Dienstag, 22. Mai 2012

Ich habe Lust, mit dir heute Nacht aus der Reihe zu tanzen.

Coucou!




Plan A - Z : Mein Leben mit ihm verbringen!

Ich war heute den ganzen Tag in der Tanzschule, bin jetzt bei Tobi und werde gleich noch mit seiner Schwester V. ein bisschen durchs Dorf joggen gehen. Das war's für heute. Musik an, Licht aus, er, Liebe. Schöön.

Lots of Love,
Eure Eileen

Montag, 21. Mai 2012

Im Leben zählt nicht, was du hast, sondern wen.

Coucou!


Tobi ist wieder da! Gestern am späten Nachmittag sind sie wieder gekommen, er ist dann sofort zu mir gefahren, hat sich aber ins Bett geschmissen, weil er nicht mehr konnte. Jetzt schläft er immer noch! Anscheinend ein bisschen zu tief in die Bierflasche geschaut. Ich habe mich darauf vorbereitet. Wo es Alkohol gibt, ist er dabei, ist immer so.
Ich habe mir jedenfalls einen schönen Tag in der Tanzschule gemacht. Endlich wieder tanzen! Vier Tage waren lang. In der Mittagspause bin ich mit S. ein bisschen durch die Stadt geschlendert, wir haben uns eher zufällig getroffen. Es gibt jemanden, der etwas von ihr will, aber sie kann das noch nicht, die Wunden sind noch zu frisch. Kann ich aber auch verstehen, ich wäre genauso. Erst mal muss Gras über die Sache wachsen, S. ist nicht der Typ, der sich sofort wieder einen Neuen angelt. Sie hat viel geweint und noch viel mehr nachgedacht.




Wenn man als Mädchen verlassen wird, nagt das ganz schön am Selbstwertgefühl. Man fühlt sich einfach nicht gut genug.



No, you're not! Aber es ist schwer, das für sich selbst einzusehen. Ich kenne das, ich habe es selbst erlebt. Es tut viel, vor allem weh. Und was noch viel schlimmer ist:


Ich finde, S. hat es bis jetzt ganz gut gemeistert. Sie ist immer noch sehr still und irgendwie anders als sonst, ihr Lachen ist noch zu mechanisch, aber sie kommt klar. Ich will nur, dass es ihr gut geht. Ich will ihr helfen, das zu überstehen. Dafür sind Freunde schließlich da. Sie würde das Gleiche für mich tun.
Das mit der Liebe ist schon kompliziert. Man kann nichts festhalten. Wie hat Tobi mir damals geschrieben: Man kann nichts steuern, es passiert einfach.
Einige Typen sind nun mal Arschlöcher, man muss sie nur erkennen. Es gibt Spezialisten, so wie mich oder S. zum Beispiel, die es zu spät erkennen. Ich hatte es damals auch zu spät gesehen, das war vor Tobis Zeit, denn er ist definitiv kein Arschloch, er ist der Beste. Nur S. tut mir leid. Sie hat das einfach nicht verdient.



Ach Maaaahhn, ist das ein Scheiß. Ich könnte kotzen über so viel Ungerechtigkeit, meine Beste ist viel zu wundervoll für so etwas! Ich werde jetzt mit ihr telefonieren. Bis Tobi aufwacht, dauert es ja sowieso noch.

Lots of Love,
Eure Eileen

Sonntag, 20. Mai 2012

Wenn das Kleid richtig geil ist, zwäng ich mich auch mal in 32!

Coucou!


Ich habe mein Abiballkleid, endlich! :-)
Wir waren am Freitag erfolgreich gewesen, auch R. hat ihrs gefunden. Mein Kleid ist meiner Meinung nach ein Zauberstück der allerfeinsten Sorte. Es ist rot, zuerst dachte ich, dass rot mir nicht besonders steht, aber dann schlug genau dieses Kleid ein wie eine Bombe. Ich bin verliebt in es! Es ist wunderschön. Und ich musste danach natürlich lange suchen, wie sich das gehört. In einem winzigen Laden in der hintersten Ecke hab ich es gefunden - einmal anprobieren und es wurde sofort mitgenommen! Natürlich passt es nicht ganz genau, das ist selten, dass Kleider perfekt sitzen, also muss ich mir noch irgendeine Änderungsschneiderei suchen, es geht um etwa zwei Zentimeter.


