist ein [x] für die, die es nicht wissen wollen.
Rachel hat immer noch nicht aufgegeben, aber Tobi bleibt ziemlich hart, das fühlt sich in meiner Seele irgendwie gut an, denn er will mich und keine andere, warum auch immer. Tja, Applaus Hure. Aber du bist ihm nicht gut genug. Du bist ja so geil und jeder steht auf dich. Nur er nicht. Er will mich.
Bin ich so gut? Ich sei die Beste, sagte er schlicht. Ich weiß ja nicht.
Am 8. September hatte er Geburtstag, endlich sind wir beide 19. Ja, Tobi ist ein paar Monate jünger als ich, na los, es gibt genug, dich sich ihre Mäuler darüber zerreißen, also tut es bitte auch, der Ordnung halber. Und für mein Image.
Nein, so ist das nicht gemeint, aber es regt mich trotzdem auf. Vielleicht versteht das ja einer.
Ich weiß, das versteht keiner, aber ich musste es tun, ich konnte nicht anders. Ich habe mit ihm also seinen Geburtstag in London gefeiert, er hat mich mit zu seinem Arbeitsplatz genommen und mir seine Gastfamilie vorgestellt. Und Rachel habe ich auch kennen gelernt, wirklich eine arrogante Barbie-Puppe mit zehn Tonnen Schminke im Gesicht. Meine Fresse, war die sauer.
Meine Mama war doppelt sauer. Sie kommt von der Arbeit nach Hause und findet eine leere Wohnung vor. Kein Zettel, keine Nachricht. Und ich war nicht zu erreichen, weil ich im Flugzeug keinen Empfang hatte. Wenn ich unüberlegt handel, denke ich nur an die Hälfte, das kommt davon.
Als ich aus England wiederkam, hat Mama mich vom Flughafen abgeholt und mir die gesamte Autofahrt über Vorträge gehalten. Ja Mama, ich weiß, dass ich Mist gebaut habe, ich weiß auch, dass du dir Sorgen machst, aber ich bin mittlerweile 19 und nicht mehr dein kleines Küken.
Den einen Tag vom Tanzlehrgang, den ich verloren habe, war schwer, wieder aufzuholen und ich bin mittlerweile jeden Tag froh, wenn ich nach Hause komme und mich einfach nur auf die Couch packen kann. Vor allem zum Essen. Womit wir beim nächsten Problem wären: 45 Kilo. Als ich das auf der Waage gesehen habe, wäre ich vor Schreck fast umgefallen. Das geht ja gar nicht! Ich muss dringend essen. Disziplin, Madame. Ich fühle mich auch irgendwie komisch, ein bisschen schlapp, ausgepowert und kaputt. Dieser Tanzlehrgang zerrt ganz schön an den Kräften. Das wusste ich zwar vorher, aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.
Damit könnte ich theoretisch noch leben, aber der nächste Hammer, der nun folgt, damit kann ich nur schwer leben, obwohl ich es muss.
Anne ist tot.
Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll, es ist noch so unwirklich und weit weg, das hat wahrscheinlich noch niemand realisiert. Es ist, als ob die Zeit stehen geblieben ist und sich nichts mehr bewegt.
Nichts hat sich verändert. Was nicht stimmt, weil sich alles verändert hat. Sie ist nicht mehr.
Sie wurde Ende August ins Krankenhaus eingeliefert, das hatte ich ja noch geschrieben, es sah nach einer Lungenentzündung aus. Anderthalb Wochen musste sie sich aufregen, wie öde und langweilig das Krankenhausleben doch ist, dann durfte sie endlich wieder nach Hause.
Am nächsten Abend war sie wieder wie immer, wir waren zusammen bei Freunden, das war zwar keine Party oder so, aber trotzdem hätten wir sie niemals mitnehmen dürfen!
Am nächsten Tag ist sie zusammengebrochen und wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden. Disgnose: Lungenembolie. Ich frage mich, was die Ärzte bei ihrem ersten Aufenthalt gemacht haben. Karten gespielt? Geld verwettet? Däumchen gedreht?
Zwei Operationen, die zweite hat Anne nicht überlebt.