Tobi bekommt das Kleid nicht vor dem Abiball zu sehen, das wird ihn aufregen, aber ich bleibe stur und lasse das Schmuckstück irgendwo in den unendlichen Tiefen meines natürlich viel zu kleinen Kleiderschranks verschwinden, wo er es nicht findet. Nicht, dass er danach suchen würde, aber man weiß ja nie.
Jetzt tritt allerdings das nächste "Problem" in den Vordergrund: Schuhe! Kleid da, also können die passenden Schuhe dazu gesucht werden, haben wir am Freitag noch nicht gefunden. Aber da bin ich optimistisch und vor allem sehr flexibel. Schuhe kaufen - los geht's, ich bin dabei, es macht mich glücklich ;-)




Abends sind wir natürlich noch zur Feier des Tages in die Mensa gegangen, wie gesagt, das war das erste Mal für mich ohne Tobi. So langsam kann er dann aber auch zurückkommen. Sie sind immer noch unterwegs. Heute, später Nachmittag, haben sie gesagt. Das heißt, ich bin zu Hause und warte auf ihn.
Ich bin heute Vormittag von L. wiedergekommen, nach der Mensaparty am Freitag haben wir alle bei Vivi übernachtet, eine Freundin aus meiner Klasse, sie wohnt praktischerweise in der Nähe, dann muss niemand Geld für Taxi ausgeben, und heute Morgen sind wir alle zu L. umgezogen und dort den ganzen Tag geblieben. Halt ein richtiger Mädchentag mit all meinen Lieblingsmädels, die nicht fehlen dürfen. Natürlich mussten R. und ich auch den anderen unsere Beute vom Freitag vorzeigen und V. hat sich dann gleich daran gemacht, sich passende Frisuren dafür auszudenken.
Eins steht fest: Geld für Frisör muss ich am Tag des Abiballs nicht bezahlen, V. macht mir die Haare. Und sie macht das besser als jeder Frisör ;-)
Ich bekomme die Hochsteckfrisur von Libuse Sáfranková in "drei Haselnüsse für Aschenbrödel", die sie zum Ball gehabt hatte. Das heißt, ich bin noch auf der Suche nach einem roten Seidentuch, was man in die Haare stecken kann. Das wird so schöööön :-)
Morgen geht's wieder tanzen, wird langsam auch wieder Zeit, ich habe schon fast Entzugserscheinungen. Heute, als ich wieder nach Hause kam, bin ich auch erst mal eine Runde durch unsere Wohnung getanzt, das ist wie eine Droge. Ich brauche tanzen wie Luft zum Atmen. Danach hab ich ein bisschen aufgeräumt und sauber gemacht, bin einmal um die Insel gejoggt und hab von der Nachbarin die Katze gefüttert, die seit gestern im Urlaub ist. Meine Mama ist das Wochenende bei Sandra, das heißt, ich bin allein, sie kommt erst heute spät Abend wieder. Morgen hat sie glücklicherweise erst Spätdienst,  wir können also alle ausschlafen.




Allein sein ist komisch. Und allein schlafen ist erst recht blöd. Es wird Zeit, dass Tobi wiederkommt. Ich lag jede Nacht ziemlich lange wach, das war ungewohnt. Wahrscheinlich hat mich nur der Wunsch, von ihm zu träumen, zum Schlafen gezwungen. Mir geht gerade schon wieder durch den Kopf, wie das mit uns damals anfing. Das weiß ich noch genau. Seinen Liebesbrief habe ich immer noch. Er liegt auf meinem Nachttischchen. Schon seit drei Jahren und vier Monaten.


Lots of Love,
Eure Eileen

Samstag, 19. Mai 2012

Freitag, 18. Mai 2012

Ich möchte gerne einen Kleiderschrank wie Carrie Bradshaw

Coucou!


Ein Viertel habe ich schon mal geschafft. Bald kommt er wieder. Eigentlich ist es nicht so furchtbar tragisch, ich bin schließlich einmal ein halbes Jahr ohne Tobi klargekommen, da werden vier Tage mich ja wohl nicht umbringen. Soviel zur Theorie. Aber es geht schon.




Heute morgen habe ich ganz gemütlich mit meiner Mama gefrühstückt, nachher geht's los auf große Shoppingtour! Abikleider, wir kommen! Man kann schon sagen, dass ich ein kleines bisschen shoppingsüchtig bin. Logisch, ich bin ein Mädchen. Also kann ich mal wieder stolz sein, dass ich die Rahmenbedingungen voll und ganz erfülle.
Meistens gehe ich mit S. shoppen, die hat den geilsten Klamottengeschmack, den ich kenne, und findet in jedem Laden unauffällige Zauberstücke, um die man sie beneiden könnte. Tun wir aber nicht. R. und L. kommen auch sehr oft mit, so wie heute, denn zu viert ist vieles einfacher zu entscheiden. Und ich kann mich so schwer entscheiden.




Shopping ist für mich eine Belohnung, die ich mir selbst zugestehe. Das heißt, ich bin nicht jede Woche unterwegs, was ja auch schon mal aus finaziellen Gründen gar nicht geht, sondern nur dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es verdiene. Ich setze mir am Anfang des Monats ein Ziel, meinetwegen 11 Punkte in der Sozi-Prüfung. Und wenn ich das geschafft habe, gibt es als Belohnung Geld vom Konto für neue Klamotten. So kommt man nicht in Versuchung, sinnlos Geld, das man nicht hat, auszugeben.
Das Geld auf meinem Konto habe ich mir zusammen gearbeitet. Ich bekomme ein bisschen Trainergeld, dafür, dass ich die Kleinen trainiere. Für jede gut abgeschnittene Tanzprüfung gibt es auch ein kleines Honorar. Um im Sommer werden auf meiner Insel immer Erdbeeren verkauft, das geht auch bald los, da kann ich dann auch wieder etwas zuverdienen. Auf diese Art ist halt schon sehr viel Geld zusammen gekommen. Vieles wird gespart für mein Studium und alles, was in meinem späteren Leben noch Geld kostet. Zuerst war das Ganze für meinen Führerschein. Aber da ich den nun habe und da noch mehr übrig geblieben ist, als ich eigentlich gebraucht habe, tritt halt der nächste Programmpunkt auf den Plan. Und zwischendurch ist eben auch mal Klamotten kaufen dran.
Meine Zukunft ist finanziell gesehen ziemlich gesichert. Ich spare sehr viel, meine Mama überweist mir ab und zu etwas, zum Beispiel, als ich meine Fahprüfung bestanden oder wenn ich gute Noten in der Schule hatte.
Ich bin nicht reich, aber ich habe auch nicht wenig Geld. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Geld wird bei uns nicht aus dem Fenster geschmissen. Dafür war unsere Vergangenheit viel zu gravierend.
Am meisten kaufe ich mir Schuhe. Wahrscheinlich auch der typische Mädchen-Tick. Ich liebe Schuhe! Schuhe verändern dein Leben, frag Cinderella!
Tobi kann das natürlich überhaupt nicht verstehen. Er sieht nur immer den Inhalt meines Schuhschranks, der übrigens schon längst zu klein ist, wachsen und schüttelt mit dem Kopf. Ach, Männer halt, die haben davon keine Ahnung ;-)


Los geht's, Abiballkleid kaufen.




Lots of Love,
Eure Eileen



Donnerstag, 17. Mai 2012

Rede ruhig weiter, Eileen, bis dir was einfällt. Na fein.

Coucou!


Wui, heute Herrentag. Tobi ist mit seinen Jungs los, Motorradtour, wie das halt so ist. Die kommen erst Sonntag wieder, was sie zwischendurch machen, will ich lieber gar nicht erst wissen. Dafür machen wir Mädels uns ein paar schöne Tage, ohne unsere Kerle. Heute waren wir zum Beispiel bei Anne und haben den ganzen Tag zusammen gekocht und gequatscht. Dann hat V. uns allen die Haare gemacht und davon Fotos geschossen. Ein rundum schöner Tag. Morgen gehe ich mit S., L. und R. shoppen, R. und ich brauchen noch ein Abiballkleid. L. und S. wollen uns beraten, S. kommt zurzeit sowieso jede Ablenkung recht, abends kommt sie sogar mit feiern. Sie will nicht länger heulen und traurig sein, M. ist Geschichte. Und wir alle helfen ihr dabei.




Und am Wochenende machen wir noch mal Mädelsabend, so was muss auch mal sein. Und das eignet sich natürlich am besten, wenn die Jungs nicht da sind. Ich habe keine Ahnung, wo sie überall hinfahren wollen, ich glaube, das ist denen selbst egal, Hauptsache, es ist genug Alkohol an Bord. Tobi im besoffenen Zustand kenne ich, hoffentlich nimmt es nicht ganz so schlimme Ausmaße an. So, wie neulich, als er total betrunken sich immer wieder um eine Litfaßsäule herumgetastet hat und die ganze Zeit murmelte: "Scheiße, ich hab mich eingemauert." Man gewöhnt sich mit der Zeit an sowas und bleibt dann entsprechend ruhig.
Das Einzige, was ich ihm gesagt habe, ist, dass er sich erst wieder aufs Motorrad setzen soll, wenn die ganze Mannschaft wieder halbwegs nüchtern ist, ganz nüchtern verlange ich ja schon gar nicht. Aber da kann ja schließlich sonst was passieren, da hab ich ein bisschen Angst um ihn, wenn er das machen sollte, obwohl er eigentlich ein solider Fahrer ist.
So, wie ich das verstanden habe, wird irgendwo gezeltet, aber das soll uns Mädels egal sein, die kommen schon klar, irgendwo in der Pampa. R. meint, dass man sich da keine Sorgen machen darf, sonst wird man verrückt. Und sie muss es wissen, sie hat diese Gedanken gleich im Doppelpack, ihr Freund Matthias und ihr Bruder Simón fahren beide mit, für Simón ist es das erste Mal.
Ach, Banane, sollen sie machen, ich hoffe nur, dass ich meinen Freund unversehrt wiederbekomme ;-)