Ich habe das in der Mittagspause von meinem Tanzlehrgang erfahren, S. hat mich angerufen, das war der Schock des Tages. Wie geht man damit um? Ich habe erst mal weitergetanzt, ich brauchte irgendwas zu tun. Aber dann, wenn man nichts mehr zu tun hat? Zu Hause bin ich in Tränen ausgebrochen. Doch nicht unser Annchen! Ich konnte mich noch nicht einmal richtig von ihr verabschieden. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich sie nicht öfter besucht habe, weil ich durch den Lehrgang total unter Strom stand, aber hätte, wenn und könnte...
Zwei Dinge stehen fest: Wir hätten sie niemals zu den anderen mitnehmen dürfen, wir haben versagt, wir haben nicht auf sie aufgepasst. Und hätten die Ärzte bei ihrer ersten Krankenhauszeit ihren Job richtig gemacht, würde Anne vielleicht noch leben. Soviel zur Theorie.
Ich könnte ehrlich gesagt immer noch heulen, dabei ist es schon eine Woche her. Alle unsere Freunde sind aus allen Ecken zurück gekommen, um diese schweren Stunden durchzustehen, letztes Wochenende ist sogar Steffie aus Tansania wieder eingeflogen und Linchen aus Russland zurück gekommen. Bei mir ist zurzeit I., die ihr FSJ unterbrochen hat. Zu Hause wollte sie nicht schlafen.
Tobi und J. kommen zur Beerdigung aus England und sogar unsere Amerikanerin Kathy aus Denver kommt wieder her. Meine Schwester aus Frankreich kommt auch, die muss ich am Freitag vom Flughafen abholen.
Am 8. Oktober ist die Beerdigung, das wird hart. Ich war noch nie auf einer Beerdigung, weil es bisher in meinem Leben niemanden gab, den man unter die Erde bringen musste, glücklicherweise. Aber ich hatte gehofft, ich kann bei meiner ersten Bestattung mit etwas weniger Heftigem anfangen. Doch nicht Anne! Das ist nicht fair, sie wollte doch noch so viel machen! In drei Wochen wäre sie 19 geworden.
Sie hat mir bei so vielem geholfen, ich konnte mich noch nicht einmal bedanken! Ich fühle mich so schlecht. Ich bin traurig, ich mache mir Vorwürfe, ich könnte den ganzen Tag heulen, ich will unsere Anne zurück haben!
Ich muss das alles aufschreiben, um zu verarbeiten, um nicht verrückt zu werden. Ich muss irgendwas tun, sonst geh ich kaputt. Ich dreh noch durch!
Ich habe schon angefangen, Briefe zu schreiben, zwei sind schon fertig. Das hilft irgendwie, ich wollte Anne doch noch so viel erzählen.
| Sie wird immer einen Schlüssel zu meinem Herzen haben, ich habe sie dort mittlerweile eingeschlossen und die Schlüssel weggeworfen. Sie kommt dort nie wieder heraus. |
Die Zeit bleibt stehen, ich will in die Kirche gehen und Millionen von Teelichtern für Anne anzünden, dabei bin ich gar nicht gläubig. Ich denke, ich werde es in dieser Woche trotzdem machen, I. und S. kommen bestimmt mit.
Ich habe seit anderthalb Wochen nicht mehr als 20 Stunden geschlafen, jede Nacht immer ein bisschen, die meiste Zeit war ich wach und hab vor mich hin gequietscht. Ohne heulen bin ich wohl kein Mensch. Ein Wunder, dass ich bei dem ganzen Stress, der mich zurzeit so umgibt, noch nicht zusammen gebrochen bin.
Ich muss ans Meer, Ostseeluft um mich herum. bestimmt machen wir das morgen alle zusammen, ist ja Feiertag. Lagerfeuer am Strand, Gitarren mit, Salz in den Augen, Meeresgeruch im Haar, Sterne, ... ohne Anne...
Jetzt weine ich schon wieder...
Hilft nichts, da müssen wir durch.
Lots of Love,
Eure traurige Eileen
Dienstag, 4. September 2012
Sieh es ein, Süße. Mein Freund steht nicht auf Nutten.
Coucou!
Schlechte Zeiten, ganz schlechte Zeiten. Ich werde verrückt vor Angst, Eifersucht, Unwissenheit und Tränen. Am liebsten würde ich meine Tasche packen und nach England fliegen, völlig egal, woher ich das Geld dafür nehme.