Ich bin gerade zu Hause, alleine, meine Mama hat Spätschicht. Sie hat gesagt, sie möchte nicht ganz so spät kommen, aber wie das halt immer so ist. Die paar Tage ohne Tobi werde ich ja wohl aushalten. Anrufen und SMS sind untersagt, hat J. festgelegt, die wollen halt mal unter sich sein, "ohne euch ganzen Weiber um uns herum" (J.), hm. Kann ich akzeptieren. Also bis Sonntag Geduld. Ist zu schaffen. Nur die Nacht wird anstrengenderweise einsam. Wird überlebt.




Ich höre Musik, im Moment "little talks" von Of Monsters And Men, fröhlicher Gute-Laune-Song. Zurzeit läuft bei mir ziemlich viel durcheinander.




Ich liebe Tokio Hotel, was häufig ein Grund für Beleidigungen ist, auch daran habe ich mich gewöhnt, ich höre Clueso, Roxette, Nolwenn Leroy, Tri Yann, Green Day, ABBA, Brian Adams, Silly, Rosenstolz, J'Lostein, Foster The People, Indochine, Die Toten Hosen, Fleetwood Mac, Pink Floyd, Eisblume, Rihanna, Lana Del Rey, Marlon Roudette, Nickelback, Oasis, Falco, Rammstein, Sóley, Birdy, Nightwish, Vanilla Ninja, Faun, Eivor, Celtic Woman und Unheilig, also eine bunte Mischung von allem etwas. Und natürlich unsere beiden Schulbands, die ich vergöttere! Wie wir alle sie lieben und vergöttern ;-)



Die eine Band besteht aus fünf Mädels. R. ist die Sängerin, sie hat eine wundervolle Stimme und schreibt bombenmäßige Songs, Sari spielt Gitarre, Line sitzt am Schlagzeug, Steffie ist Keyboarderin und Kathi Bassistin. Wobei sie die Instrumente auch hin und wieder tauschen, soll heißen, dass R. genauso gut Gitarre wie Sari Schlagzeug spielen kann.
Eine Beschreibung von Anne: Diese Band besteht aus einem süßen Wunderstimmchen (Wunderstimme trifft es bei R. noch nicht einmal annähernd), einer versauten Keyboard-Königin (natürlich Steffie, wer sonst?), einer allesinstrumentalen Rampensau (haha, Sari ist wirklich eine Rampensau), einer durchgeknallten Labertasche (Line, die Quasselstrippe) und einer stillen Hutverrückten (ich habe Kathi noch nie ohne Hut gesehen). Wir lieben sie deswegen. Ja, das tun wir.
Sie sind in unserem Bundesland schon ziemlich bekannt, hatten sogar schon einen Auftritt in einem kleinen Hamburger Club, deshalb sage ich nicht, wie sie heißen. Sie lehnen einen Plattenvertrag und das ganze Drumherum strikt ab. Auf der Bühne stehen ja, alles andere nein. Das hätte wahrscheinlich sowieso nicht funktioniert, R. macht gerade mit uns ihr Abitur, sie ist in meiner Parallelklasse. Sari studiert Psychologie in Hannover, Steffie war ein Jahr in Äthiopien und denkt jetzt darüber nach, wieder nach Afrika zu gehen, Kathi studiert Musik und Line ist zurzeit sehr häufig in Russland bei ihren ganzen Freunden, die sie da kennt. Sie sehen sich selten, machen dann aber gleich doppelt so viel los an Musik, meistens bei uns in der Schule, wo sie herkommen, wo sie ihre Band gegründet haben, wo alles anfing. Sie wollen die Band nicht auflösen, aber es wird mit der Zeit immer weniger werden, dagegen kann keiner etwas machen. Es fällt uns schwer, das zu akzeptieren. Aber so ist es.


Die andere Band ist noch aktiver. Das wären J. als Sänger, Tobi als Gitarrist, F. als Schlagzeuger und dann sind da noch Maik (Keyboard) und Dennis (Bass). Alle fünf Mitglieder sind krank, haben einen Schaden und können sich nicht benehmen. Zitat von J.
Meistens machen sie irgendwelche Gemeinschaftskonzerte mit den Mädels, wir verstehen uns einfach alle so gut. Es sind wirklich alle hinterher, dass das nicht einschläft, selbst wenn die Musik irgendwann immer mehr auf der Strecke bleiben sollte. Aber so ist das nun mal, man wird zusammen groß, man geht eigene Wege, man versucht, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber man kann nicht alles haben. Leider.


Musik ist wundervoll. Es ist die Sprache, die jeder versteht. Vor allem ist sie sehr hilfreich. Ich könnte stundenlang zuhören, wenn Tobi Gitarre spielt und dazu singt. Ich liebe es einfach, ihm zuzuhören. Ich selbst kann leider kein Musikinstrument, aber ich würde gerne Klavier lernen. Aber dazu fehlt mir leider die Zeit. Da konzentriere ich mich dann doch lieber auf die Tanzerei :-)




Lots of Love,
Eure Eileen

Mittwoch, 16. Mai 2012

Und ganz plötzlich war er die Hauptrolle in meinem Leben.

Coucou!


Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe meinen Laptop wieder! Flori ist das größte Genie, das ich kenne. Er hat wirklich alles wieder hinbekommen, der läuft wieder wie Biene! Das heißt, ich kann mich wieder den ganzen Fotos widmen, wieder Filme auskramen und mich austoben. Außerdem habe ich beschlossen, dass bald auch Fotos von mir erscheinen werden, die ich selbst gemacht habe. Mal gucken, wann ich mich dazu in der Lage fühle, ist für mich nämlich ein schwieriger Schritt. Und ich kann von mir leider nicht behaupten, dass ich besonders mutig bin. Im Prinzip bin ich feige. Meine Feigheit geht soweit, dass ich mich nicht traue, anderen zu sagen, dass sie mich verletzt haben. Gleichzeitig kann ich ihnen dann aber die fiesesten Sachen an den Kopf werfen, um meine Wut zum Ausdruck zu bringen. Das nennt man dann gemein sein. Meine Feigheit geht soweit, dass ich die Liebe meines Lebens um ein Haar verloren hätte, da ich zu blind und zu blöd war.
Folgende Geschichte:
Ich bin hierher gezogen, als ich fünfzehn war, und traf auf Tobi. Ich sah ihn und mein Herz drückte "Gefällt mir". Bääääm! Ich glaube an Liebe auf den ersten Blick, denn es ist mir passiert. Und das, obwohl ich zu dieser Zeit einen Freund hatte, mit dem es dann aber schon bald vorbei war, unter anderem wegen Tobi, aber auch noch aus anderen Gründen.

Tobi hat schon immer den Mut gehabt, der mir so erschreckend fehlt. Er schrieb mir einen Liebesbrief, bei dem ich weinen musste, als ich ihn gelesen hatte, so schön war er. Dreizehn Seiten, Wahnsinn. So etwas hatte vor ihm noch keiner getan.
Außerdem schrieb er mir einen Song und hat ihn am Tag der offenen Tür unserer Schule öffentlich vorgetragen, er ist Gitarrist in einer unserer beiden Schulbands. Und er singt auch.
Die besten Liebeslieder schreiben nun mal Männer. Ich war überwältigt. Und überglücklich. Und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Auch auf seinen Brief hatte ich nicht geantwortet, ich konnte es einfach nicht, ich bin zu feige. Und der Song vor allen Leuten hat wirklich den Vogel abgeschossen. Ich erinnere mich noch sehr gut an seine Worte: "Dieses Lied ist für das Mädchen, in das ich verliebt bin. Ich hoffe, sie ist hier." Und ich war da. Da ich seine Gefühle aus seinem Brief kannte, wusste ich, dass ich gemeint war. Ich habe vor Freude geweint. Und was gemacht?
Ich bin rausgerannt. Wahrscheinlich ein gewaltiger Lebensfehler, denn Tobi hat es gesehen. Und er war sehr enttäuscht, er dachte natürlich, dass ich nicht das Gleiche empfinde wie er. Was nun? Irgendwie musste ich es ihm sagen. Problemberatung mit S. und R. ergab: "Sag es ihm doch, was kann denn schiefgehen? Der ist bis über beide Ohren verknallt in dich!"
Ich: "Wirklich?"
S.: "Das sieht jeder Blinde. Allein schon, wie er dich anguckt"
Hm, aufbauend war das, aber geholfen hat es nicht wirklich, die Situation blieb, wie sie war. Ich unternahm schüchterne Versuche, die man aber nicht wirklich so bewerten konnte, wie sie eigentlich gemeint waren, bestimmt war Tobi sehr verwirrt. Er hat oft versucht, mit mir zu reden, ich bin ihm aus dem Weg gegangen, aus Feigheit, dabei war ich so sehr in ihn verliebt.
Ein Drama wurde es, als er dummerweise eine total falsch interpretierte Unterhaltung von L. und mir mitbekam. Ich war extrem traurig, und gleichzeitig auch wütend auf mich selbst, dass ich so feige war.
Ich: "Ich werde wahnsinnig! Was soll ich denn machen?"
L.: "Es ihm sagen, wie oft noch? Du hast nichts zu verlieren."
Ich: "Ich kann das nicht. Er ist aber auch ein Vollidiot, er merkt es einfach nicht."