Tobis Gastschwester in London versucht immer noch wie verrückt, ihn anzuflirten. Er ist genervt, denn sie ist ein gottverdammtes Miststück und küsst ihn, wenn er schläft. Er wird wach und schmeißt sie raus, aber sie hat für's Erste ihr Ziel erreicht.
Er hat mir davon über Skype erzählt, er ist wütend und will eigentlich die Gastfamilie wechseln. Dann wäre aber sein jetziger Job in Gefahr.
"Rachel wird immer weitergehen, bis sie das bekommt, was sie will. Sie berührt mich ständig im Vorbeigehen und streift meine Hände. Sie versucht, sich auszuziehen, wenn ich in ihrer Nähe bin. Sie kommt einfach so in mein Zimmer und fängt an, Dinge zu erzählen, die ich gar nicht wissen will. Meinetwegen, wie viele Männer sie schon im Bett hatte, wie geil die das immer fanden, und so weiter. Ne größere Schlampe hab ich noch nie getroffen. Es ist offensichtlich, was sie will. Sex. Aber Eileen!? Ich werde nicht nachgeben! Das musst du mir glauben! Ich werde nie im Leben mit dieser ignoranten und arroganten Person irgendetwas anfangen, dafür liebe ich mein Mädchen in Deutschland viel zu sehr. Vertrau mir."
Oh, wie süß. Ich vertraue ihm grenzenlos,aber es fühlt sich so seltsam an. Das darf es nicht, deshalb hab ich es durchgestrichen. Angst.
Wer weiß, was diese Rachel sich als nächstes einfallen lässt!? Was soll ich machen? Am liebsten würde ich Tobi bitten, dass er zurück nach Hause kommt, aber das kann ich nicht von ihm verlangen. Er hat Völkerstämme in Bewegung gesetzt, um diesen Job in London zu erhalten, ich kann ihm das nicht nehmen. Und selbst wenn er das jetzt hier liest, Tobi, du darfst auf keinen Fall nach Hause kommen, auch wenn ich noch so sehr leide. Ich bin egal, es ist deine Zukunft. Und werd nicht sauer, weil ich das jetzt in dieser Form aufgeschrieben habe, es tut mir leid.
Aber noch was Positives: Ich wurde heute indirekt gelobt! Ich könnte zerplatzen vor Stolz! Eine der Tanzmanagerinnen sagte zu nach einer Übungsstunde zu ihrer Kollegin: "Diese Eileen ist ein sehr vielversprechendes Talent, sie erzählt beim Tanzen eine Geschichte, das gefällt mir. Ich denke, dass sie es unter die fünf Besten schafft."
Oh, wow! Ich bin happy! Das macht einen so unglaublich stolz! Dann hat sich die harte Arbeit also gelohnt! Jetzt nur nicht nachgeben. Weitermachen. Selbst wenn es noch so anstrengend wird.
Lots of Love,
Eure Eileen
Schlechte Zeiten, ganz schlechte Zeiten. Ich werde verrückt vor Angst, Eifersucht, Unwissenheit und Tränen. Am liebsten würde ich meine Tasche packen und nach England fliegen, völlig egal, woher ich das Geld dafür nehme.
Was ist passiert?
Tobis Gastschwester in London versucht immer noch wie verrückt, ihn anzuflirten. Er ist genervt, denn sie ist ein gottverdammtes Miststück und küsst ihn, wenn er schläft. Er wird wach und schmeißt sie raus, aber sie hat für's Erste ihr Ziel erreicht.
Er hat mir davon über Skype erzählt, er ist wütend und will eigentlich die Gastfamilie wechseln. Dann wäre aber sein jetziger Job in Gefahr.
"Rachel wird immer weitergehen, bis sie das bekommt, was sie will. Sie berührt mich ständig im Vorbeigehen und streift meine Hände. Sie versucht, sich auszuziehen, wenn ich in ihrer Nähe bin. Sie kommt einfach so in mein Zimmer und fängt an, Dinge zu erzählen, die ich gar nicht wissen will. Meinetwegen, wie viele Männer sie schon im Bett hatte, wie geil die das immer fanden, und so weiter. Ne größere Schlampe hab ich noch nie getroffen. Es ist offensichtlich, was sie will. Sex. Aber Eileen!? Ich werde nicht nachgeben! Das musst du mir glauben! Ich werde nie im Leben mit dieser ignoranten und arroganten Person irgendetwas anfangen, dafür liebe ich mein Mädchen in Deutschland viel zu sehr. Vertrau mir."