Natürlich war es ganz anders gemeint, doch Tobi, der nur dieses Stück mitbekommen hat, hat es natürlich falsch verstanden und ging. L. hat noch mitgekriegt, dass er alles gehört hatte und schickte mich hinter ihm her. Da lief ich also der Liebe meines Lebens hinterher und holte ihn auch ein.
"Tobi, bitte warte!"
"Lass mal gut sein, ich habe es verstanden!"
"Nein, hast du nicht. Bitte -"
"Mach dir keine Mühe. Aber vielleicht kannst du dir angewöhnen, es jemandem gleich ins Gesicht zu sagen, anstatt hinten rum über drei Ecken." Dann ging er traurig.
Lauf hinterher, Eileen, mach was! Mein Gott, wie erinnere ich mich an meine eigene Aufforderung, irgendetwas zu tun. Und wieder war ich wütend auf mich selbst, denn ich stand da wie angewurzelt.

"Du hast keine Ahnung! Bitte bleib! Ich bin so dumm! Du verstehst das nicht!" Ich habe geschrien. Und dann bin ich weggelaufen, zurück in L.'s Arme zum Ausheulen. Er stand da, völlig verdattert und verwirrt, und hat mir hinterher geschaut.
So, alles versaut, toll gemacht, Eileen. Ich hätte mich auffressen können. Entweder hatte ich geheult oder ich war wütend. Ich habe nicht mitgezählt, in welchen Ausmaßen unser Küchengeschirr dezimiert wurde. Das gab ganz schön Ärger mit Mama, weil ich alles zerdeppert habe. Sie musste danach neue Teller kaufen und hat mir einen Teil der Rechnung vom Konto für die Fahrschule abgezogen. Außerdem bekam ich eine Woche Tanzverbot, die Hölle.




S. und R. hat es gereicht. R. gab mir Tobis Adresse.
"Du fährst dahin und du gehst nicht eher, bis ihr zusammen seid", sagte sie.
"Du rufst mich danach an, aber ich will nur gute Nachrichten hören", fügte S. hinzu.
Was nun? Zu Tobi hinfahren? Hilfe, Schweißausbrüche, Angst, Zittern, wie denn? Konnte ich nicht. Was, wenn er sauer auf mich war? Oder schon aufgegeben hatte? Wenn es einfach zu spät war?
Mama hat sich das nicht länger angesehen, sie hat mir den Zettel weggenommen, mich ins Auto verfrachtet und mich zu Tobi gefahren. Dann hat sie mich an der Straße ausgesetzt und ist zurück gefahren, nun gab es kein Zurück mehr. Heute bin ich ihr sehr dankbar dafür, ich allein hätte das nie geschafft.
Zaghaft hab ich geklingelt und gehofft, dass keiner da war. Die Tür wurde aufgemacht. Tobis Mama. War mir gleich sympathisch, super. Obwohl sie sehr überrascht aussah.
"Hallo, ist Tobi da?" Welchen Mut ich mir da wohl ausgeliehen hatte? Vielleicht hatte meine Mama mir ein bisschen von ihrem abgegeben und mit aus dem Auto geworfen.
Tobis Mama war sichtlich erstaunt. Sie hat mich einmal kurz gemustert, dann sah ich die comicmäßige Glühbirne blinken. "Du bist Eileen." Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Sie hat mich angelächelt. Und dann hat sie mich reingelassen.
Tobi war in seinem Zimmer, ich hatte angeklopft, doch er drehte sich erst um, als ich schüchtern "Hallo" sagte.
Komplette Verwirrung in seinem Gesicht. Noch viel größere Überraschung. Tausend Fragezeichen. Glück in seinen Augen. Offener Mund. Er starrte mich an.
Tja, der Rest ist bekannt. Drei Jahre und vier Monate sind es mittlerweile. Und ich kann mir nicht mehr vorstellen, mein Leben ohne ihn zu leben. Erwähnte ich schon, dass er meine große Liebe ist?
Ja, so war das. Ich wünsche es jedem. Liebe ist das, was jeder braucht.




Eigenartig, dass ich mich an alles erinnern kann. Aber vielleicht auch besser so. Es ist der Beweis für meine übernatürliche Feigheit. Meine Fresse.



Was ist sonst so passiert? Nicht viel. Tanzschule, Tanzschule, Tanzschule, wem erzähl ich das? Ich bin süchtig. Reine Herzensangelegenheit ist das. Passt.


Lots of Love
Eure Eileen

Montag, 14. Mai 2012

Bücher erzählen Geschichten, Bücher dürfen nicht aussterben.

Coucou!

Ich habe alle schriftlichen Prüfungen hinter mir! Herrliches Gefühl. Jetzt kommt nur noch irgendwann Französisch, aber das dauert noch eine Weile. Anfang Juni oder so.
Sozi lief gut, sogar sehr gut. Hm, ist nach Französisch auch mein bestes Fach. Ich denke, 11 Punkte sind drin. Tobi macht auch Sozi, nur mündlich.
Ansonsten ist nicht großartig viel passiert, Flori hat meinen Laptop wieder hingekriegt, ich darf ihn heute Abend abholen, er ist wirklich ein riesengroßes Genie!
S. geht es schon besser, sie kommt dieses Wochenende sogar mit feiern. Das wird bestimmt lustig, wir wollen mal wieder die Mensa auf den Kopf stellen.
Letztes Wochenende am Samstag war ich mit Tobi, meiner Mama und seiner Mama in Staucha, irgendein kleines Nest in Sachsen, wo die Peter-Sodann-Bibliothek eröffnet wurde. Das ist eine Sammlung von allen Büchern, die jemals in der DDR erschienen sind. Bücher - meine Welt! Ich liebe es, zu lesen. Tobi und ich haben sogar ein paar Bücher gespendet. Ein paar wenige, von denen wir uns trennen konnten ;-)
Es war richtig schön da und wir haben uns vorgenommen, demnächst noch einmal hinzufahren, wenn nicht ganz so viel Gewusel ist wie zu dieser Eröffnungsveranstaltung.
Am Sonntag war ich mit L. wieder einmal bei S. und heute ist wieder normale Woche. Das heißt, gleich geht's in die Tanzschule, heute mal schon früh morgens :-)
Bis bald!
Lots of Love,
Eure Eileen

Dienstag, 8. Mai 2012

Wer sagt, Alkohol ist keine Lösung, hat in Chemie nicht aufgepasst, scheint sein Motto zu sein.

Coucou,

huuch, schon wieder so viel Zeit vergangen. Am Donnerstag war ich den ganzen Tag in der Tanzschule und wirklich etwas Aufregendes ist da nicht passiert. Mein Laptop ist immer noch kaputt, Flori soll sich aber keinen Stress machen, der hat ja selbst noch Prüfungen und muss lernen.
Am Freitag hatte ich früh morgens noch Unterricht, danach waren S., L., R. und ich shoppen. Und seit diesem Tag ist jetzt offiziell bewiesen, dass shoppen glücklich macht! S. hat mehrmals gelacht und war extrem ausgeglichen. Sie trauert M. nicht länger hinterher, obwohl es immer noch wehtut. Abends haben wir noch zusammen Sozi gelernt, S. und L. schreiben auch Prüfung in dem Fach. Tobi war mit J., Flori, F., D., Christian und den anderen Jungs schon unterwegs, auf geht's und wir sahen sie nie wieder ;-)
Doch, Sonntag Nachmittag kam Tobi nach Hause, er wurde gebracht, denn selbst hätte er nicht fahren können, er war immer noch zu besoffen. Ich hab das nicht mitgekriegt, ich war immer noch mit S. bei mir zu Hause, seine Schwester V. hat es mir nur erzählt. Seine Mutter war nicht sonderlich begeistert ;-)
Er hat dann bei sich zu Hause seinen Totenschlaf absolviert und kam gestern Morgen (...wieder nüchtern) zu mir, ich war gerade mitten drin im Sozi-Gewühl. Und heute hat er Geo geschrieben! Ich hab den ganzen Tag die Daumen gedrückt, vorhin haben wir die Prüfung ausgewertet. Er sagt, eigentlich war es total bescheuert und er hatte überhaupt keinen Plan, aber es lief gut. Wie jetzt!? Ich habe mir diese Aussage zwar erklären lassen, aber wirklich schlauer war ich danach nicht, wahrscheinlich, weil ich noch zu viel Sozi im Kopf habe. Morgen sieht's dann anders aus, morgen schreib ich ja schließlich.
Nachher werde ich mich dann irgendwann in die Tanzschule begeben und heute Abend will Tobi mich noch mal Sozi abfragen. Wui, was er alles für mich tut :-)