Oh, wie süß. Ich vertraue ihm grenzenlos,
Wer weiß, was diese Rachel sich als nächstes einfallen lässt!? Was soll ich machen? Am liebsten würde ich Tobi bitten, dass er zurück nach Hause kommt, aber das kann ich nicht von ihm verlangen. Er hat Völkerstämme in Bewegung gesetzt, um diesen Job in London zu erhalten, ich kann ihm das nicht nehmen. Und selbst wenn er das jetzt hier liest, Tobi, du darfst auf keinen Fall nach Hause kommen, auch wenn ich noch so sehr leide. Ich bin egal, es ist deine Zukunft. Und werd nicht sauer, weil ich das jetzt in dieser Form aufgeschrieben habe, es tut mir leid.
Aber noch was Positives: Ich wurde heute indirekt gelobt! Ich könnte zerplatzen vor Stolz! Eine der Tanzmanagerinnen sagte zu nach einer Übungsstunde zu ihrer Kollegin: "Diese Eileen ist ein sehr vielversprechendes Talent, sie erzählt beim Tanzen eine Geschichte, das gefällt mir. Ich denke, dass sie es unter die fünf Besten schafft."
Oh, wow! Ich bin happy! Das macht einen so unglaublich stolz! Dann hat sich die harte Arbeit also gelohnt! Jetzt nur nicht nachgeben. Weitermachen. Selbst wenn es noch so anstrengend wird.
Lots of Love,
Eure Eileen
Sonntag, 2. September 2012
Ich mache nichts. Ich liege einfach nur da und denke an ihn.
Coucou!
Keine Sorge, ich lebe noch. Wenn ich jetzt sage, ich hatte in der vergangenen Woche keine Zeit gehabt, wäre das schlichtweg gelogen, denn davor hat es ja irgendwie auch geklappt. Nein, ich hatte einfach keine Lust.
Ich bin immer noch total am Tanzen, ein Monat ist gerade mal von meinem Lehrgang um, ein Viertel geschafft. Tobi vermissen tut manchmal höllisch weh, vor allem nächsten Samstag wird schwer, da hat er nämlich Geburtstag, mein Paket ist schon auf dem Weg. Da wird er sich zwar tierisch aufregen, weil ich ihm genau genommen nichts schenken "darf", aber was soll's...
Heute hat meine Mama Geburtstag, deshalb sind Sandra und Theresa gestern angekommen. Ich habe Theresa lange nicht mehr gesehen, irgendwie sind wir uns fremd geworden. Das ist auch so geblieben, als ich sie gestern Abend noch mit zu meinen Freunden genommen habe. Hm, wir hätten es wissen müssen.
Anne ist seit heute aus dem Krankenhaus draußen, aber immer noch krank geschrieben. Und sonst gibt es nichts Neues, warum auch - so interessant ist mein Leben nicht. Zurzeit ist tanzen, tanzen, tanzen angesagt. Es fällt also überhaupt nicht auf, wenn ich für längere Zeit mal nicht schreibe, man verpasst sowieso nichts. Ach, und jetzt weiß ich, was ich schon wieder vergessen habe - mein Geburtstag ist schon über einen Monat her. So geht das nicht, Eileen. Aber na ja, ohne Tobi bin ich nun mal nur ein halber Mensch.
Lots of Love,
Eure Eileen
Keine Sorge, ich lebe noch. Wenn ich jetzt sage, ich hatte in der vergangenen Woche keine Zeit gehabt, wäre das schlichtweg gelogen, denn davor hat es ja irgendwie auch geklappt. Nein, ich hatte einfach keine Lust.
Ich bin immer noch total am Tanzen, ein Monat ist gerade mal von meinem Lehrgang um, ein Viertel geschafft. Tobi vermissen tut manchmal höllisch weh, vor allem nächsten Samstag wird schwer, da hat er nämlich Geburtstag, mein Paket ist schon auf dem Weg. Da wird er sich zwar tierisch aufregen, weil ich ihm genau genommen nichts schenken "darf", aber was soll's...