Lots of Love,
Eure Eileen

Mittwoch, 2. Mai 2012

Lass mich, ich kann das ... oh, kaputt. Wortwörtlich!

Coucou!

Ich sag's ja, der Technik kann man nicht vertrauen. Ich war ja am Montag Abend bei Flori wegen meinem kaputten Laptop. Zuerst sah das Ganze nach einem penetranten Virus aus, da hat Flori noch gelacht. Aber weit gefehlt: die ganze Festplatte ist im Eimer und der Virus hat es in sich und das gesamte Betriebssystem lahmgelegt. Als Flori das rausgefunden hat, hat er nicht mehr gelacht, sondern die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Dann hat er sich ans Daten sichern gemacht, glücklicherweise habe ich eine externe Festplatte, das war aber wegen der kaputten Festplatte im Computer auch nicht so einfach. Er hat sehr viele CDs, wo solche Programme zum Daten sichern drauf sind, aber die haben alle versagt. Ich war schon total panisch, denn jetzt so kurz vor der Prüfung brauche ich meinen Laptop noch mal. Und wegen der ganzen Musik wäre es auch schade. Das Einzige, worauf ich drauf verzichten könnte, wäre Internet. Obwohl das fragbar ist, denn dann könnte ich ja auch nicht mehr bloggen.
Flori hat mich beruhigt, dass er es hinkriegt, notfalls setzt er sich mit Simón zusammen, der hat von Technik auch sehr viel Ahnung. Er hat die Festplatte dann rausgebaut und festgestellt, dass man sie nicht aufschrauben kann, somit also nur sehr schwer rankommt, was die Sache noch komplizierter macht. "Harte Nuss", meinte er grinsend zu mir. Na, solange er lachen kann, hat er immer noch Joker in der Tasche. Das wäre dann wirklich das erste Mal, dass Floris Programmierwissen scheitert. Und wenn das dann ausgerechnet an meinem Rechner sein sollte, dann weiß ich nicht, wie ich mich mal wieder fühlen soll. Eileen, die Schuldige, bringt Super-Flori zum Versagen. Ich mal wieder. Wow. Aber er hat mich beruhigt, dass er das hinkriegt. Das Problem ist, die Daten zu sichern, danach baut er mir ein neues Betriebssystem rein und löscht den Virus aus, alles gut. Hm, wenn er das sagt. Ich hab meinen Laptop bei ihm gelassen, hoffentlich hat der irgendwann die Finger davon lassen können und ist schlafen gegangen.
Gestern am 1. Mai waren V., Tobi und ich mit Max beim Maibaumumzug. Immer sehr süß, Max ist von dem Baum immer total begeistert, letztes Jahr haben wir das auch schon gemacht.
Abends hat Flori angerufen, dass er die Daten gerettet hat, jetzt fängt er an, das Ding zu reparieren. Flori ist ein Genie! Dann sollte ich mir mal wieder etwas überlegen, um mich bei ihm zu bedanken. Jup, mir fällt auch schon etwas ein ;-)
Heute ist wieder Mittwoch, soll heißen, dass ich nachher wieder Französisch habe und dann in die Tanzschule fahre. Heute Abend werde ich noch kurz bei S. vorbei fahren, mal gucken, wie es ihr geht. Wir hatten gestern Abend noch telefoniert, es geht ihr besser, aber sie ist immer noch so brüchig. Sie braucht etwas, was sie wieder aufbaut. Die anderen machen glücklicherweise alle mit, sie ist nicht allein. Heute war Anne, glaube ich, bei ihr. Am Wochenende kommt sie zu mir, V. und R. kommen auch, dann machen wir uns ein gemütliches Wochenende zu viert. Ist Tobi recht, der wollte mit J. und den anderen losziehen, etwas trinken, auf gut deutsch gesagt: sich besaufen ;-)

Lots of Love,
Eure Eileen