Heute hat meine Mama Geburtstag, deshalb sind Sandra und Theresa gestern angekommen. Ich habe Theresa lange nicht mehr gesehen, irgendwie sind wir uns fremd geworden. Das ist auch so geblieben, als ich sie gestern Abend noch mit zu meinen Freunden genommen habe. Hm, wir hätten es wissen müssen.
Anne ist seit heute aus dem Krankenhaus draußen, aber immer noch krank geschrieben. Und sonst gibt es nichts Neues, warum auch - so interessant ist mein Leben nicht. Zurzeit ist tanzen, tanzen, tanzen angesagt. Es fällt also überhaupt nicht auf, wenn ich für längere Zeit mal nicht schreibe, man verpasst sowieso nichts. Ach, und jetzt weiß ich, was ich schon wieder vergessen habe - mein Geburtstag ist schon über einen Monat her. So geht das nicht, Eileen. Aber na ja, ohne Tobi bin ich nun mal nur ein halber Mensch.
Lots of Love,
Eure Eileen
Sonntag, 26. August 2012
Hätte ich einen Lolly, wäre meine Situation nur halb so schlimm.
Coucou!
Gestern war ich mit J. im Heide-Park. Nur wir beide, niemand sonst. Das war lustig. Eigentlich bin ich nicht so ein Freizeit-Park-Fan, da man die meiste Zeit mit anstehen verschwendet, aber gestern ging es eigentlich. Und das, obwohl Samstag war. Es gibt Fotos, aber ich zeig sie Euch nicht :P
J. ist nur noch zwei Wochen hier, dann geht er zurück in seine Heimat - nach London, um dort zu studieren. Dann ist er der Glückliche, der Tobi wiedersehen kann. Mein Gott, die Welt ist groß, aber trotzdem klein.
Vorhin bin ich aus Schwerin zurückgekommen, denn die liebe Anne liegt dort im Krankenhaus. Lungenentzündung, die Ärmste. Und dann hat sie noch etwas anderes Undefinierbares. Die Ärzte meinten: "Wenn du nicht so jung wärst, würden wir meinen, du hättest Burn-Out." Ô.Ô !?!? Na, das gibt einem ja Kraft. Anne ist zwar chronisch müde und hat sehr viel um die Ohren, noch mehr als ich, aber ich hoffe, bete und drücke die Daumen, dass es einfach "nur" Überlastung oder Überanstrengung ist, die man mit viel schlafen, ordentlich essen und vielen schönen Dingen wieder hinkriegen kann. Ihre Eltern wollen sie in eine Klinik einweisen lassen, weil die natürlich den Ärzten glauben, als wären es Heilige, aber Anne will das nicht. Außerdem wird das sowieso schwierig werden, denn sie ist volljährig.
Irgendwann wird dieses Land uns noch alle umbringen, wenn das so weitergeht. Ich hoffe nur, dass Anne nicht den Anfang macht.
Nun aber zu mir. So viel gibt's da nicht zu sagen, denn ich komm zurzeit nur zum Tanzen, zu nichts anderem. Ich habe schon wieder 0.5 kg zugenommen, es wird, ich muss einfach nur weiteressen. Ich darf nicht abnehmen. Tobi macht sich schon Sorgen.
Lots of Love,
Eure Eileen
Gestern war ich mit J. im Heide-Park. Nur wir beide, niemand sonst. Das war lustig. Eigentlich bin ich nicht so ein Freizeit-Park-Fan, da man die meiste Zeit mit anstehen verschwendet, aber gestern ging es eigentlich. Und das, obwohl Samstag war. Es gibt Fotos, aber ich zeig sie Euch nicht :P
J. ist nur noch zwei Wochen hier, dann geht er zurück in seine Heimat - nach London, um dort zu studieren. Dann ist er der Glückliche, der Tobi wiedersehen kann. Mein Gott, die Welt ist groß, aber trotzdem klein.
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| Wie gern wäre ich jetzt in London. Mir kommt es so vor, als sind dort alle, die ich liebe. Oder werden dort sein. |
Irgendwann wird dieses Land uns noch alle umbringen, wenn das so weitergeht. Ich hoffe nur, dass Anne nicht den Anfang macht.
Nun aber zu mir. So viel gibt's da nicht zu sagen, denn ich komm zurzeit nur zum Tanzen, zu nichts anderem. Ich habe schon wieder 0.5 kg zugenommen, es wird, ich muss einfach nur weiteressen. Ich darf nicht abnehmen. Tobi macht sich schon Sorgen.
Lots of Love,
Eure Eileen
Donnerstag, 23. August 2012
Super Gewinnspiel & Herzlose Menschen.
Coucou!
Das mit der Tanzerei wird immer mehr. Ich brauch wieder Wochenende. Würde Tanzen nicht mein Leben sein und so unendlich viel Spaß machen, hätte ich den Kram wahrscheinlich schon längst hingeschmissen ;-)
Ich habe übrigens bei einem Gewinnspiel teilgenommen. Mal schauen, ob ich ausnahmsweise auch mal Glück habe.
Ich besitze einen Rock in genau dem gleichen Neongelb. Leider kann ich ihn nicht oft anziehen, weil er sich zu nicht vielen Dingen kombinieren lässt. Mit der Kette hätten wir zumindestens das Schmuck-Problem geklärt, wenn es denn etwas werden sollte. Wünscht mir Glück! :-)
Wie kann man nur so grausam sein und so etwas Süßes einfach aussetzen? Ich könnte aggressiv werden bei so etwas! Aber jetzt haben sie es gut ;-)
Nur Miss Ellie, Tobis emanzipierte und eingebildete Katze, ist jetzt furchtbar eifersüchtig, aber die gewöhnt sich schon noch daran.
Das mit der Tanzerei wird immer mehr. Ich brauch wieder Wochenende. Würde Tanzen nicht mein Leben sein und so unendlich viel Spaß machen, hätte ich den Kram wahrscheinlich schon längst hingeschmissen ;-)
Ich habe übrigens bei einem Gewinnspiel teilgenommen. Mal schauen, ob ich ausnahmsweise auch mal Glück habe.
The Style Issues by Rosa verlost diese Neon-Statement-Kette von H&M.
Ich besitze einen Rock in genau dem gleichen Neongelb. Leider kann ich ihn nicht oft anziehen, weil er sich zu nicht vielen Dingen kombinieren lässt. Mit der Kette hätten wir zumindestens das Schmuck-Problem geklärt, wenn es denn etwas werden sollte. Wünscht mir Glück! :-)
Hier geht's zum Post!
Es ist empfehlenswert, mal einen Blick auf ihren Blog zu werfen und noch viel empfehlenswerter, auch beim Gewinnspiel mitzumachen ;-)
Gestern Abend habe ich übrigens zwei Katzenbabys gefunden, als ich meine tägliche Joggingrunde um die Insel gelaufen bin. Einfach ausgesetzt, wie gemein! Natürlich hab ich die Kleinen mitgenommen! Meine Mama hat allerdings eine Haustierhaarallergie, also konnten wir die Beiden leider nicht behalten. Sie haben jetzt ein neues Zuhause bei Tobi gefunden, ich habe ihn über Skype schon darauf vorbereitet, mal sehen, was er sagt, wenn er wieder aus England zurückkommt. Seine Schwester ist aber begeistert, also werden die Katzen wohl bleiben dürfen. Sie heißen jetzt Eddie und Holly.
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| Holly |
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| Eddie |
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| Anscheinend Geschwister ;-) |
Nur Miss Ellie, Tobis emanzipierte und eingebildete Katze, ist jetzt furchtbar eifersüchtig, aber die gewöhnt sich schon noch daran.
Also kann ich stolz auf mich sein, ein gutes Werk getan zu haben :-)
Lots of Love,
Eure Eileen
Sonntag, 19. August 2012
Wie gern wäre ich jetzt bei dir.
Coucou!
Woche eins geschafft. Wochenende hauptsächlich Entspannung. Das Wetter ist Bombe, über 30 °C. Also lag ich gestern mit L., S. und R. faul am Ostseestrand herum, leider nicht braun geworden, ich Bäckermütze werde wohl immer eine bleiben.
S. hat mir gestern übrigens auch ihren neuen Freund vorgestellt, er heißt Jonathan - Johnny - und ist ein lieber Kerl. Er macht meine beste Freundin wieder fröhlich und glücklich, also mag ich ihn. Ich wünsche den Beiden alles Gute.
S. zieht bald um, sie ist eine der Letzten, die noch zu Hause wohnen, abgesehen von mir. Alle anderen sind schon in ganz Deutschland verstreut, es wird schwer werden, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber wir schaffen das!
Ist ein klassisches Nichts-Tun-Wochenende. Ich gehe zwar jeden Tag joggen und lerne artig meine Tänze, aber mehr nicht. Zu mehr habe ich keine Lust. Nur mit Tobi skype ich ganz viel. Er hat am Wochenende auch meistens frei und viel Zeit, also haben wir heute schon fast vier Stunden miteinander telefoniert, gestern noch länger. Ich weiß, ich bin verrückt. Ich vermisse ihn.
Nächstes Wochenende fahre ich mit J. in den Heidepark. Das hatte er mir ja zum Geburtstag geschenkt. Nur wir beide, das wird ein Bester-Freund-Tag. Ich freu mich!
Lots of Love,
Eure Eileen
Woche eins geschafft. Wochenende hauptsächlich Entspannung. Das Wetter ist Bombe, über 30 °C. Also lag ich gestern mit L., S. und R. faul am Ostseestrand herum, leider nicht braun geworden, ich Bäckermütze werde wohl immer eine bleiben.
S. hat mir gestern übrigens auch ihren neuen Freund vorgestellt, er heißt Jonathan - Johnny - und ist ein lieber Kerl. Er macht meine beste Freundin wieder fröhlich und glücklich, also mag ich ihn. Ich wünsche den Beiden alles Gute.
S. zieht bald um, sie ist eine der Letzten, die noch zu Hause wohnen, abgesehen von mir. Alle anderen sind schon in ganz Deutschland verstreut, es wird schwer werden, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber wir schaffen das!
Ist ein klassisches Nichts-Tun-Wochenende. Ich gehe zwar jeden Tag joggen und lerne artig meine Tänze, aber mehr nicht. Zu mehr habe ich keine Lust. Nur mit Tobi skype ich ganz viel. Er hat am Wochenende auch meistens frei und viel Zeit, also haben wir heute schon fast vier Stunden miteinander telefoniert, gestern noch länger. Ich weiß, ich bin verrückt. Ich vermisse ihn.
Weitere Geburtstagsgeschenke (meine Freunde haben nun mal echt 'n Knall! :D):
- Buch "Die Känguru-Chroniken" von I. Sie hat es mir zugeschickt
- Buch "Das Känguru-Manifest" von Vivi. Die beiden haben sich wohl abgesprochen
Bilder: www.weltbild.de
Ich liebe diese beiden Bücher, Tobi hat sie auch und mir mal zum Lesen gegeben, zum Schreien komisch, aber gleichzeitig furchtbar tiefgründig! Ein stoischer Kleinkünstler, der nicht als solcher bezeichnet werden will, lebt mit einem Känguru zusammen. Das Känguru ist Kommunist und steht total auf die Band Nirvana. Aussage des Buches ist relativ eindeutig: In Deutschland läuft schon lange nichts mehr so, wie es versprochen und nur vorgetäuscht wird. Lustige und versteckte Kritik, was will man mehr?
- Anne hat mir eine total tolle Kette geschenkt
- Sari, Steffie, Linchen und Kathi haben sich zusammen getan und mir einmal einen Shopping-Gutschein für H&M, außerdem ein bisschen Schmuck und Kosmetik und drittens einen traumhaften Rock geschenkt (ich bin noch nicht dazu gekommen, ihn abzufotografieren, denn wenn er nicht in der Wäsche ist, trage ich ihn und umgekehrt, so sehr gefällt er mir)
Morgen ist Montag, jeden Montag habe ich jetzt immer Vortanzen. Da müssen wir dann zeigen, was wir alles von der letzten Woche behalten und wie sehr wir am Wochenende alle unsere Tänze gelernt haben. Deswegen sollte ich jetzt wahrscheinlich noch ein bisschen war tun und unsere Nachbarn mit lauter Tanzmusik ärgern.
Song: Opium von Serebro, Choreo muss sitzen!
Lots of Love,
Eure Eileen
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